Altersrente für schwer behinderte Menschen

von
Renate

Hallo,
ich bin Jahrgang 1947, beziehe seit 2 Jahren eine volle EM-Rente mit einem 10,8% Abschlag.
Im April dieses Jahres stellte ich einen Rentenantrag "Auf Altersrente für schwer behinderte Menschen". Da ich nach § 2 Abs. 2 SGB IX als anerkannt schwer behinderter Mensch gelte und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt habe, genieße ich den Vertrauensschutz, da ich im Sep. 1947 geboren und mit Stichtag 16.11.2000 einen GdB von 60 hatte (heute 80 mit Merkzeichen G).
Der Vertrauensschutz bewirkt doch wohl, dass eine Anhebung der Altersgrenze NICHT erfolgt - die Rente also mit 60 Jahren abschlagsfrei und ungekürzt in Anspruch genommen werden kann.

Dieser Tage erhielt ich vom Rentenversicherungsträger nun den neuen Rentenbescheid "Altersrente für schwer behinderte Menschen", der ab den 01.10.2007 gilt und wieder einen 10.8% Abschlag enthält.
Meine Frage an die EXPERTEN, ist das in Ordnung, oder soll ich einen Widerspruch gegen den Bescheid einlegen.
Für eine Auskunft, meinen besten Dank!

von
Tom

Lag der Ausweis bei der Antragstellung vor. Wenn ja, ist auf der Rückseite ein GdB von mind. 50 vor dem Stichtag vermerkt?

Legen Sie Widerspruch ein und weisen sie den GdB von mind. 50 am Stichtag nach.

von
Renate

Hallo,
wie ich schon schrieb, lag der Bescheid des Versorgungsamtes von 1999 mit einem GdB 60, dem RV vor.
Jedenfalls war eine Kopie des Bescheides dem Rentenantrag beigefügt.

von
Tom

Dann Widerspruch ggf. nochmal den Bescheid des Versorgungsamtes beifügen

von
r

Hallo,
ja, das ist so geschehen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Renate,
legen Sie umgehend Widerspruch gegen die festgestellte Rentenhöhe ein, Sie haben aufgrund der angegebenen Fakten Anspruch auf eine abschlagsfreie Altersrente für schwerbehinderte Menschen ab Vollendung des 60. Lebensjahres!
P.S.:Üben Sie Nachsicht , nur wer nichts arbeitet, macht keine Fehler!

von
Tom

Ist denn eigentlich nichts arbeiten nicht schon ein Fehler an sich ;-)