Alte Menschen und Rentensteuer

von
Unbequem

Meine Fragen waren untergegangen, darum noch einmal:

Das Thema Besteuerung trifft in der Tat vor allen Dingen ältere Menschen, die nur in Angst und Schrecken versetzt werden, da sie meist nicht steuerpflichtig sind.

Gut ist es, wenn sie jemanden haben, der ihnen versucht, zu helfen.
Zum Beispiel das 'Kind'.
Das 'Kind' sucht selbstverständlich im Netz nach dem Thema Rente, um sich schlau zu machen.
Meist ist es aber selbst zu sehr beschäftigt, um sich in das Thema richtig 'reinzuhängen' - das ist wohl auch nicht so gedacht?
Wenn selbst das 'Kind' schon nicht genügend informiert ist ... und im Netz nach Informationen sucht, tja - wie soll der 80-jährige das tun?

Zum Lohnsteuerhilfeverein (Steuerberater etc.) jagen? Mal abgesehen davon, dass dort Mitgliedschaften erforderlich sind?

Ich bin froh, wenn ich Anhaltspunkte bekomme und damit anfangen kann, was ich will!
So habe ich doch erstmal eine Ausgangsinformation.

Sie bemerken, dass rund um das Thema immer mehr Menschen aggressiver und teilweise beleidigend anderen gegenüber werden.
Dass sich diese Menschen in diesem Forum auslassen, ist sicher kein Zufall.

Erfreulich, dass Experten zu Fragen schnell und unkompliziert antworten! (Natürlich auch die anderen!), und dass sie bemerkt haben, wie sehr der Bevölkerung (hier nur der kleine Teil, der der Handthabung des Internets mächtig ist) dieses Thema unter den Nägeln brennt!

Es betrifft mich, wenn ich diese Schlagabtäusche (eher Angriffe) lese und mag mich eigentlich lieber heraushalten.
Wären die aber nicht da, würde ein emotionales Thema wie dieses evtl. nicht wahrgenommen.

Werden Analysen über Frage- oder Brennpunktthemen ausgewertet, die irgendwo Beachtung finden? Das wäre wünschenswert.

von
nun ja

Also - da war nun keine echte Frage dabei ;-)

Steuern gibt es seit dem Alten Rom - sie werden bei dem erhoben, der hat und bei dem, der sich nicht wehrt (und steuerpflichtig ist).

M.E. sollte es möglich sein, beim Finanzamt eine umfassende und richtige Auskunft kostenlos zu erhalten - das es dort zum Teil anders zugeht ist bekannt! (Nur wollen manche dort eben 'die Katze' (was sie alles bislang 'vergessen' haben anzugeben) nicht aus dem Sack lassen! - Für Steuersparmodelle (Wohnung an Enkel vermieten etc. läßt sich eben ein Steuerberater gut entlohnen) - die meisten Rentner werden mit Ihren Renten der rückwirkenden Besteuerung ab 2005 gelassen entgegen sehen können!

Ein Lohnsteuerhilfeverein kostet nicht die Welt, manchmal ist auch der Weg zur Verbraucherberatung ein erster guter Schritt - wenn man eine solche in der Nähe hat!

In Rentensachen wird hier immer einseitig auf die Auskunft- und Beratungsstellen der RV verwiesen - in vielen Fällen ginge es aber schneller, näher und ebenfalls kostenlos, seine Rentenangelegenheit vor Ort auf der Stadt-, Gemeinde- oder Kreisverwaltung erledigen zu lassen! Dass die Bürgermeister, Landräte und Kämmerer dort zu gerne sparen (Personal und Fachwissen) ist ärgerlich, sollte aber vom mündigen Bürger vor Ort eingefordert werden!

Experten-Antwort

Hallo Unbequem,

ja, die Themen hier im Forum werden stichprobenartig quantitativ analysiert und einzelnen Themenfeldern zugeordnet. Das dient der Information der Experten und der Redaktion als "Wünschelrute" für Themen. So ist u.a. das Thema "Rente und Steuern" entstanden (siehe Startseite auf ihre-vorsorge.de). Durch die Analyse wollen wir unseren Service immer wieder ein Stück verbessern.

Viele Grüße
Ihre Redaktion

von
Gabi

Wichtig für alle Rentner: jeder !Rentner ist steuerpflichtig.

Aber: erst wenn das zu versteuernde Einkommen v. zur Zeit noch 7.664 EUR (ab 2009 = 7.834 EUR + ab 2010 = 8004 EUR) überschritten wird, fallen tatsächlich Steuern an.
Es ist also ein Trugschluß u. immer wieder ein "Falschmeldung", wenn gesagt wird, Rentner müßten keine Steuern zahlen bzw. wären nicht steuerpflichtig.

von
V wie Vendetta

Würde "diese" Bürger in diesem unserem Lande ein anderes Wahlverhalten an den Tag legen wäre es eventuell möglich,daß solche Gesetze wie das von Ihnen angesprochene Steuergesetz für Rentner erst gar nicht möglich.Wie gesagt natürlich nur eventuell.

Es ist eh verwunderlich,daß ich Steuern aus meiner Rente zahlen muß die schon aus versteuerten Beiträgen mir gewährt wird.

Aber!Deutscher Michel weiter so!

von
Unbequem

das ist doch sehr gut!
Vielleicht könnten sie bei Fragen im Expertenforum darauf verweisen, ist ja nicht so, dass sie dazu garnichts sagen können.

Auch der Nichtveranlagungsantrag ist eine gute Info, wovon bisher kaum einer weiss.
Ganz schlecht wäre auch nicht, wenn die Mindesteinkommensgrenzen dort genannt werden, da sie doch jährlich fix sind (und evtl. das Thema schneller zu finden ist).
Vielleicht so als eine Art Rechenbeispiel, wie Schiko (dessen Antworten ich in diesem Forum trotzdem nicht missen möchte!!) es immer wieder geduldig erklärt.

Vielen Dank für ihre Antwort.

von
Unbequem

Hier noch einmal die wirklich ernstgemeinten Fragen:

1. ... Meist ist es aber selbst zu sehr beschäftigt, um sich in das Thema richtig 'reinzuhängen' - das ist wohl auch nicht so gedacht?

2. ... Wenn selbst das 'Kind' schon nicht genügend informiert ist ... und im Netz nach Informationen sucht, tja - wie soll der 80-jährige das tun?

3. ... Zum Lohnsteuerhilfeverein (Steuerberater etc.) jagen?
3a. ... Mal abgesehen davon, dass dort Mitgliedschaften erforderlich sind?

4. ... Werden Analysen über Frage- oder Brennpunktthemen ausgewertet, die irgendwo Beachtung finden? ...

Wie ich es ansprach, ist der Grossteil der kleinen Rentenempfänger damit überfordert.
Das bezieht sich nicht nur auf die richtig 'Alten', sondern auch auf die Menschen, die mit Behörden bislang nicht viel zu tun hatten.

Es mag sie erstaunen, dass ich einer Dame (schätze 60 Jahre alt, Hausfrau, ihr Mann Rentner, Mietswohnung, kleine Rente) raten musste, einfach beim Finanzamt mal anzurufen und ihr auch von der Existenz eines Lohnsteuerhilfeverein berichtete.

Es geht mir nicht um diejenigen, die immer wussten, wie sie etwas 'verbergen' können.
Es geht darum, dass der Grossteil der eh' nicht steuerpflichtigen in wirkliche Angst versetzt wird.
Und für die meisten ist der Beitrag für den LST-Hilfeverein erstens rausgeschmissenes Geld und sehrwohl 'grosses Geld'.

von
Jürgen

@V wie Vendetta,
das Interessanteste ist ja, dass dies das Ergebnis einer Klage eines Beamten (auf Gleichbehandlung oder so) ist. Der muss ja berechtigterweise seine Pension versteuern, denn er hat ja nie in die Rentenkasse eingezahlt. Wo bleibt nun die Gegenklage der Sozialverbände. Da hilft wirklich nur das entscheidende Kreuz vor dem Einwurf des Zettels in die Urne. Vielleicht war die Aktion auch nur von der Regierung gesteuert, um die Rentner erneut zu schröpfen.
Bei diesen Dingen sind diese Damen und Herren ja so was von erfinderisch....
Gruß Jürgen

von
Schwarzwälder

Hauptsache polemisch, aber keine Ahnung haben. tztztz.
Die Besteuerung der Renten erfolgt ab 2005 schrittweise. Dabei wird nur der Teil besteuert, der bisher nicht besteuert wurde,nämlich die Arbeitgeberbeiträge.
Im Gegenzug werden die Rentenbeiträge ab 2005 schrittweise steuerfrei gestellt. Dabei liegt die 100 %ige Steuerfreiheit der Beiträge außerdem deutlich vor der 100 %igen Besteuerung der Rente.
Erst informieren, dann schreiben.

von
V wie Vendetta

Es lebe Frau Merkel und der Peer.

Ob es so oder so ist ist doch schei....egal!das es so ist ist die Sauerei!

von
Jürgen

Ja, hm. Setzt aber voraus, dass der zukünftige Rentner ein Einkommen hat, auf das er Steuern zahlt. Gelle. Ansonsten kann er sich die Kohle von niemanden zurückholen und wird dann im Alter dafür bestraft. Wie war das mit dem vorher informieren. Die Realität ist wohl doch anders als die regierungsamtlichen Verlautbarungen.