Altersteilzeit und Firmenwagen

von
Olaf49

Ich habe vor, in diesem Jahr einen Altersteilzeitvertrag nach dem Blockmodell abzuschließen.
Mein Arbeitgeber machte mich darauf aufmerksam, daß er mit Eintritt der Freistellungsphase den Firmenwagen, der mir zur Verfügung steht, zurückfordert.
Damit ergeben sich für mich folgende Fragen:
1.Welche Auswirkung hat diese Maßnahme auf meine Rentenversicherungsbeiträge, da sich in der Freistellung mein Bruttoeinkommen um den gelwerten Vorteil des Fahrzeugs plus dem Entfall der Kilometerpauschale für die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort entfällt ?

2. Wie wird das Regelarbeitsentgeld unter Berücksichtigung des Firmenfahzeuges berechnet ?

von
Rosanna

Stellen Sie diese Fragen bitte Ihrem Arbeitgeber. Ich denke, hier im Forum können sie nicht konkret beantwortet werden.

MfG Rosanna.

von
Olaf49

Leider konnte mein Arbeitgeber diese Fragen nicht zufriedenstellend beantworten und ich hoffe in diesem Forum eine Antwort oder einen Hinweis für weitere Recherchen zu erhalten !

Experten-Antwort

Maßgeblich für die Berechnung der Beiträge in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ist das für die Altersteilzeitarbeit jeweils fällige Arbeitsentgelt.

Das Regelarbeitsentgelt nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a i.V.m. § 6 Abs. 1 AtG ist das auf einen Monat entfallende sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt, das der Arbeitgeber im Rahmen des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses regelmäßig zu erbringen hat. Es handelt sich somit grundsätzlich um die Hälte des ohne Altersteilzeitarbeit maßgeblichen laufenden Arbeitsentgelt (s.g. Vollzeitarbeitsentgelt). Bei Vereinbarungen nach § 7 Abs. 1a SGB IV ist für Zeiten der tatsächlichen Arbeitsleistung und der Freistellung das in dem jeweiligen Zeitraum fällige laufende Arbeitsentgelt als Regelarbeitsentgelt maßgebend.

Zum Regelarbeitsentgelt können - neben dem laufenden Arbeitsentgelt - z.B. gehören: Vermögenswirksame Leistungen, Prämien und Zulagen, Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, Sachbezüge und sonstige geldwerte Vorteile wie Kraftfahrzeugüberlassungen zum privaten Gebrauch des Arbeitnehmers.

Bei Arbeitnehmern, die nach dem Altersteilzeitgesetz Aufstockungsbeiträge erhalten, gilt nach § 163 Abs. 5 Satz 1 SGB VI auch mindestens ein Betrag in Höhe von 80 v. H. des Regelentgelts für die Altersteilzeitarbeit, begrenzt auf den Unterschiedsbetrag zwischen 90 v.H. der monatlichen Beitragbemessungsgrenze und dem Regelarbeitsentgelt

Da der geldwerte Vorteil auch während der Altersteilzeitarbeit in voller Höhe anfällt, ist das der Beitragsberechnung bei Altersteilzeit zu Grunde liegende sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt in der Regel höher als außerhalb von Altersteilzeit.

Sobald der Sachbezug entfällt (z.B. während der Freistellungsphase in einem Blockmodell), ist der maßgebende Wert beim Regelarbeitsentgelt nicht mehr zu berücksichtigen.

Eine Aussage zu der Kilometerpauschale kann ich nicht treffen, da dies das Steuerrecht betrifft. Hierzu sollten Sie sich an das zuständige Finanzamt wenden