Altersvorsorge Riester

von
Mr. sorgenvoll

Hallo.
Ich möchte diese Jahr noch konkret meine Altersvorsorge auf gesunde Füße stellen.

Zu meiner Person:
kfm. Angestellter in einem Betrieb des Metalltarifvertages Saarland; 34 Jahre
Bruttogehalt 2007: ca. 40.400 Euro
ledig, Steuerklasse 1.

Egal, wen ich frage und um Rat bitte, jeder empfiehlt etwas anderes. Mich würde zuallererst mal intessiere, ob es zuerst Sinn machtr, alles zu nutzen, was von Arbeitgeberseite angeboten wird, sprich zuerst den maximalen Betrag einer vom AG geführten Pensionskasse zukommen zu lassen und hierauf dann in der jährlichen Steuererklärung zu riestern. (§10a Abs. 4 EstG). Diverse unparteiische von Seiten der Versicherer haben mir hiervon abgeraten und auf Riester Produkte (privat aus Nettoentgelt) verwiesen. Wer hat Recht bzw. ist mein Zweifel berechtigt, dass diese Personen es wohl so ehrlich nicht mit mir meinen. In diverser Literatur habe ich zudem gelesen, dass ein Riester-Fondsparen aus KOstengründen einer fpndsgebundenen Riesterrentenversicherung vorzuziehen ist. Stimmt das grundsätzlich und wie kann man als Laie diese Produkte vor/bei Vertagsabschluss überhaupt unterscheiden ?

Wo kann mir noch in diesem Jahr kompoetent und neutral weitergeholfen werden,um meine Altersvorsorge vernünftig und gut beraten ins Trockene zu bringen.

Vielen Dank im voraus
Kai Kirschweng
Am Weinberg 9
66359 Bous

Es besteht ein

von
nicht von dieser welt

sie passen als kaufm.angestellter genauso in diese welt wie die ahnungslosen banker, die ihre "produkte" auch nicht mehr verstehen, geschweige verständlich erklären können.
viel glück

von
Schiko.

Sympathisch, dass sie ihre adresse hier nennen, auch viele hier kennen bereits
meine schuhgröße. Maße mir auch nicht an zu den produkten stellung zu
nehmen, manche hier glauben die empfehlungen der finanzuni sind hier
das gelbe vom ei , vertrauen sie den bankberater.

Erst in der jährlichen steuererklärung zu riestern wäre zu spät und trifft nicht
den kern der sache.

Will versuchen ihnen unter dem gesichtspunkt der steuerersparnis die riester-
rente schmackhaft zu machen,zumal ja vermutlich später für sie die bean-
spruchung einer grundsicherung nicht ins haus steht., wie dies oft sugeriert
wird.

Bei 40.400 sind mit 4 % im jahr 1.616 gesamtbeitrag zur erlangung von 154
grundzulage notwendig. Sie haben als eigenleistung im jahr 1462 aufzubringen

Obwohl ich ja das zu versteuernde einkommen 2007 nicht kenne ein berechnungs-
versuch.

40.400 brutto somit bei 19,90 %

08.040 gesamtbeitrag rentenversicherung je 4020 hälfteanteil
05.306 66% von 8040 minus 4020 arbeitgeberanteil verbleiben

01.286 plus
01.500 kranken/pflegeversicherung
00,920 werbungskosten pendlerpauschale ( bei nachweis höher)
00.036 pauschbetrag sonderausgaben ( bei nachweiser höher)
03.742 von 40.400 brutto abgezogen verbleiben zu verst.einkommen

36.658 und 7.996 steuer plus soli.
0.1616 riesterbeitrag absetzbar

35.042 und 7.472 steuer plus soli.
Ersparnis: 524 -/- 154 grundzulage verbleiben 370 steuererstattung.

Sicher wissen sie auch, bei familiengründung und nachwuchs sind es höhere zulagen.

Sollten sie mehr wissen wollen, vor allem in steuerlicher hinsicht, kann ich ihnen auf
wunsch viele abgeheftete ausrechnungen kostenlos übersenden.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Unbekannt

Hallo,

ob etwas grundsäzlich Sinn macht oder nicht kann Ihnen keiner konsequent sagen, weil man nie weiß, wie sich die Gesetze noch entwickeln.

Was ich Ihnen jedoch raten kann, um eine bessere Entscheidung treffen zu können:

http://www.altersvorsorge-macht-schule.de/kurse.html

von
OTTO

Fahren Sie lieber in den Urlaub oder gönnen Sie sich lieber für sich was. Man weiß nie was in 30 - 40 Jahren mit Ihrem sauer angespartem Geld wird.

von
Nix

Diverse UNPARTEIISCHE VON SEITEN DER VERSICHERER haben mir hiervon abgeraten und auf Riester Produkte (privat aus Nettoentgelt) verwiesen.

BITTE DIE GROSSBUCHSTABEN LESEN!!!

Unparteiische von der Versicherung gibt es nicht.
Die verkaufen nur Ihre private Rentenversicherung unter dem Dach "Riester" als Riester-Rentenversicherung.

Sie sind noch relativ jung und haben keinen Nachwuchs oder sonstige Familie abzusichern.
Da empfiehlt es sich, einen Teil des Geldes auch in Aktienfonds zu besparen.
Da gibt es keine staatlichen Zulagen und Sie wissen börsentäglich wieviel Geld Sie haben.

Und immer schön dran denken:
Versicherungsvertreter aber auch Bankkaufleute von irgendwelchen Banken etc. sind NIE unparteiisch. Ein provisionsabhängiger Eigennutz bleibt immer hängen.

Für die Altersvorsorge gibt es zahlreiche Alternativen. DIE RICHTIGE LÖSUNG gibt es nicht.

Nix

von
Maria L.

Hallo Mr. Sorgenvoll,

aus Zeitmangel nur einige Stichworte:

- Riestern über Arbeitgeber => doppelte Beitragspflicht KV+PV bei Auszahlung
- Pensionskasse generell => meines Wissens eine Art festverzinsliches Sparen, unrentabel, keine Sicherheit ggü. langfristigen Inflationsrisiken (durch Finanzkrise stark gestiegen!); Probleme bei Arbeitgeberwechsel
- Riester-Fondssparen: kostengünstiger und vermutlich rentabler als fondsgeb. Riester-Rentenversicherung; dennoch auch hier generelle Riester-Nachteile, siehe dazu meinen Beitrag ein paar Zeilen weiter oben im Forum
- Unabhängige Beratung bekommen Sie von der Finanzbranche kaum bis gar nicht, es hilft leider nur, sich zeitintensiv selber zu informieren, evt. noch bei den Verbraucherzentralen

Mein Lieblings-Link zum Thema private Altersvorsorge:

http://www.finanzuni.org

Gruß,
Maria L.

von Experte/in Experten-Antwort

Nutzen Sie die unabhängigen Informationsangebote.

Die Deutsche Rentenversicherung hält zum Thema Altersvorsorge eine Reihe von Broschüren vor. Allgemeine Informationen zur staatlich geförderten Altersvorsorge können Sie auch im Verlauf eines Beratungsgespräches bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle erhalten. Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln. Denken Sie daran, konkrete Empfehlungen darf und kann Ihnen Ihr gesetzlicher Rentenversicherer nicht geben.

Die Verbraucherzentralen beraten Sie diesbezüglich schon konkreter. Die Informationen und Empfehlungen sind unabhängig, allerdings nicht umsonst. Die einmalige Gebühr von etwa 120,- bis 150,- Euro ist im Verhältnis zum Gesamtaufwand der Altersvorsorge nicht als zu teuer zu bewerten.

Empfehlenswert ist sicherlich - wie im Beitrag von Unbekannt auch schon angeraten - die Teilnahme an einem der bundesweit angebotenen Kurse "Altersvorsorge macht Schule" an den Volkshochschulen gegen geringe Teilnahmegebühr. Näheres dazu unter http://www.altersvorsorge-macht-schule.de , Kursfinder aufrufen und die Teilnahme an einen in der Nähe seines Wohnortes angebotenen VHS Kurses buchen. Ganz einfach. Die in Ihrem Eingangsbeitrag erwähnten komplexen Sachverhalte - sparen, Förderung, mögliche Wege - werden Ihnen in 12 Stunden näher gebracht. Sie können Ihre Fragen direkt an den Referenten / die Referentin richten und erhalten kompetente Antworten. Die Kosten für den Kurs in Höhe von 20,- Euro sind moderat, ein Handbuch im Preis inbegriffen.

Eines ist nämlich bei der Altersvorsorge ganz wichtig. Ohne eigenes Grundwissen welche Zusammenhänge bei der Altersvorsorge zu beachten sind geht es nicht. Am Ende entscheiden immer Sie selbst auf welche Art und Weise Sie Vorsorge betreiben. Damit liegt aber auch die Verantwortung letztlich bei Ihnen.