Altersrente für Frauen und Hartz IV-Bezug

von
Claudia

Liebes Expertenteam,

bis zum 31.12.2010 wurden für den Hartz- IV Bezug Pflichtbeiträge zur gesetzl. Rentenversicherung eingezahlt. Durch die Rechtsänderung zum 01.01.2011 ist der Hartz-IV Bezug nur noch als Anrechnungszeit zu bewerten. Kann es sein, dass durch die Rechtsänderung kein Anspruch auf eine Altersrente für Frauen (Voraussetzung: 10 Jahre Pflichtbeiträge nach Vollendung des 40. Lebensjahres) mehr besteht, wenn vor dem 01.01.2011 nicht ausreichen Pflichtbeitragszeiten zurückgelegt worden sind?
Herzlichen Dank im Voraus für die Beantwortung!

von
Knut Rassmussen

Das kann so eintreten.

von Experte/in Experten-Antwort

Da der Bezug von Arbeitslosengeld II ab dem 01.01.2011 keine Beitragszeit nach § 3 SGB VI mehr ist, stimme ich dem Beitrag von "Knut Rassmussen" zu.

von
-_-

:P

Zitiert von: Claudia

... bis zum 31.12.2010 wurden für den Hartz- IV Bezug Pflichtbeiträge zur gesetzl. Rentenversicherung eingezahlt. Durch die Rechtsänderung zum 01.01.2011 ist der Hartz-IV Bezug nur noch als Anrechnungszeit zu bewerten. Kann es sein, dass durch die Rechtsänderung kein Anspruch auf eine Altersrente für Frauen (Voraussetzung: 10 Jahre Pflichtbeiträge nach Vollendung des 40. Lebensjahres) mehr besteht, wenn vor dem 01.01.2011 nicht ausreichen Pflichtbeitragszeiten zurückgelegt worden sind?

Zu Recht und systemkonform, wie ich meine, werden keine Rentenbeiträge mehr von einem Sozialhilfesystem in ein Sozialversicherungssystem "geschaufelt" und damit künstlich Anwartschaften aufgebaut oder Anreize für die Jobcenter abgeschafft, mit Rentenanträgen solange zu warten, bis die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen zu Lasten der Beitragszahler erfüllt sind, obwohl der Antragsteller die Voraussetzungen für eine Rente sonst niemals oder nicht zu diesem Zeitpunkt erfüllt hätte. Auch wenn der beitragsbezogene Rentenananspruch für diese Beitragszeiten minimal war, wurden so frühere Beitragsleistungen und (ohne Beitrag als Gegenleistung) insbesondere lange Zurechnungszeiten zu Lasten der Beitragszahler vorzeitig verfügbar gemacht. Damit zahlte der Beitragszahler versicherungsfremde Leistungen für Hilfebedürftige, deren Alimentation in den Bereich des Steuerzahlers zu fallen hatte.