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Altersteilzeit und Vorruhestand

von
Michael

hallo,
im Jahr 2003 wurde ein Altersteilzeitvertrag abgeschlossen und 2007 mit dem Formblatt R240 einschl. ATZ Vertrag an den Rententräger übermittelt. Im Jahr 2004 wurde ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen mit der Festlegung der Arbeitslosmeldung ab 2005 ohne Leistungsbezug.
Ist es richtig, dass für vorliegenden Fall der Rentenbeginn

1. Für den Geburtsjahrgang 03.1950, ab 63 mit entsprechenden Abschlägen für langjährig Versicherte und
2. über den bestehenden Vertrauensschutz der ATZ, ab 60 mit den entsprechenden Abschlägen, ohne Arbeitslosmeldung,

möglich ist.

von
Schade

1) ja, sofern 35 Versicherungsjahre vorhanden sind.

2) nein, Vorraussetzung für diese Rentenart ist u.a. eine 2 jährige Altersteilzeit oder eine 52 wöchige Arbeitslosigkeit ab 58,5 Jahren u n d es müssen in den letzten 10 Jahren 8 Jahre Pflichtbeiträge vorliegen.

Das könnte nach Ihrer Schilderung nicht erfüllt sein - es sei den Sie sind und bleiben konsequent arbeitslos gemeldet.

Ich empfehle eine individuelle persönliche Beratung.

PS: dass Michael die AR für Frauen erfüllt, schließe ich aus :-))

Experten-Antwort

zu 1:
Bei Erfüllung aller übrigen Voraussetzungen können Sie die Altersrente für langjährig Versicherte mit einem Abschlag in Höhe von 8,4 % in Anspruch nehmen.

zu 2:
Eine Altersrente ab Vollendung des 60. Lebensjahres mit einem Abschlag in Höhe von 18 % können Sie aufgrund Ihres Vertrauensschutzes nur dann in Anspruch nehmen, wenn Sie die Voraussetzungen für diese Rentenart erfüllen. Insbesondere wegen des Nachweises der Arbeitslosigkeit empfehlen wir Ihnen dringend, einen unserer Versichertenältesten / Versichertenberater oder eine unserer Auskunfts- und Beratungsstellen aufzusuchen, um ggf. eine individuelle persönliche Beratung zu ermöglichen.
Um eine Beratungsstelle in Wohnortnähe zu finden, können Sie im Internet auf der Seite &#34;www.ihre-vorsorge.de&#34; das Feld &#34;Beratungsstellen&#34; auswählen und dort Ihre Postleitzahl oder den Namen Ihres Wohnortes eingeben.

von
Michael

hallo
und vielen Dank, werde ich machen, jedoch noch eine Bemerkung.
Ab 2005 arbeitslos, so kommen bis 2010 keine 8 Jahre Pflichtbeiträge zusammen. Daraus folgt das auch die 52 Wochen keine Bedeutung haben könnten.
Ein Interesse der Arbeitsagentur sollte es sein in solchen Fällen auch Klärungsarbeit zu leisten.
Für weitere Anregungen und Überlegungen bin ich dankbar

von
Schade

doch!, weil wenn Sie seit 2005 arbeitslos gemeldet sind, ist die Bedingung erfüllt, wenn &#34;8 in 10&#34; bis 2005 erfüllt war.

Diesbezüglich hat sich auch seit 2005 nicht viel geändert.
Ergo: wenn Sie sich damals erkundigt haben und lückenlos gemeldet waren, sind und bleiben, dann dürfte alles in Butter sein.

Haben Sie sich damals nicht / falsch informiert, und sind bislang nicht gemeldet gewesen, ist der &#34;Käse auch gegessen&#34;.

PS: die diversen Vereinbarungen mit Ihrem Arbeitgeber haben Sie geführt und unterschrieben, eine eventuelle Schuld an einer jetzigen Misere dem Arbeitsamt zuzuschustern, ist u.U. nicht ganz fair.

von
Michael

Hallo,
keine Misere und auch keine Schuldzuweisung gegenüber der Arbeitsagentur. Ich möchte das so begründen.
Die Mitwirkungspflicht des arbeitlosen ist nach den jetzigen Festlegungen unter den Stichworten „Eigenbemühungen und Verfügbarkeit“ klar definiert. Somit wäre nach Aufklärung meiner Unwissenheit eventuell eine weitere Arbeitslosmeldung nicht mehr notwendig und die Statistik, na ja!
Meine Rentenauskunft 2008 besagt, die Voraussetzungen der Vertrauensschutzregelung sind erfüllt. Mit Rentenabschlag frühester Rentenbeginn ab 03.2010.
Hier sehe ich, von 2005 bis 2010 arbeitslos, 6 Jahre.
Mit Bezug auf den Vertrauensschutz von 01.2004 bis 2010, 7 Jahre.
Durch diese Aufzählung klärt sich für mich nichts auf. Ist sie gar auch Unsinnig?
Werde mich bis zur Klärung weiterhin arbeitslos melden. Bei einer Arbeitsaufnahme bis 2010, also für dann ca. 1-2 Jahre wird sich an der vorgenannten Aufzählung doch nichts ändern. oder? Klarer scheint mir der Rentenbeginn für langjährig Versicherte. Auch diese Voraussetzung ist erfüllt. Für diesen Rentenbeginn brauch ich doch nicht arbeitslos gemeldet sein. Oder?
Eine schwierige Materie! Sollten sich aus dem Sachverhalt auch für andere Hinweise zum eigenen Fall ergeben so ist das für mich ein Grund mich hier zu melden. Weitere Tipps für das Gespräch mit dem Versichertenberater lese ich mir gerne durch.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

von
Harald

Hallo Michael

Habe einen so ähnlichen Vertrag mit meinem Arbeitgeber unterschrieben.
Vielleicht können wir uns außerhalb des Forums unterhalten.

Gruß Harald

Georg-51@t-online.de

von
Schade

Kann es sein, dass Sie den Vertrauensschutz überschätzen, bzw. nicht wissen was das aussagt?

Das heißt nämlich nur, dass sich für Sie die Rentenart &#34;AR wegen Altersteilzeit und Arbeitslosigkeit&#34; nicht von 60 auf 63 verschiebt.

Dass Sie diese Rentenart aber in Anspruch nehmen können, ist n i e garantiert gewesen!

Die erste Option ist dadurch &#34;gestorben&#34;, dass eine AT durch das Ende der Beschäftigung nicht mehr realistisch ist.

Und die Arbeitslosigkeit muss halt entsprechend vorliegen (siehe meine ersten Beiträge).

Sollten Sie nicht arbeitslos sein, haben Sie zwar &#34;Vertrauensschutz&#34; - doch Sie erfüllen die Anspruchsbedingungen für diese Rentenart nicht.

Das gleiche gilt wenn Sie arbeiten gehen, dann sind Sie im Zweifel nicht arbeitslos und können &#34;schlimmstenfalls erst mit 63 in Rente.

Aber das ist ja kein schlimmes Schicksal, denn in dieser Konstellation haben Sie einen Job.

So gesehen brauchen Sie keine Tipps fürs Beratungsgespräch, da gibts keine Tricks, kein Tarnen und Täuschen.
Jeder erfahrene Berater wird Ihnen das gleiche sagen - die Rechtslage ist eindeutig.

Das einzige was sich in den letzten Jahren geändert hat: es ist nicht mehr so einfach wie früher arbeitslos zu sein.

Das Arbeitsamt fordert nun Aktivitäten von den Arbeitslosen - aber das kann ich nicht &#34;wirklich tragisch finden&#34;.