Alptraum aktiensparen fürs alter

von
Gerhard

Wer in den letzten 10 Jahren fürs Alter mit aktien und aktienfonds forgesorgt hat, hat massiv Geld verloren. Hier der artikel http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,591813,00.html
Weil hier öfters von bestimmten Personen das Aktiensparen herforgetan wird, kann hier nur gewarnt werden. habe selbst vor paar jahren einen weltweit agierenden Aktienfond gehabt wkn 975027 und habe mir heute den Kurs angeschaut . Seit auflegung des Fonds 1998 wurde kein Gewinn eingefahren. Wenn man dann noch den Aufgabeabschlag , depotgebühren und die jährlichen Gebühren dazurechnet kommt man schnell in den zweistelligen Minusbereich. Zukünftig wird es noch schlimmer. Sollte man in Zukunft tatsächlich etwas Gewinn haben, kommt sofort die 25% Abgeltungssteuer dazu. Ich bin damals noch mit einem blauen Auge davongekommen und möchte andere warnen seine Altersvorsorge an der Börse zu verzocken.
Grüsse Gerhard

von
Mario EL

Ich sehe das ganz genauso wie Sie, werter @Gerhard! Ich kenne mindestens drei Personen, die beim Spekulieren Haus und Hof verloren haben, obwohl das doch alles soooo sicher war.

Vielleicht werden die selbsternannten Finanzexperten @Maria L. und ihre beiden Freunde auch noch ihr blaues Wunder erleben. Die momentane weltweite Finanzkrise könnte bereits bei einigen Spekulanten heftiges Hosenflattern verursacht haben.

von
Besorgter

An und für sich ist das was Sie schreiben bekannt.

Mit Hilfe provisionsabhängiger Berater von Banken, Versicherungen und Unterstützung windiger Ratingagenturen wird dem kleinen Mann immer wieder suggeriert, er könne "das große Geld" machen und seine Alterversorgung über Aktienfonds regeln zu können. Auch die Politik spielt eine große Rolle in diesem Spiel. Die gesetzliche Rentenversicherung wird langfristig dem Erdboden gleichgemacht. Eigenverantwortung wird dies genannt.

Unzählige Menschen sind hierauf reingefallen und haben einen Großteil ihres Vermögens oder auch alles verloren. Wo ist das Geld geblieben?

Jetzt haftet wieder "der kleine Mann" mit seinen Steuergeldern für die Unfähigkeit der vielen Top-Mananger und Spitzenpolitiker. Er wird also zwei mal zur Kasse gebeten.

Aber auch nach der jetzigen Finanzkrise werden diese Leute wieder ihre Opfer finden und erneut werden Hunderttausende auf die Versprechungen von hohen Renditen und angeblicher Altervorsorge hereinfallen.

von
Corletto

Empfinde es in als höchst unserös, schamlos und moralisch verwerflich für Aktien oder Aktienfonds gerade im Hinblick auf die Altersvorge , hier im Forum der Rentenversicherung Reklame zu machen .

Diese Leute verdienen offensichtlich mit diesen Dingen ihr Geld.

Altersvorsorge mit Aktien/Aktienfonds zu betreiben, ist ein ganz gefährliches und höchst riskantes Glückspiel und nicht mehr.

Meiner Meinung nach kann man auch statt Aktien/Fonds zu kaufen, das Geld gleich zur Spielbank tragen und alles auf die 17 z.B. setzen....

Ich kann - auch aus eigener Erfahrung - nur jeden warnen,
an der Börse zu spekulieren.

Wer das macht hat eintweder zuviel Geld übrig oder keine Ahnung !

von
Schiko.

Die jetzige lage ist natürlich
eine gesundes fressen für
ihren beitrag und die deut-
liche sprache anderer hierzu.

Wollte schon seit wochen
auch so etwas starten, habe
mich aber zurückgehalten.

Obwohl gar nicht betroffen und ich auch von beginn an
kein freund der riesterrente
war, hängt mir die dauerkritik
mancher hier zum halse raus.

Herzlichen dank an alle für die
saftige stellungnahme .

MfG.

von
Rentenchecker

...kann man nur froh sein, dass die gesetzliche Rente umlagenfinanziert und nicht kapitalgedeckt arbeitet. Hoffentlich is jetzt ruh mit den Forderungen von irgendwelchen Oberschlaumeiern, die am liebsten die Beiträge der Versicherten "anlegen" würden. Die können ja mal bei der Kirche Oldenburg anfragen, wieviel sie verdient haben durch die Anlage bei Lehmann.

von
Besorgter

Sobald sie demnächst, wo auch immer, von Eigenverantwortung hinsichtlich der Altersvorsorge und von kapitalgedeckter Rentenversicherung sprechen, sollten wir alle aufstehen und uns für die bewährte umlagefinanzierte Rente stark machen.

Wahrscheinlich nur ein "frommer Wunsch" von mir !?

von
Moni

Hallo, nicht nur beim Aktien-oder Fondssparen bekommt man das bei Abschluss versprochene Geld nicht ausgezahlt.Wir haben vor 20 Jahren Lebensversicherungen abgeschlossen wo uns wesentlich höhere Renditen verspochen worden sind als wie wir jetzt bekommen haben.
Jeder Berater sieht nur seine Provision.

von
Festus

Wollt ihr eure Pro-Aktienfond-Haltung denn gar nicht verteidigen?

Oder habt ihr inzwischen selbst eingesehen, dass Fondsparen auch Nachteile haben kann und eure Kritiker Recht haben?

von
Maria L.

Hallo!

Ich habe keine Lust mehr, meine Zeit hier zu verschwenden und schaue nur noch sporadisch hier hinein. Wer tatsächlich inhaltlich/sachlich, gerne auch kritisch, aber ohne Polemik mit mir diskutieren möchte, muß seine Fragen/Einwände - was auch immer - schon entsprechend formulieren und ein ernsthaftes Interesse erkennen lassen.

Gruß,
Maria L.

von
Festus

Ich finde es auch besser, wenn Sie Ihr sogenanntes bei "Finanzunsinn.org" erworbenes "Fachwissen" besser woanders verbreiten, als in einem Expertenforum der Deutschen Rentenversicherung! Zumal die allermeisten Teilnehmer hier überhaupt nicht die finanziellen Grundvoraussetzungen erfüllen, um Ihre "tollen" Ratschläge in die Tat umzusetzen. Es gehören nämlich nicht alle zu den Besserverdienenden!

Alles Gute für Sie!

von
SPATZ

ich bedaure keinen von euch % te - jägern. ein spatz in der hand ist mir lieber wie eine taube auf dem dach.

von
mieze

Am Beispiel Aegon fondsgebunde LV. Die können mir nix sagen, ob mein Geld noch sicher ist. Ich werde die Burschen anschreiben, nach der Einlagensicherung fragen.

Jegliche Anrufe werden damit abgetan, "müsste ja alles zusammenbrechen". Ist es doch auch. Wird man auf einen eigenen Fond verwiesen.

Schon alleine irgendwelche Gebühren von über 500 € die ersten Jahre und mtl. um die 10 € zusätzliche für igendwelche Gebühren fressen die eingezahlten Beiträge auf. Geldvernichtungsmaschine. Altersvorsorge so gut wie weg. Im Todesfall gibts nur ab 60% der eingezahlten Beiträge raus.

Gruss mieze

von
Nix

Diesen Thread habe ich erst heute entdeckt.
Auch meine Beiträge haben in der Vergangenheit das Aktienfondssparen favorisiert.
An meiner grundlegenden Einstellung zu Aktienfonds werden die aktuelle Rezession sowie die aktuellen Marktkorrekturen nichts ändern.

Ich habe immerwieder gebehtsmühlenartig darauf hingewiesen, dass eine ordentliche Portfoliodiversifikation bei der Aktienfondsbesparung erforderlich ist.
Die hier von zahlreichen Usern geäusserten Bedenken kann ich nicht teilen.
Wer im Januar einen teil seinen Aktiefondsvermögens aus Aktien abgezogen und in geschlossene Fonds umgeschichtet hat, ist auf der sicheren Seite.
Keine Frage: Das übrige Kapital ist auch bei mir "den Bach runtergegangen".
Geschlossene Fonds bieten aber auch sichere Ausschüttungen.
An meiner positiven Einstellung zu Aktienfonds ändert dies nicht.

Die Aktienfondsbesparung erfordert stets den mündigen Anleger, der sich umfassend informiert.
Ich habe mehrfach auch zahlreiche Internetseiten hier im Forum genannt, auf denen man sich über Aktienfondssparen, Konjunkturdaten etc. informieren kann.

Übrigens: Gierig sein wenn die anderen ängstlich sind...soll heissen: Jetzt einsteigen und Aktienfonds zukaufen....aber wem sage ich das.

Nix

von
Nix

Hätten Sie einen reinen Aktienfonds bei einer Direktbank bespart, wären Ihnen keine EUR 500,- Abschlusskosten entstanden.
Ausserdem: Wenn Sie eine FONDSGEBUNDE LV besparen, brauchen Sie nicht so zu tun, als wenn Sie nicht "in diese blöden Aktien...Fonds etc" investieren.
Sondern Sie sind dann auch Aktionär.
Bitte eignen Sie sich entsprechendes Fachwissen an.

Nix

von
Maria L.

Ich zitiere von finanzuni.org:

"Es ist unverantwortlich, daß die Rentenversicherungsträger den heutigen Arbeitnehmern mit maßlos übertriebenen Rentenhochrechnungen einen finanziell abgesicherten Ruhestand vortäuschen, obwohl spätestens seit den 80er Jahren (!) des letzten Jahrhunderts offensichtlich ist, daß die gesetzliche Rente so unsicher ist wie sie nur sein kann!

Und wer jetzt denkt: "Ich betreibe aber auch noch private und betriebliche Altersvorsorge und ich werde deshalb nie zur breiten Masse der zukünftig armen deutschen Rentner gehören", der kann nicht volkswirtschaftlich denken! Was glauben Sie denn, wer zukünftig das Steueraufkommen zur Finanzierung der jährlichen Zuschüsse in die gesetzliche Rentenkasse aufbringen muß? Wieviel Ihnen dann noch von Ihrem vermeintlichen Alterswohlstand bleibt, werden Sie sehen.

Deshalb gibt es schon heute für jeden, der das durchschaut und so weit denken kann, nur eine Konsequenz:

Selbst endlich effiziente Vermögensbildung und Altersvorsorge betreiben und anderen diese Notwendigkeit ebenfalls klarmachen!

Können Sie wirklich nicht so weit denken?

Das marode Rentensystem ließe sich genauso vermeiden wie das marode Gesundheitssystem! Und die Arbeitslosenzahl ließe sich genauso drastisch reduzieren wie die Kriminalität! Aber eine starke, egoistische Lobby in Finanzbranche und Medien verhindert systematisch die finanzielle Aufklärung der Bevölkerung. Bis die Probleme die Gesellschaft zerreißen.

Ach, Sie beruhigen sich mit dem Gedanken "Soweit wird es schon nicht kommen"? Na ja, Sie glauben ja auch, Sie hätten bislang eine sichere und erfolgreiche Altersvorsorge betrieben, nicht wahr? Der Durchschnittsbürger glaubt so vieles, aber weiß doch so wenig. Ob Sie persönlich zum Durchschnittsbürger gehören, entscheiden Sie selbst! Jetzt und jeden Tag auf's Neue. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Wann fangen Sie endlich damit an, finanzielle Kompetenz zu erwerben und weiterzuverbreiten?"

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=52

In unserem Land wird sich erst wieder etwas zum Besseren wenden, wenn die Mehrheit der Bürger erkennt, daß der Staat der größte Ausbeuter von allen ist (in Kooperation mit Teilen der Finanzbranche). Die Weichen für die langfristige inflationäre Entwertung der Spargelder (seien diese auf Tagesgeldkonten, als Rentenversicherungsansprüche, in Lebensversicherungen oder Riester-Versicherungen deponiert) sind gestellt (der Staat ist Mitversursacher der Inflation!). Leider werden die meisten den Betrug und die staatliche Enteignung ihrer Vermögen erst merken, wenn es zu spät ist. Wer Verwandte hat, die 1923 oder 1948 gelebt, erlebt und erlitten haben, kann sich dort ja mal sachkundig machen - anstatt nach falschen Sündenböcken zu suchen.

Wer übrigens von November 1997 bis Oktober 2008 einen Ratensparplan in den Fonds 975027 betrieben hat, liegt bei einer eingezahlten Summe von 13.200 Euro bei einem Sparplanergebnis von 13.857 Euro immer noch knapp im Plus (trotz des denkbar ungünstigen Zeitpunkts mitten im Crash). Nachvollziehen kann man das mit dem Sparplanchart auf folgender Seite ganz unten (der Zeitraum muß auf frei wählbar gesetzt und die Daten von Hand eingegeben werden):

http://www.infos.com/de/fondsprofile/fondsprofil.epl?go=chart&java=1&fondsid=132

Altersvorsorge ist langfristig! Wer kurzfristig an der Börse investiert (10 Jahre sind kurzfristig!), ist selber schuld, wenn er dabei Verluste erleidet. Wer während einer schweren Börsen- und Wirtschaftskrise (das Schlimmste kommt gewiß noch erst) Fondsanteile verkauft, ist auch selber schuld, weil er offenbar vor der Investition kein Finanzpolster angelegt hat, mit dem sich "schlechte Zeiten" überbrücken lassen. Verkauft wird nur während eines Börsenhochs, das so zuverlässig wiederkommt (auch wenn man nicht voraussagen kann, wann genau das sein wird) wie die Sonne nach langer Polarnacht.

von
Schakal

okay, ich bin auch kein Freund des Fondssparen, aber nur deswegen weil Zuviels Seiten daran verdienen, die Umschlagshaeufigleit zu hoch ist und wenn der Manager wechselt meist die Performance leidet.
Ich kaufe nur Aktien, schaut euch Exxon mobil, Nestle, Procter u. Gamble, Johnson u. Johnson, altria usw. an. Gute Unternehmen erzielen seit Jahren Gewinne. Es gibt ne einfache Regel erfolgreich Aktienanlage zu betreiben.
" Hohe Zinsen ( s. 2008 / Tagesgelder zwischen 4-5%) fuehrten schon immer zu Crash's. Warum? Hohe Zinsen und kein Risiko, warum jetzt Aktien halten. Kreditzinsen sind dann meist auch hoch, die Firmen kommen also schwerer ans Geld. Heute, Minizinsen steigende Aktienkurse. Beim Fondssparen koennt ihr nicht selektiv vorgehen. Wenn Kaffee statt 4,00 Euro 2,50 Euro kostet, kauft jeder mehr ein. Bei Aktien habt ihr die Hosen voll. Welche Produkte kauft ihr aber, schon mal nachgeschaut, ob Ihr Nestle, Procter oder Unilever habt. Warum kauft ihr nicht noch deren Aktien seid doch Eure eigenen Kunden. Von wem bekommt Ihr Strom RWE oder E. On. Wo tankt ihr Esso, Total oder Aral? Aktionaer zu sein bedeutet nur am eigenen Konsum zu verdienen. Das sind teils langweilige Aktien, Blue-Chips, wer aber die letzten 10-20 Jahre immer wieder Aktien von diesen Firmen gekauft haette, wenn's geht nicht immer zum Hoechstkurs, dann hastet ihr allein an den Dividenden ein vielfaches verdient statt in Geldwerte wie Lebensversicherung zu investieren, uebrigens auch Versicherung investieren zu einem kleinen Prozentsatz in Aktien. Folgt dem Spruch lieber die Allianz Aktie unter 100 Euro als auch nur ein Jahr die Lebensversicherung. Es ist Eurer Geld werdet endlich Kaufleute und nicht Lemminge.