Altersrente nach voller Erwerbsminderungsrente

von
Polarschnee

Ich bin Jahrgang 1950 und beziehe eine volle EM Rente. Ich bin zu 50% SB. Z. Zt. klage ich gegen eine Rückstufung.
Frage: Sind die 50% weiterhin bis zum Urteil gültig?
Könnte ich in vorgezogene AR gehen?
Würden mir dann noch einmal 10,8% abgezogen von der derzeitigen EM Rente?

von
KSC

Wenn eine EM Rente in eine Altersrente übergeht, bleiben in aller Regel die Zahlbeträge gleich, letztlich unabhängig wann die Altersrente beginnt.
Ob Sie die übrigen Voraussetzungen für die Altersrente (Frauen oder Schwerbehinderte) erfüllen, ist so gesehen eigentlich egal, weil sich die Rente eh nicht ändert.

Wie es genau individuell bei Ihnen aussieht, erfahren Sie wenn Sie einen Brief an Ihre DRV schicken oder sich in der nächsten Beratungsstelle persönlich erkunden.

Eventuell ist die Klage um die Schwerbehinderung gar nicht wichtig für Ihre Rentenhöhe- aber auch das kann online nicht wirklich beurteilt werden, weil weitere Einzelheiten unbekannt sind.

von
Ani

Hallo,

normalerweise schreibt Sie Ihr RV-Träger an, wenn Sie Anspruch auf eine höhere Altersrente haben. Die Altersrente kann höher als Ihre bisherige Rente sein, wenn Sie beispielsweise weitere Beitragszeiten erworben haben.

Die Schwerbehinderung von 50% wird bis zur endgültigen Entscheidung im Klageverfahren bei einem Altersrentenanspruch anerkannt. Das steht auch in den Arbeitsanweisungen (RAA) der Rentenversicherungsträger.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_236AR2.3.1

Experten-Antwort

Altersrente für Schwerbehinderte Menschen können Sie beantragen, wenn Sie die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben sowie bei Beginn der Rente als schwerbehindert anerkannt sind. Die Schwerbehinderteneigenschaft liegt so lange vor, bis ein Bescheid über die "Rückstufung" bindend wird.
Das Lebensalter 60 Jahre haben Sie bereits erfüllt.
Daher können Sie von der Rentenversicherung prüfen lassen, ob bereits ein Anspruch auf Altersrente besteht. Sie können sich entweder schriftlich an die Deutsche Rentenversicherung wenden oder einen Termin zu einem persönlichen Beratungsgespräch vereinbaren.
An den Abschlägen wird sich bei der Altersrente in der Regel keine Änderung ergeben. Aber auch dies kann in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden.