Altersrente f. Schwerbehinderte

von
Gerharf F.

Ich bin im Oktober 1950 geboren und hatte bereits im November des Jahres 2000 die Schwerbehinderteneigenschaft inne, also einen GdB von 50, so dass ich Vertrauensschutz genieße. Seit dem Jahr 2008 beziehe ich eine EM-Rente mit einem Abschlag in Höhe von 10,8 %, netto beträgt die Rente ca. 900,-. Ich habe nun einen Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen gestellt und mittlerweile auch schon den Rentenbescheid erhalten, die Altersrente beginnt zum 01.11.2010. Da ich, wie bereits erwähnt, Vertrauensschutz genieße, kommt die Altersrente für schwerbehinderte Menschen ohne Abschläge zur Auszahlung. Dies wird auch aus dem Rentenbescheid deutlich. Was ich allerdings nicht verstehe, warum die Altersrente netto nur ca. 5,- höher ist als die EM-Rente, obwohl doch der Abschlag von 10.8 % der EM-Rente weggefallen ist. Kann mir dies bitte jemand erläutern, wie eine nur so geringe höhere Rente zustande kommt.

von
RFn

Ohne Einsicht in die beiden Rentenbescheide ist das schwierig.
Vergleichen Sie doch mal die Angaben auf den Anlagen 6 der Rentenbescheide.

von
Heinerich

Die Rentenhöhe der Altersrente kann durchaus nur minimal verändert sein, da die Altersrente zwar ohne Abschlag gewährt wird, diese jedoch nach dem derzeit gültigen Recht berechnet wird.
Das kann in einigen Fällen dazu führen, dass die Minderung des Abschlages durch rechtliche Änderrungen zu ungunsten des Versicherten sogar komplett geschluckt wird.

MfG

Experten-Antwort

In Ihrer Angelegenheit sollten Sie sich umgehend bei Ihrem Rentenversicherungsträger mal einen Beratungstermin geben lassen und den Sachverhalt aufklären lassen. Nehmen Sie dazu beide Rentenbescheide mit.

von
Realist

Das ist inzwischen nichts ungewöhliches mehr.
Das kommt durch die verschlechterten Bedingungen für die Altersrente, die zu Zeiten der Berechnung der Berufsunfähigkeits-Rente noch nicht galten.
Ein Bekannter von mir hat das gleiche Problem, bei dem ist die Altersrente sogar niedriger als seine Berufsunfähigkeitsrente die er zuvor erhielt.
Weil die Bedingungen immer schlechter werden, ist es möglich daß zukünftig sogar noch ein wesentlich größerer Unterschied zu den Berufsunfähigkeitsrenten bei den Neuzugängen der Altersrenten entsteht.

Realist

von
Mitleser

Ich könnte mir vorstellen, das es hauptsächlich daran liegt, das hier bereits eine Vorrente (Erwerbsminderung) gelaufen ist, in der ein Abschlag von 10,8 % enthalten war. Oder wird in diesen Fällen tatsächlich die Rente ohne Abschläge völlig neu berechnet, so als wenn nie eine Vorrente bezogen worden wäre?