Altersvorsorge überflüßig?

von
Stefan B.

Hallo,

ich habe gestern einen Bericht bei plusminus gesehen.

Hier ein Auszug:
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,ryw32d2mo8i81l9r~cm.asp

Nun meine Frage. Gilt das für alle Arten der Altersvorsorge, was ist z.B. mit meiner Entgeltumwandlung und LV?

Vielen Dank im Vorraus.

von
Amadé

Erstmal herzlichen Dank für Ihren link.

Genau diese Fakten predige ich hier seit Jahren und muss mich gegen erheblichen Gegenwind stemmen.

Hartz-IV- Sicherheit gibt es nur in der Sparphase.

Wer niedrige Ansprüche aus der Rentenversicherung hat - und das werden immer mehr Arbeitnehmer - spart für das Sozialamt/ Grundsicherungsträger.

von
Amadé

Kontinuierlich sinkt das Rentenniveau.

Man wird also immer länger arbeiten müssen, um eine Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten, die überhaupt das Sozialhilfeniveau erreicht.

http://www.bpb.de/wissen/65T9EB,0,0,Gesetzliche_Rentenversicherung_und_Rentenniveau.html

Bestandsrenten und Rentenanwartschaften werden dem Inflationsverzehr preisgegeben.
Durch zahlreiche Faktoren in der Rentenformel sind Rentenerhöhungen, die auch nur annähernd die Inflationsrate ausgleichen, ausgeschlossen. Das ist HEUTE schon Gesetz.

Zur Preisentwicklung informieren Sie sich hier:

http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/tid-7923/inflation_aid_138469.html
?Bei Gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung sieht es nicht besser aus. Für immer mehr Beitrag wird es immer weniger Leistungen geben. Googeln Sie mal ein wenig

Dem Staat ist vollkommen klar, dass ein normaler Arbeitnehmer diese Lasten unmöglich schultern kann. Er stiehlt sich daher aus seiner Verantwortung und streut den leider immer noch allzu staatsgläubigen Untertanen lieber Sand in die Augen. Dazu benutzt er "Zulagen" und vermeintliche "Steuervorteile"

Grundsicherung/ Sozialhilfe sind immer Leistungen nach dem Bedürftigkeitsprinzip. Alle anderen Ansprüche, ob aus privater Quelle oder aus gesetzlichen Leistungen sind wegen des Nachrangprinzips anzurechnen.

Ergo - Vorsorge für die Grundsicherung

Experten-Antwort

Hallo Stefan,

ja, es ist tatsächlich so, dass eine Riester-Rente in der Auszahlphase bei der Berechnung der Grundsicherung angerechnet wird. Aber wer weiß schon, ob er mal ein Grundsicherungs-Fall wird? Am Jahresende 2006 erhielten rund 682 000 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Insgesamt bezogen damit 1,0% der Bevölkerung ab 18 Jahren diese Sozialleistung
Mit diesen Zahlen wollen wir jedem Leser selbst die Entscheidung überlassen, ob er sich zu einem Riester-Vertrag entscheidet oder nicht.

Nur in weiser Voraussicht: Wir bitten darum, nicht wieder eine politische Debatte aufflammen zu lassen. Wir verstehen uns als Forum, das gerne bei individuellen Anfragen hilft. Politische Diskussionen sind gut aufgehoben unter: http://www.google.de/blogsearch?hl=de

Viele Grüße
Redaktion

von
Amadé

Im Beitrag zur Entgeltumwandlung wird auf "wissenschaftliche" Analysen gesetzt.

Zum Thema Rentenniveau/ Grundsicherung wird auf das Prinzip "Hoffnung" gesetzt.

Hier werden Zahlen geliefert:

http://www.lichtblick99.de/ticker1898_06.html

Die ist kein politischer Beitrag. Die Infos sind wichtig für jede Vorsorgestrategie.

von
Amadé

Nun, bei den Grundsicherungsempfängern ist mit "Wachstum" zu rechnen.

Infos unter

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de16872&SID=jWBOYu174OLjiIuMPQL3aaVUS4AGtK

Experten-Antwort

Dieses Expertenforum versteht sich als unabhängige Einrichtung; politische Aussagen oder Inhalte anderer Internetseiten können demnach nicht kommentiert werden. Dennoch erstreckt sich meines Erachtens die Aussage auf alle Elemente der Daseins- und Altersvorsorge: durch Ihre Anstrengungen (Beitragsleistungen) erhoffen Sie sich eine Situation, in der Sie eine bessere Absicherung erlangt haben, denn Ihnen der Staat an Fürsorgeleistungen bieten kann. Ob und wie sich die Situation künftig gestalten wird, ist dabei heute noch nicht absehbar. Zumindest macht es keinen Sinn, bereits in jüngeren und mittleren Jahren eine Daseins- oder Altersvorsorge gleich welcher Art zu unterlassen.

von
Amadé

Lieber Experte,

sie versuchen darzustellen, dass man Politik und Altersvorsorge voneinander trennen kann. Das ist aber ein Unding.

Es ist daher nicht zulässig, den Rentenbericht und andere Analysen von teils sogar staatlichen Instituten einfach als "Politik" abzustempeln und mit einem Kainsmal oder Tabu zu versehen.

Eine Frage sei erlaubt. Haben Ministerien der Institution "Ihre-Vorsorge" einen "Maulkorb" verhängt?

Mit Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass hochkarätige user (z.B. Bernhard) keine Beiträge mehr liefern. warum wohl?

Eine Antwort brauchen Sie mir nicht zu geben, da ich es ablehne, auf Sie als eine der Ausführenden Druck auszuüben.

von
Amadé

Vor Begeisterung über Ihren link habe ich ganz vergessen, auf Ihre Frage einzugehen.

Ja, auf die Grundsicherung ist SÄMTLICHES Einkommen und Vermögen - bis auf ein relativ geringes Schonvermögen- anzurechnen.

Damit dem Staat ja nichts entwischt, müssen sowohl staatliche als auch private Stellen alle Rentenbewilligungen an die ZfA melden zwecks Abgleich mit den Finanzämtern.

von
weserbaer

Ganz offensichtlich haben unsere Sozialgesetzgeber ("") dies so erkannt. Wie sonst ist zu erklären, dass ein Sparer im Arbeitslosenfall für seine Sparsamkeit auch noch bestraft wird, indem ihm Teile seiner Ersparnisse auf den LU angerechnet werden?