Altersrente für besonders langjährig Versicherte II

von
Volker

Hallo Zusammen;
Kann mir jemand erklären wo hier die Logig ist?
Seit 2012 gibt es die Altersrente für besonders langjährige Versicherte; Heisst: Wenn man alle Voraussetzungen dafür erfült, 45 Beitragsjahre u.s.w (werden von mir bis dahin erfüllt;Baujahr 1962),kann man mit 65 Jahre abschlagsfrei in Rente gehen.
Das ist erstmal eine Belohnung für langes Arbeiten >>> sehr sozial !!!
Nun jedoch mein Unverständniss :
Ich möchte mit 63 in Rente gehen; warum werden mir 13,2% Abschläge angerechnet(66 Jahre 8 Monate) und nicht 7,2% bis 65 Jahre.
Mein langes Arbeiten war dann doch umsonst ?

von
Max

Hallo,

die Antwort ist einfach und doch unbefriedigend: weil der liebe Gesetzgeber es so will.

§ 38 SGB VI - Versicherte haben Anspruch auf die AR f. besonders langjährig Versicherte, wenn sie
1. das 65. Lj. vollendet und
2. die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt haben.

von
...

Ihre Regelaltersgrenze liegt nun mal bei 66 J 8 Mo. und davon sind die Abschläge zu berechnen. So sieht es das Gesetz vor.
Die Rente für langjährig Versicherte hat ja auch mit der Rente fü besonders langjährig Versicherte nichts zu tun.

Ihr langes arbeiten war nicht für umsonst, Sie haben sich ja damit Ihre Rente erworben.

von
Volker

Hallo.....!
Für langjährige Versicherte (35 Jahre) mag das zutreffen, dass von der Regelaltersgrenze abgezogen wird. Bei 45 Jahren wird vom Gesetzgeber jedoch indirekt, nein direkt, die Regelaltersgrenze auf 65 zurückgesetzt.
Hier wird wohl in naher Zukunft vor dem Kadi gestritten.

von
008

Für Personen die eine AR f. besonders langj. Versicherte beziehen wird die Regelaltersgrenze sehr wohl angehoben.

So müssen bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden.

Sie dürfen nicht alles in einen Topf werfen.

von
Volker

Regelaltersgrenzen werden natürlich angehoben; In Abhängkeit vom Geburtsjahr.
Hinzuverdienstgrenzen stehen auch in Abhängigkeit bis zur RAG.
Das ist Alles klar.
Wo liegt jedoch der Vorteil eines blV wenn er zwei Jahre früher in Rente gehen möchte???
Mit 65 Jahren habe ich Diesen, mit 63 nicht.

von
KSC

Den von Ihnen gewünschten Vorteil sieht das Gesetz nun mal nicht vor.

Versuchen Sie es über die Politiker, die Sie gewählt haben oder künftig wählen werden.
Die haben die Möglichkeit die Gesetze zu ändern.

Mehr werden Sie im Forum dazu nicht hören - die DRV kann hier nur das Gesetz anwenden - dass Sie (und andere) dies nicht für gerecht halten, ist Ihr gutes Recht, ändert aber wohl nicht die Gesetze.

von Experte Experten-Antwort

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte und die Altersrente für langjährig Versicherte sind getrennt voneinander zu betrachten.
Trotz der stufenweisen Anhebung der Regelaltersgrenze sollte es weiterhin möglich sein, mit 65 abschlagsfrei in Rente zu gehen, allerdings nur, wenn mindestens 45 Versicherungsjahre vorliegen.
Die Altersrente für langjährig Versicherte kann im Gegensatz zur Altersrente für besonders langjährig Versicherte vorzeitig - mit Abschlag - in Anspruch genommen werden. Für die Berechnung des Abschlags gilt hier nicht die Grenze von 65, sondern bereits die angehobene Regelaltersgrenze. Dies wurde vom Gesetzgeber so festgelegt.