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Altersvorsorge für Top-Verdiener

von
Bernd K

Hallo,

ich zermater mir schon seit längerem den Kopf, welche Altersvorsorge für mich als Gut-Verdiener sinnvoll ist. So richtig finde ich nichts.

Hier ein paar Rahmendaten:
- Einkommen über 100.000 EUR pro Jahr, damit auch über allen Bemessungsgrenzen
- ich habe noch diverse Steuersparmodelle, so dass mein Grenzsteuersatz deutlich geringer ausfällt, als es mein Gehalt vermuten lässt.

Klar, ich kann mein Geld in diversen Formen anlegen und vom Ersparten dann meine Rente bestreiten.

Ich suche allerdings eine Vorsorge-Möglichkeit, die in irgendeiner Form gefördert wird - entweder durch eine direkte staatliche Förderung, eine Beitragsleistung aus dem Bruttolohn oder die Möglichkeit etwas von der Steuer abzusetzen oder so.

So wirklich sinnvolle Lösungen habe ich aber nicht gefunden.

z.B. Riester-Rente:
klar, ich freue mich, wenn die Beiträge von meinem Brutto abgezogen werden. Da ich aber derzeit einen relativ geringen Steuersatz habe und zumindest während meines Erwerbslebens hoffe, auch weiterhin Steuersparmöglichkeiten zu nutzen, bringt mich das nicht wirklich weiter. In der Rente habe ich zwar weniger Einkünfte, habe aber auch keine Steuersparmodelle mehr und gehe daher nicht davon aus, in der Rente einen geringeren Steuerstaz als heute zu haben. Zusätzlich müsste ich die Rente noch mit Sozialabgaben belasten, welche ich heute aufgrund des Gehaltes über allen Bemessungsgrenzen nicht sparen kann. Es bleibe als Vorteil einzig die steuerliche Absetzbarkeit von max 2100 EUR. Das dürfte dann in etwa die Sozialbeiträge der rente ausgleichen -> bringt unterm Strich nichts, außer dass ich mich auf eine Versicherung mit monatlichen Raten fixiere und mich der Flexibilität beraube

Ähnliches gilt für die ganzen Betriebsrenten. Wenn man davon ausgeht, dass der Steuersatz im berufsleben etwa dem der rente entspricht, dann bringt einen das Modell nicht weiter.

Gibt es Anlagemöglichkeiten, bei denen man steuerliche Vorteile hat, die ich bisher übersehen habe? Immobilien habe ich bereits, die meine Steuerlast aufgrund der Abschreibung, Zinsen etc. mindern. Noch mehr als heute wollte ich daher eigentlich nicht in Immobilien investieren.

Ich hoffe ich stoße mit diesem Posting nicht auf totales Unverständnis. Mir ist klar, dass ich in einer sehr glücklichen Lage bin und möchte auch bestimmt nicht jammern. Ich möchte auch keine Tricks drehen und den Staat und die Gesellschaft betrügen. Ich spreche mir nur das Bestreben vieler zu, eine Altersvorsorge in einer für mich sinnvollen weise gefördert zu bekommen.

Danke,

Bernd

von
Hab ich was verpasst???

Seit wann werden die Beiträge zur Riesterrente denn vom Bruttogehalt abgezogen?

Das wäre mir aber ganz neu!!!

von
Christina Nowak

Hallo Bernd,

Sie haben sicherlich das Forum verwechselt? Kann ja mal passieren.
Hier handelt es sich um ein Forum der Deutschen Rentenversicherung.

Und bei der Höhe Ihres Einkommens erteilen wir grundsätzlich keine Ratschläge.

Für ein gutes Gefühl, absetzbare Spenden - helfen Sie den hungernden Kindern oder den armen mißhandelten Tieren.

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Bernd K

Hallo,

ich zermater mir schon seit längerem den Kopf, welche Altersvorsorge für mich als Gut-Verdiener sinnvoll ist. So richtig finde ich nichts.

Hier ein paar Rahmendaten:
- Einkommen über 100.000 EUR pro Jahr, damit auch über allen Bemessungsgrenzen
- ich habe noch diverse Steuersparmodelle, so dass mein Grenzsteuersatz deutlich geringer ausfällt, als es mein Gehalt vermuten lässt.

Klar, ich kann mein Geld in diversen Formen anlegen und vom Ersparten dann meine Rente bestreiten.

Ich suche allerdings eine Vorsorge-Möglichkeit, die in irgendeiner Form gefördert wird - entweder durch eine direkte staatliche Förderung, eine Beitragsleistung aus dem Bruttolohn oder die Möglichkeit etwas von der Steuer abzusetzen oder so.

So wirklich sinnvolle Lösungen habe ich aber nicht gefunden.

z.B. Riester-Rente:
klar, ich freue mich, wenn die Beiträge von meinem Brutto abgezogen werden. Da ich aber derzeit einen relativ geringen Steuersatz habe und zumindest während meines Erwerbslebens hoffe, auch weiterhin Steuersparmöglichkeiten zu nutzen, bringt mich das nicht wirklich weiter. In der Rente habe ich zwar weniger Einkünfte, habe aber auch keine Steuersparmodelle mehr und gehe daher nicht davon aus, in der Rente einen geringeren Steuerstaz als heute zu haben. Zusätzlich müsste ich die Rente noch mit Sozialabgaben belasten, welche ich heute aufgrund des Gehaltes über allen Bemessungsgrenzen nicht sparen kann. Es bleibe als Vorteil einzig die steuerliche Absetzbarkeit von max 2100 EUR. Das dürfte dann in etwa die Sozialbeiträge der rente ausgleichen -> bringt unterm Strich nichts, außer dass ich mich auf eine Versicherung mit monatlichen Raten fixiere und mich der Flexibilität beraube

Ähnliches gilt für die ganzen Betriebsrenten. Wenn man davon ausgeht, dass der Steuersatz im berufsleben etwa dem der rente entspricht, dann bringt einen das Modell nicht weiter.

Gibt es Anlagemöglichkeiten, bei denen man steuerliche Vorteile hat, die ich bisher übersehen habe? Immobilien habe ich bereits, die meine Steuerlast aufgrund der Abschreibung, Zinsen etc. mindern. Noch mehr als heute wollte ich daher eigentlich nicht in Immobilien investieren.

Ich hoffe ich stoße mit diesem Posting nicht auf totales Unverständnis. Mir ist klar, dass ich in einer sehr glücklichen Lage bin und möchte auch bestimmt nicht jammern. Ich möchte auch keine Tricks drehen und den Staat und die Gesellschaft betrügen. Ich spreche mir nur das Bestreben vieler zu, eine Altersvorsorge in einer für mich sinnvollen weise gefördert zu bekommen.

Danke,

Bernd

Wer diese Zeilen liest, könnte meinen der Inter
pret hat geträumt. Da tauchen Ausdrücke auf,
die es so gar nicht gibt, nenne im Einzelnen:
* Einkommen über alle Bemessungsgrenzen?
Welche Grenzen sind gemeint, bitte Beträge
nennen.

Steuersparmodelle sorgen dafür, dass der Grenzsteuersatz geringer ausfällt, wie meinen
Sie das?
* Der Grenzsteuersatz fällt geringer aus mein
Gehalt vermuten lässt, bitte Jahresgehalt nennen.
*zB. Rietsrrente, wie wirkt sich steuerlich die
Beitragszahlung von 2100 minus Zulagen aus?
*In der Rente habe ich zwar weniger Einkünfte.
was meinen Sie damit?
Beim angedeuteten Verdienst ergeben sich immerhin für 2014 2,0484 EP. und 58.60
Rentenwert.
*Der Steuersatz für Betriebsrenten ist wesentlich günstiger als für die gesetzliche
Rente!
All diese Fragen geklärt, können zu Weiteren
Ratschlägen dienen.

MfG.

von
70.000+

Zitiert von: Bernd K

...Ich suche allerdings eine Vorsorge-Möglichkeit, die in irgendeiner Form gefördert wird - entweder durch eine direkte staatliche Förderung, eine Beitragsleistung aus dem Bruttolohn oder die Möglichkeit etwas von der Steuer abzusetzen oder so.

So wirklich sinnvolle Lösungen habe ich aber nicht gefunden.

....

Ich hoffe ich stoße mit diesem Posting nicht auf totales Unverständnis. Mir ist klar, dass ich in einer sehr glücklichen Lage bin und möchte auch bestimmt nicht jammern. Ich möchte auch keine Tricks drehen und den Staat und die Gesellschaft betrügen. Ich spreche mir nur das Bestreben vieler zu, eine Altersvorsorge in einer für mich sinnvollen weise gefördert zu bekommen.

Danke,

Bernd

Hallo Bernd,

dann will ich mal auch noch antworten.
Wie mein Nick Ihnen evtl. verrät, bin ich zwar nicht in der glücklichen Lage, jedes Jahr über 100.000 EUR zu verdienen, habe aber doch ein sehr gutes Einkommen im Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen der Deutschen.

Und genau für diese Durchschnittsverdiener hat der Staat einige Fördermöglichkeiten geschaffen. Diese sind für Sie aufgrund Ihrer hohen zu erwartenden (aber deswegen noch lange nicht sicheren...) Einkünfte im Rentenalter halt nicht sinnvoll.

Das ist zwar einerseits schade - aber denken Sie nicht, dass Sie mit den Immobilien und sonstigen "diversen Steuersparmodellen" bereits genug Förderung erhalten und damit eine gute Basis für ein sorgenfreiese Alter geschaffen haben? Die Förderung muss ja auch irgendwo herkommen - im Normalfall von den Steuern, die die Bürger in den verschiedensten Formen zahlen. Oder was denken Sie, woher der Staat das Geld nimmt, mit dem er die Altersvorsorge fördert?

Ich denke, man muss auch mal "gönnen können". Denn die Einzelhandelskauffrau, die von Riester und evtl. einer Betreibsrente profitiert, hat sicher keine Immobilie(n!!!) und profitiert vermutlich auch nicht von diversen (!!!) Steuersparmodellen.

Vermutlich werden Sie sich also leider doch eine oder mehrere weitere Immobilie(n) kaufen "müssen"...

Grüße
70.000+

von
W*lfgang

Zitiert von: Christina Nowak
Und bei der Höhe Ihres Einkommens erteilen wir grundsätzlich keine Ratschläge.
nana ...die Höhe des persönlichen Einkommens ist sicher ein _Maßstab_ für Ratschläge in diesem Forum ...nicht!

Bernd K. hat seine Situation sehr detailliert geschildert und nach 'Verbesserungsmöglichkeiten', nach unbekannten/profitableren Möglichkeiten gefragt, als die, die Ihm bekannt sind (man muss auch mal nicht nur 'Jammerlappen-Beiträge' würdigen/kommentieren/Hilfen aufzeigen!). Hier fällt mir nur 'Rürup-Rente' ein, wenn die Einkünfte 'etwas' höher ausfallen. Allgemeiner Link dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCrup-Rente

Andererseits kann man hier nur für die DRV sprechen, über den Rentenzuwachs, die später zu erwartende Rente ist im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze bereits ausgereizt, die Rentenhöhe lässt sich nur über den Rentenbeginn/Abschläge/ungekürzte Rente 63ff./oder gar Zuschläge Rentenbeginn 65+xxff. 'regulieren',mehr kann kein DRV-Berater leisten ...und Steuern/Steuersparmodell gehören schon gar nicht zum Rentenrecht.

Letztendlich würde hier nur ein 'vertrauenswürdiger' Finanzberater/Steuerfachman/frau helfen, der/die die überschüssigen Euronen in 'Renditesicheren' Anlagen bei minimaler Steuerpflicht unterbringen würde ...wem kann man heute noch vertrauen? ;-)

Gruß
w.