Altersrente für besonders langjährig Versicherte

von
Günter

Sehr geehrtes Expertenteam,
an die Altersrente für besonders langjährig
Versichere § 38 SGB VI knüpft der Gesetzgeber strenge Hinzuverdienstgrenzen an vgl. § 34 SGB VI.
Meine Fragen: Welche Einkommensarten werden herangezogen ?
Wie werden steuerliche Freibeträge berücksichtigt ? Einkommen darf 2 x pro Jahr überschritten werden jedoch nicht im ersten Monat ?
Wie findet bei Überschreitungen der Hinzuverdienstgrenzen eine Verrechnung statt. Bitte an einem Rechenbeispiel darstellen. Im voraus besten Dank ! Gruss Günter

von
W*lfgang

Hallo Günter,

folgen Sie dieser Spur der ausführlichen Rechtsanweisungen zu diesem Thema, die für alle vorgezogenen Altersrenten (vor der Regelaltersgrenze) gelten:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_34R0&id=%A7%2034%20Voraussetzungen%20f%FCr%20einen%20Rentenanspruch%20und%20Hinzuverdienstgrenze%20%205%20196

Auch für den ersten Monat werden Sie da (wenige) Ausnahmen finden.

Gruß
w.
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von Experte/in Experten-Antwort

Als Einkommensarten werden Arbeitsentgelt sowie Arbeitseinkommen auf die Altersrente angerechnet. Es wird das Bruttoeinkommen berücksichtigt, steuerliche Freibeträge finden keine Berücksichtigung. Wenn die Hinzuverdienstgrenze von 450,- Euro überschritten ist, gelten für jeden Versicherten individuelle Hinzuverdienstgrenzen, die sich aus dem Teilrentenfaktor multipliziert mit der monatlichen Bezugsgröße und den Entgeltpunkten der letzten 3 Kalenderjahre vor Rentenbeginn ergeben. Eine Verrechnung findet nicht statt, es wird je nach Hinzuverdienst eine 2/3, 1/2 oder 1/3 Rente gezahlt. Sollte die Rente aufgrund des Hinzuverdienstes überschritten sein, wird also der jeweils überzahlte Rentenbetrag über Anhörung und Rückforderungsbescheid zurückgefordert.