< content="">

Altersrente und Selbständigkeit

von
katy2001

Hallo,
ich hätte eine Frage zum Hinzuverdienst bei einer Altersrente und Selbständigkeit.
Mein Vater würde jetzt die Rente für Schwerbehinderte abschlagfrei in Anspruch nehmen können. Da die Rente so niedrig ist, möchte er gerne weiterhin als Selbstständiger tätig sein und den ein oder anderen Auftrag annehmen. Im Rahmen der Wirtschaftskrise geht es derzeit jedoch bei den Einkünften bergauf und bergab, so dass man heute nicht sagen, was man man im nächsten Monat verdient. Wie würde sich dies bei der Ermittlung des Hinzuverdienstes konkret ausgestalten? Was ist auch konkret als Hinzuverdienst zu sehen? Der Gewinn oder das zu versteuernde Einkommen? Muss man dies dann monatlich ermitteln und dem Rentenversicherungsträger übermitteln, oder wie läuft das konkret?
Vielen herzlichen Dank!
Viele Grüße
Karin

von
Rosanna

Hallo Karin,

im Unterschied zur Erwerbsminderungsrente ENTFÄLLT der Altersrentenanspruch ganz, wenn die HÖCHSTE Hinzuverdienstgrenze überschritten wird.

Bei Selbständigen gilt das zu versteuernde Einkommen als Hinzuverdienst. Wird das MONATLICHE Einkommen nicht nachgewiesen, wird das JÄHRLICHE Einkommen durch 12 Monate geteilt (ergibt mtl. Einkommen). Je nach der Höhe dieses Einkommens kann auch eine Alters-TEIL-Rente gezahlt werden.

Die Aufnahme der selbständigen Tätigkeit sollte auf jeden Fall der DRV gemeldet werden! Von dort erhalten Sie auf Anfrage auch weitere Tipps.

Die Hinzuverdienstgrenzen sind aus der Anlage 19 zum Rentenbescheid ersichtlich. Je nach Auftragslage kann sich Ihr Vater evtl. schon im voraus in etwa ausrechnen, was er dazuverdienen &#34;darf&#34;, damit die AR nicht ganz entfällt.

MfG Rosanna

Experten-Antwort

Arbeitseinkommen i. S. d. § 34 Abs. 2 SGB 6 ist der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Steuerrechts ermittelte Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit. Er ist in der Höhe zu berücksichtigen, in der er einkommensteuerrechtlich als Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit behandelt wird. Nachweis ist der Steuerbescheid.
Für die Ermittlung des monatlichen Hinzuverdienstes ist grundsätzlich das Einkommen in Höhe von einem Zwölftel des Jahreseinkommens gemäß dem entsprechenden Steuerbescheid zu berücksichtigen, soweit kein Nachweis des monatlichen Arbeitseinkommens erfolgt.
Wir empfehlen Ihnen, einen unserer Versichertenältesten / Versichertenberater oder eine unserer Auskunfts- und Beratungsstellen aufzusuchen, um ggf. eine individuelle persönliche Beratung zu ermöglichen.
Um eine Beratungsstelle in Wohnortnähe zu finden, können Sie im Internet auf der Seite &#34;www.ihre-vorsorge.de&#34; das Feld &#34;Beratungsstellen&#34; auswählen und dort Ihre Postleitzahl oder den Namen Ihres Wohnortes eingeben.