Altersrente für langjährig Versicherte

von
cliffy

Ich bin Hausfrau und seit einigen Jahren nicht mehr berufstätig. Für die Altersrente für langjährig Versicherte bei der gesetzlichen Rentenversicherung fehlen mir 22 Beitragsmonate. Wie kann ich diese Lücke schließen? Kann ich eine freiwillige Ver-
sicherung bei der DRV abschlie-
ßen und füllt dies meine fehlende Beitragszeit? Oder welche Möglichkeiten stehen
mir zur Verfügung. Danke für
die Antwort. Gruß

von
Schiko.

Ich meine, die mitteilung, daß 22 monate für nach
ihrer ansicht notwendigen 35 versicherungsjahre
fehlen reicht für eine beurteilung nicht aus.

Ist immer gut, dass geburtsjahr und auch monat zu
nennen.
Das einfachste wäre natürlich die geburt eines kindes,
dies würde 36 monate anrechnungszeit bringen.

Ein eurojob im rahmen des 400 eurogesetzes mit min-
destens monatlich 155 euro netto für brutto.
Hier müssten sie auf die versicherungsfreiheit ver-
zichten und 4,90 % eigenleistung aufbringen, je
monat 7,60 x 22 = 167,20 beitragsaufwand.

Freiwillige zahlung des monatlichen mindestbei-
trages von 79.60, für 22 monate 1.751,20 beitrags-
aufwand.

Hoffe sie haben soviel humor die erste möglichkeit
gelassen hinzunehmen.
Bringe solche anmerkungen immer wieder, weil oft
viele bürger nicht wissen , für geburten ab 1992 werden,
statt vorher 1 EP. , 3 EP.( Entgeltpunkte) verrechnet.

Heuschrecken werden dies nie begreifen.

Mit freundlichen Grüßen.

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn Sie vor dem 01.01.1952 geboren sind und mindestens 15 Jahre Beiträge haben, von denen 121 Monate Pflichtbeiträge nach dem 40. Geb.-Tag liegen müssen, dann können Sie mit 60 und 18% Kürzung in Rente gehen.

von
cliffy

Hallo Experte, danke für Ihren
Beitrag. Leider, in diesem Falle,
bin ich erst am 28.9.1952 ge-
boren.
Gruß Cliffy

von
cliffy

Hallo Schiko, ich danke Ihnen
für die ausführliche und informative Antwort. Sehr
nett.Ich bin im September 1952
geboren und dachte daher
nicht an Nachwuchs.
Bringt mir denn die Zahlung
der freiwilligen Beiträge auch
etwas nennenswertes in der
späteren Rentenhöhe. Könnte
ich auch den Gesamtbetrag in
diesem Jahr zahlen und steuer-
lich absetzen? Das wäre für
mich zusätzlich interessant.
Danke für Ihre Antwort.
Gruß Cliffy

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo cliffy,

in diesem Fall kann ich Sie nur auf die Antwort von Schiko verweisen.

Freiwillige Mindestbeiträge in Höhe von 79,60 EUR monatlich bringen bei einer Zahlung über zwölf Monate im Übrigen eine monatliche Rentensteigerung von derzeit ca. 4,25 EUR.

Zur steuerlichen Absetzbarkeit freiwilliger Beiträge zur Rentenversicherung kann ich im Rahmen dieses Forums leider keine Auskünfte geben.

von
cliffy

Hallo Experte, danke für die
zweite Antwort. Wenn ich
meine fehlenden 22 Monate
freiwillig versichert war und die Beiträge gezahlht habe, kann
ich dann wieder daraus aussteigen? Meine Vorstellung ist es, die Beiträge für z. B.
24 Monate im Dezember 2007, also für 2007 und 2008, zu
zahlen und dann per 12/2008
wieder daraus auszutreten.
Geht das so? Danke für die
Antwort. Grüsse Cliffy

von Experte/in Experten-Antwort

Ja, das ist kein Problem. Anders als z.B. bei der "Versicherungspflicht auf Antrag" können Sie "normale" freiwillige Beiträge innerhalb der dafür zulässigen Fristen und Höhen zahlen, wie Sie möchten. Sie müssen also noch nicht einmal eine Kündigung aussprechen, wenn Sie die freiwillige Beitragszahlung nicht mehr fortsetzen wollen. Eine kurze Information wäre für die Sachbearbeitung aber trotzdem sicher arbeitserleichternd... ;-)

von
cliffy

Hallo Experte, danke für die Antwort von heute mittag.
Gemäß meiner letzten Rentenauskunft von Oktober 2006 kann ich bei Erfüllung der Voraussetzungen die vorzeitige Altersrente für lang-
jährig Versicherte mit Abschlag zum 1.10.2014, also mit 62 Jahren in Anspruch nehmen.
Wird sich dieser Rentenbeginn
durch die Rente mit 67 ver-
schieben um 6 Monate oder wird nur der Rentenabschlag
entsprechend um 1,8 %, also
insgesamt um 12,6 % niedriger
ausfallen?
Danke für Ihre Antwort.
Grüsse von Cliffy

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Cliffy,

nach dem Rechtsstand der "Rente mit 67" können Sie die Altersrente für langjährig Versicherte ohne Abschläge erst ab dem 65. Lebensjahr + 6 Monate in Anspruch nehmen. Mit Abschlägen in Höhe von 9% wäre eine frühestmögliche Inanspruchnahme ab dem 63. Lebensjahr möglich.

Soweit besondere Vertrauensschutzgründe vorliegen (Abschluss einer Altersteilzeitvereinbarung vor dem 01.01.2007 mit Hinblick auf einen Renteneintritt zum 62. Lebensjahr) wäre die ungeminderte Rente bereits ab dem 65. Lebensjahr und die geminderte Rente (10,8%) mit dem 62. Lebensjahr möglich. Da nach ihren Schilderungen besondere Vertrauensschutzgründe jedoch nicht vorzuliegen scheinen, kommen für Sie wohl nur die im ersten Absatz geschilderten Möglichkeiten in Frage.