Altersrente wg. Schwerbeschädigung

von
Charlie

Ich bin Jahrgang 1950 (also 60 Jahre), arbeitssuchend und habe seit Februar d.J. eine 50 %ige Schwerbeschädigung. 35 Versicherungsjahre liegen vor. Kann ich einen Rentenantrag stellen? Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Vielen Dank.

von
Rudolph II

Hallo Charlie,
nach Vollendung des 60. Lj. können Sie Altersrente für schwerbeschädigte Menschen erhalten, wenn bei Antragstellung Schwerbehinderung vorliegt (50 % und mehr). Die Rentenkürzung beträgt dann für jeden Monat vor dem 63. Lj . 0,3 %. In Ihrem Fall somit 10,8 % (36 Monate x 0,3 %).

von
Charlie

Hallo Rudolph II, vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Charlie,

der User "Rudolph II" hat Ihnen schon völlig korrekt geantwortet.

von
Gerhard

Hallo Charlie,überlegen sie sich ob sie sich diesen hohen Abschlag von 10,8% leisten können. Das ist für immer und ewig. Die Menschen arbeiten meistens über 40 J. und lassen sich dann noch bis zu 200 Euro im Monat abziehen. Aufpassen mit mir nicht, gibt noch andere Möglichkeiten .

von
Heinz

Hallo Gerhard,

welche Möglichkeiten gibt es die Abschläge zu vermeiden ?

von
Wolfgang

Hallo Heinz,

ganz einfach, durch Verschiebung des Rentenbeginns ;-)

Darauf zielte Ihre Frage nicht wirklich. Wenn Sie ohne alternatives Einkommen dastehen (auch ALG läuft mit all seinen 'Mitwirkungspflichten' irgendwann aus), bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Rente als Einnahmequelle so schnell wie möglich herbeizuführen.

Eine Verschiebung des Rentenbeginns mit Abschlägen - ohne Einkommen in dieser Zeit - rechnet sich nicht um auch nur einen Monat, um später mehr Rente zu bekommen !

Gruß
w.

von
Agnes

Hallo Heinz

Die einzigste Möglichkeit besteht darin die Rente erst ab dem 63. Lebensjahr zu beantragen!

Agnes

von
Stefan

Nicht ganz richtig (auch wenn es für 99 Prozent aller 60jährigen richtig ist)!
Wenn man viel Glück hat und einen Arbeitgeber der einem loshaben will aber nicht kündigen kann, dann könnte es sein dass dieser Arbeitgeber einem die Beiträge (hohe Einmalzahlung von Beiträgen) einzahlt die dazu führen, dass die Rente nicht gekürzt wird.
Dieses Glück hat man jedoch nur sehr selten. Wenn man vorhat "ewig" zu leben, dann könnte es sich auch lohnen diese Beiträge selbst einzuzahlen.

von
Hans

Darf ich einer Beschäftigung nachgehen?
In welchem Umfang?

von
Kollektor

Sie können so viel arbeiten wie Sie wollen/können. Wenn Sie aber mehr als 400 € im Monat ( zwei Monate dürfen es 800 € sein ) verdienen, wird Ihre Rente gekürzt solange Sie nicht die reguläre Altersgrenze erreichen.

von
karl-peter

Ich bin 50% Schwerbehindert und kann am 01.04.2011 mit 63 Jahren in Rente gehen.
Frage:
Wie hoch ist die Zuverdienstgrenze?

von
Wolfgang

Hallo karl-peter,

da steht es:
http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Hinzuverdienstgrenze-fuer-die-Altersrente-als-Vollrente.html

Bei mehr als 400 EUR mtl. schauen Sie in Ihren dann folgenden Rentenbescheid. Da ist individuell anhand der Einkünfte der letzten 3 Jahre die mögliche verbleibende Teilrente mit den (höheren) Hinzuverdienstgrenzen dargestellt.

Gruß
w.
PS: Das nächste Mal bitte ein 'neues Thema' aufmachen:
http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Neues-Thema.html?dekade=1

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo karl-peter,

bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze beträgt die monatliche Hinzuverdienstgrenze 400 Euro monatlich (zweimal pro Kalenderjahr darf bis 800 Euro verdient werden).
Für die Geburtsjahrgänge 1948 wurde die Regelaltersgrenze 2 Monate über die Vollendung des 65. Lebensjahres erhöht. Danach können Sie unbeschadet Hinzuverdienst in jeglicher Höhe zu Ihrer Altersrente erzielen.

Sofern bereits vor diesem Zeitpunkt ein höherer Verdienst erzielt wird ist die Zahlung einer Teilrente zu prüfen. Die individuellen Hinzuverdienstgrenzen hierfür können Sie Ihrem Rentenbescheid entnehmen.