Altersrente und Ausland

von
jürgen

Ich erhalte eine Altersrente wegen Schwerbeh.( 60 J) und möchte für unabsehbare Zeit bei Freunden in den USA leben.

Wie verhält es sich dann mit der Rentenauszahlung?

Ist es abhängig davon, ob ich hier weiter gemeldet bin oder eben nicht mehr?

Ich würde das entsprechende Konto erst einmal hier in Deutschland behalten.

von
Unikum

Zitiert von: jürgen

Ich erhalte eine Altersrente wegen Schwerbeh.( 60 J) und möchte für unabsehbare Zeit bei Freunden in den USA leben.

Wie verhält es sich dann mit der Rentenauszahlung?

Ist es abhängig davon, ob ich hier weiter gemeldet bin oder eben nicht mehr?

Ich würde das entsprechende Konto erst einmal hier in Deutschland behalten.

Haben Sie sich schon einmal über ein entsprechendes Visum kundig gemacht.So einfach bei Freunden leben,klappt in den USA nicht.
Im übrigen wird die Rente auch in die USA überwiesen,vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine EM-Rente auf Grund des verschlossenen Arbeitsmarktes.
Andere Frage wäre die nach der Krankenversicherung.Mit der Deutschen GKV kommt man in den USA nicht weit.
Wenn Sie weiterhin in Deutschland gemeldet bleiben,wird die Rente abzüglich der KV Beiträge auf das Deutsche Konto überwiesen.Melden sie sich ab,geht die Rente Brutto auf Ihr US Konto.

von
von Kortzfleisch

Zitiert von: jürgen

Ich erhalte eine Altersrente wegen Schwerbeh.( 60 J) und möchte für unabsehbare Zeit bei Freunden in den USA leben.

Wie verhält es sich dann mit der Rentenauszahlung?

Ist es abhängig davon, ob ich hier weiter gemeldet bin oder eben nicht mehr?

Ich würde das entsprechende Konto erst einmal hier in Deutschland behalten.

Die Rente wird die DRV gerne auf Ihr neues Bank-Konto in den Staaten überweisen.

Da Sie ja sicherlich privat versichert sind, können Sie Ihre Versicherung einfach mitnehmen.

Ihr Visum bekommen Sie bei der USA-Boschaft oder bei einem amerikanischen Konsulat.

Viel Spaß bei Ihren USA-Freunden und bleiben Sie lange drüben.

von
von Kortzfleisch

Zitiert von: jürgen

Ich erhalte eine Altersrente wegen Schwerbeh.( 60 J) und möchte für unabsehbare Zeit bei Freunden in den USA leben.

Wie verhält es sich dann mit der Rentenauszahlung?

Ist es abhängig davon, ob ich hier weiter gemeldet bin oder eben nicht mehr?

Ich würde das entsprechende Konto erst einmal hier in Deutschland behalten.

Die Rente wird die DRV gerne auf Ihr neues Bank-Konto in den Staaten überweisen.

Da Sie ja sicherlich privat versichert sind, können Sie Ihre Versicherung einfach mitnehmen.

Ihr Visum bekommen Sie bei der USA-Boschaft oder bei einem amerikanischen Konsulat.

Viel Spaß bei Ihren USA-Freunden und bleiben Sie lange drüben.

von
jürgen

Zitiert von: Unikum

Zitiert von: jürgen

Ich erhalte eine Altersrente wegen Schwerbeh.( 60 J) und möchte für unabsehbare Zeit bei Freunden in den USA leben.

Wie verhält es sich dann mit der Rentenauszahlung?

Ist es abhängig davon, ob ich hier weiter gemeldet bin oder eben nicht mehr?

Ich würde das entsprechende Konto erst einmal hier in Deutschland behalten.

Haben Sie sich schon einmal über ein entsprechendes Visum kundig gemacht.So einfach bei Freunden leben,klappt in den USA nicht.
Im übrigen wird die Rente auch in die USA überwiesen,vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine EM-Rente auf Grund des verschlossenen Arbeitsmarktes.
Andere Frage wäre die nach der Krankenversicherung.Mit der Deutschen GKV kommt man in den USA nicht weit.
Wenn Sie weiterhin in Deutschland gemeldet bleiben,wird die Rente abzüglich der KV Beiträge auf das Deutsche Konto überwiesen.Melden sie sich ab,geht die Rente Brutto auf Ihr US Konto.

D.h., es werden dann keine Soz.vers.beiträge mehr abgezogen? - und ich muss/kann mich z.B. erstmal über eine AuslandsKV krankenversichern.
Bekomme noch eine kleine Betriebsrente-läuft das da genauso?

von
Sachbearbeiterin DRV Bereich Reha

Das erfragen Sie bitte bei der Zahlstelle Ihrer Betriebsrente.

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Hab ich jetzt eine Partnerin?!

von
Sachbearbeiterin DRV Bereich Reha

:-)....nein, war nur ein kleiner Scherz !

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo jürgen,

für die Beantwortung Ihrer Frage ist es zunächst einmal erforderlich festzustellen, ob es sich bei Ihrem Aufenthalt in den USA um einen vorrübergehenden oder aber um einen gewöhnlichen Aufenthalt (§ 30 Abs. 3 S. 2 SGB I) handelt. Soweit dieser nur vorrübergehend sein sollte, würde Ihre Rente wie bisher ohne irgendwelche Einschränkungen gezahlt werden.

Für die Beurteilung, ob ein Auslandsaufenthalt nur vorübergehend ist, gibt es keine festen zeitlichen Grenzen, vielmehr sind die Gesamtumstände abzuwägen. In soweit ist die Frage, ob Sie weiterhin in Deutschland gemeldet sind oder nicht, nur ein Indiz für oder gegen einen gewöhnlichen Aufenthalt. Ihre Aussage, dass Sie sich für „unabsehbare Zeit“ in den USA aufhalten wollen, spricht dafür, von einem gewöhnlichen Auslandsaufenthalt auszugehen.

Rechtsfolge eines gewöhnlichen Auslandsaufenthalts wäre zunächst einmal die Anwendung der rentenrechtlichen Auslandszahlvorschriften (§§ 110 ff. SGB VI), soweit nicht das über- oder zwischenstaatliche Recht etwas anderes bestimmt.

Das Sozialversicherungsabkommen (SV-Abkommen) mit den USA ist ein solches zwischenstaatliches Recht, welches den deutschen Auslandszahlvorschriften vorgeht.

Vorausgesetzt Sie haben die deutsche Staatsangehörigkeit oder aber die Staatsangehörigkeit eines anderen EU/EWR-Mitgliedstaates oder sind Staatsangehöriger der Schweiz enthält das SV-Abkommen mit den USA eine Gebietsgleichstellungsklausel, was bedeutet, bei einem gewöhnlichen Aufenthalt in den USA sind Sie grds. so zu stellen, als würden Sie sich weiter in Deutschland aufhalten (Ausnahmen bestehen nur für Rentenanteile welche auf Reichsgebietszeiten oder auf Zeiten nach dem Fremdrentenrecht beruhen). Das würde bedeuten, dass Ihre Rente ohne Einschränkungen in derselben Höhe weiter gezahlt wird.

Eine weitere Ausnahme besteht für Renten, bei denen das Vorliegen von verminderter Erwerbsfähigkeit zu den Anspruchsvoraussetzungen gehört und für die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt ausschlaggebend ist (sogen. Arbeitsmarktrenten). Ich unterstelle allerdings mal, dass Sie Ihre Altersrente aufgrund einer Schwerbehinderung von mind. 50 % erhalten, so dass diese Einschränkung auf Sie keine Anwendung findet.

Die Auszahlung Ihrer Rente weiterhin auf ein deutsches Konto dürfte keine Probleme bereiten, zumindest soweit Sie auch Kontoinhaber sind.

Das SV-Abkommen mit den USA gilt nicht für den Bereich der Krankenversicherung. Insoweit dürfte es darauf hinauslaufen, dass Sie nicht weiter in der deutschen Pflichtkrankenversicherung versichert sein können. Welche Optionen hier für Sie bestehen, klären Sie bitte mit Ihrer Krankenkasse ab.

Das Nichtbestehen von Versicherungspflicht zur deutschen Krankenversicherung hätte dann zur Folge, dass Ihre Rente als Brutto-Rente ausbezahlt wird, d.h., der Rentenversicherungsträger würde von Ihrer Rente keine Beiträge mehr zur Kranken- und Pflegeversicherung abziehen.

Hinsichtlich der Regeln, welche für Ihre Betriebsrente gelten, wenden Sie sich bitte an die Stelle, die Ihre Betriebsrente zahlt. Zu dieser Frage können wir Ihnen hier leider keine Auskunft erteilen.

Abschließend bitte ich Sie, Ihrem rentenzahlenden Träger einen Umzug möglichst frühzeitig bekannt zu geben, damit eine erforderliche Umstellung problemlos erfolgen kann.

von
jürgen

Allen - und besonders dem Experten - vielen Dank für hilfreiche Antworten!

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Revision

Zitiert von: Sachbearbeiterin DRV Bereich Reha

:-)....nein, war nur ein kleiner Scherz !

Scherze während der Arbeitszeit sind verboten !
;-)

von
Frau Keilbach

Zitiert von: Sachbearbeiter DRV Bereich Revision

Zitiert von: Sachbearbeiterin DRV Bereich Reha

:-)....nein, war nur ein kleiner Scherz !

Scherze während der Arbeitszeit sind verboten !
;-)

iwoo nicht verboten. Die Zeit für Scherze wird aber vom Arbeitsentgelt in Abzug gebracht. Natürlich. Sowas kann der Arbeitgeber doch nicht auch noch bezahlen.

von
Rente1

Wie ist dann mit Krankenversicherung, wenn der Fragesteller aus USA zurückkommt. Kann der sich wieder normal bei seiner alter KK versichern nach ca.6 Monaten wieder?