Altersvorsorge - wieviel sollte ich monatlich wegsparen?

von
Chricki

Liebe Vorsorge-Experten!

Ich möchte einmal eine unabhängige und kritische Meinung zu meiner Altersvorsorge einholen.
Zu meiner Person: Ich bin 39 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, arbeite in der Software-Branche und würde sagen, dass ich nicht schlecht verdiene. Dennoch bleibt aufgrund meiner Altersvorsorge am Ende des Monats nicht mehr so viel übrig, wie ich es mir wünschen würde, da ich auch noch einen Hauskredit mit monatlich ca. 1200 Euro bedienen muss.

Nach dem Studium lernte ich einen MLP-Berater kennen, der mich in Sachen Altersvorsorge beraten hat. Zwischen 2001 und 2005 entstanden damit verschiedene Policen, die ich gerne von Ihnen beurteilen oder bewerten lassen würde. Ich fühle mich damit jedenfalls nicht ganz wohl, nachdem ich von großteils schlechten Kritiken der MLP gehört habe.

Ich zahle monatlich ca. 420 Euro für MLP Altersvorsorge-Policen ein, wobei die 120 Euro teure BU noch gar nicht mit dazugerechnet ist. Die 420 Euro teilen sich fondsgebundene LV, fondsgebundene RV, Riesterrente und die sogenannte Basisrente. Zusätzlich zahle ich bei der Bayern-Versicherung noch ca. 50 Euro/Monat für LVs ein. Zweimal im Jahr werden firmenintern Beträge für eine Direktversicherung abgebucht, die ich sehr gut finde, da sie vom Brutto-Gehalt abgezogen wird.
Bei den MLP-Policen muss man dazu sagen, dass man bei der einfachen Rechnung "Laufzeit in Monaten x monatl. Betrag" auf einen weit höheren Betrag kommt als der Zeitwert, der in dem MLP-Finanzpilot angezeigt wird. Mit anderen Worten – hätte ich das Geld unterm Kopfkissen versteckt, hätte ich jetzt mehr davon!

Da ich in Finanzfragen ein absoluter Dummy bin, würde ich Sie bitten, diese Lage einmal objektiv einzuschätzen.
Was soll ich machen? Ich würde gerne wesentlich weniger monatliche Belastung haben. Soll ich irgendwelche Verträge kündigen? Ich würde auch gerne eine Sonderzahlung für den Hauskredit tätigen. Ist es ratsam, eine der MLP-Policen dafür zu verwenden?

Ich bedanke mich jetzt schon herzlichst für eine sachliche Einschätzung der Experten!
Viele Grüße
Christian

von
Altersvorsorgegeschädigter

Denken Sie immer daran, dass bei der von Ihnen als gut befundenen Direktversicherung bei Fälligkeit im Alter ein Grossteil wieder abgegriffen wird für Kranken- und Pflegenversicherungsbeiträge und zwar der volle Beitrag, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag, während Sie jetzt nur den Arbeitnehmerbeitrag sparen.
Sie sehen, das ist im Grund eine Mogelpackung.
Noch schlimmer ist es in vielen Fällen, wenn Sie sich dann noch die Entwicklung der Leistungen der Versicherungen ansehen, die über die Jahre schrumpfen wie das Eis in der Sonne!
Ganz persönlich würde ich raten, die Schulden zu tilgen, das bringt m.E. die beste Rendite.
Übrigens, der Staat scheut sich nicht, bei Bedarf auf bestehende Verträge zuzugreifen, siehe volle Kranken- und Pflegekassenbeiträge auf betriebliche Altersvorsorge, Direkt-Lebensversicherungen Steuern etc. All dies wird später im Alter Ihr mühsam gespartes Ruhegeld wegfressen.
Ich habe dies alles am eigenen Leib erfahren und bin damals bei Abschluss dieser Verträge von völlig anderen Zahlen im Alter ausgegangen.

von
Chricki

Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

Bei der Krankenversicherung ist es bei mir so, dass ich aufgrund des Beitragsentlastungs-Gesetzes zusätzlich Beiträge jetzt schon zahle, um den Gesamtbeitrag im Alter (wenn der AG-Anteil wegfällt) zu reduzieren. Ich habe das Gefühl, dass das eine gute Sache ist.

Dass der Staat auf Angespartes zurückgreift, das ist ja hinlänglich bekannt, das ist eben ein weiterer Grund, warum ich darüber nachdenke, wenigstens zwei der Policen (fondsgeb. LV und RV) aufzulösen, um damit den Hauskredit zu tilgen.

Verstehe ich es richtig, dass Sie mir auch zu diesem Schritt raten würden und ich versuchen sollte, den Kredit möglichst schnell zurückzuzahlen? Die 1200 Euro bleiben mir im Alter dann ja auch, wenn das Haus abbezahlt ist.

Mir ist eigentlich nicht klar, wieviel ich im Monat fürs Alter wegsparen sollte. Mein Gefühl sagt mir nur, dass es bei mir viel zu viel ist.

Beste Grüße
Christian

von
Guter Rat ist nicht teuer

Grundsätzlich muss sich jeder persönlich fragen wie viel im Alter zu einem angemessenen Lebensstandard da sein soll. Da das sehr individuell ist, wird Ihnen hier niemand sagen können, was Sie ggf. kündigen sollen oder nicht.

Da es bei Ihnen offensichtlich um sehr viel Geld geht, würde ich mich an die Verbraucherzentrale wenden. Die nehmen für eine solche Prüfung zwar Geld, was gemessen an Ihren Beträgen aber minimal sein dürfte.

Ohne Ihre Unterlagen zu kennen würde ich sagen, dass es sich ein bisschen nach "Überversicherung" anhört. Aber wie gesagt - das ist eine individuelle Frage, die Ihnen hier niemand beantworten kann.

von
Guter Rat ist nicht teuer

Und noch ein kleiner Tip: Sollten Sie sich dazu entschließen Versicherungen zu kündigen, sollten Sie prüfen ob es nicht möglich und besser ist den jeweiligen Vertrag lediglich beitragsfrei zu stellen. Eine Kündigung ist in der Regel mit hohen Verlusten verbunden...sprich Sie verlieren einen nicht unerheblichen Teil dessen, was Sie bislang eingezahlt haben.

von
Chricki

Sie meinen, es sähe nur nach ein "bisschen" Überversicherung aus. Ich möchte natürlich nicht Hals-über-Kopf irgendwelche Schritte einleiten, die ich später wieder bereue. Mir liegt allerdings der Kloß im Hals, dass ich trotz meines guten Gehalts am Ende des Monats so wenig übrig habe - und es liegt nicht an meiner verschwenderischen Lebenweise, das kann ich Ihnen versichern. :-)

Man liest immer wieder, dass die Deutschen eine Riesterrente als Anlage und vielleicht noch eine zusätzliche kleine LV haben. Bei mir sind es doch einige große Batzen, die sehr ins Gewicht fallen und die mich belasten. Wieviel davon im sogenannten Alter übrig bleibt, kann mir heute wahrscheinlich sowieso noch keiner sagen.

Durch diese Fakten meine ich, dass mich die MLP nicht immer nur zu meinem Vorteil beraten hat. Wenn ich die gezahlten Beiträge über die letzten Jahre dem gegenüberstelle, was als Zeitwert von der MLP ermittelt wird, dann fällt der Zeitwert wesentlich geringer aus und das gibt mir sehr zu bedenken!

Ich bin leider alles andere als ein Finanzprofi, deshalb suche ich hier unabhängigen Rat von Profis, den man sonst nur extrem schwer bekommt, da jeder die Hand aufhält, wenn es um dieses Thema geht.

von
Guter Rat ist nicht teuer

Deswegen wäre ein Gang zur Verbraucherzentrale doch vielleicht lohnenswert oder nicht?

Mit einem Eigenheim tun Sie auf jeden Fall schon viel für die Altersvorsorge.

Als Faustregel wurde mal gesagt, dass 10 % vom Nettogehalt für die Altersvorsorge gespart werden sollten.

Aber eine Faustregel ist nun mal nicht auf jede Person anwendbar. Ein gravierender Unterschied ergibt sich ja z. B. wenn man im Rentenalter noch Miete zahlen muss.

Wie groß Ihre "Versorgungslücke" ist (Lücke zwischen Ihrem Gehalt und der zu erwartenden gesetzlichen Rente) und ob diese durch Ihre laufenden Verträge hinreichend bzw. "überversorgt" ist, kann Ihnen nur ein unabhängiger Experte nach Durchsicht aller Unterlagen sagen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Chricki,
ich kann Ihnen die unabhängige, allgemeine Beratung der Altersvorsorgefachleute der Deutschen Rentenversicherung empfehlen. Diese können Ihnen die Vorteile/Nachteile der verschiedenen Produkte aufzeigen. Produktempfehlungen bzw. Bewertungen der von Ihnen bereits vorgenommenen Altersvorsorge werden Sie dort jedoch nicht erhalten können.
Für knkrete Beratungen mit Produktinformationen könnte ich an die Verbraucherstellen verweisen. Diese beraten allerdings nicht kostenfrei.

Hier im Forum würde die allgemeine, allumfassende Altesrvorsorgeberatung den Rahmen komplett sprengen. Außerdem wären -auch wenn Sie schon eine Menge Angaben gemacht haben- noch etliche weitere Informationen erforderlich um Ihnen guten, hilfreichen und qualitativ hochwertigen Rat geben zu können.

von
Chricki

Dass eine umfassende, individuelle Beratung zur Altersvorsorge im meinem konkreten Fall hier im Forum den Rahmen sprechen würde, das ist mir klar. Ich habe aber schon sehr wertvolle Tipps bekommen! Die Faustregel, die offensichtlich besagt, dass man ca. 10% des Nettogehalts für das Alter ansparen sollte, war mir auch noch nicht bekannt, ist aber sicherlich ein guter Richtwert.

Auch wenn ein Beratungsgespräch bei der Verbraucherzentrale kostenpflichtig ist, so meine ich, dass das in Anbetracht meiner Situation der richtige Schritt sein kann. Ich erhoffe mir, dass ich dort einen Hinweis bekomme, ob meine MLP-Verträge Zukunft haben oder nicht.

Ich bedanke sehr mich für Ihre Beiträge!

von
Guter Rat ist nicht teuer

Ich habe eine solche Beratung der Verbraucherzentrale in Anspruch genommen und war damit sehr zufrieden. Die Kosten dafür lohnen sich gerechnet an dem was man monatlich in die ganzen Verträge "pumpt" auf jeden Fall.

In vielen Foren im Internet wird dieses Thema diskutiert. Einige sprechen sogar von 10 % des Bruttoentgelts als Richtwert.

Daran sieht man: Jeder muss selber entscheiden wie viel im Alter da sein soll.

von
Chricki

Ich habe gerade recherchiert, wieviel ein solches Gespräch kosten würde. Es werden sowohl 30 Min für ein Beurteilen von Angeboten oder Verträgen als auch 90 Min für eine umfassende Strategieberatung angeboten. Zweiteres wahrscheinlich für Kandidaten, die ihre Altersvorsorgeplanung aktuelll aufsetzen. Ich werde mein Glück mal mit den 30 Min versuchen.

Wie lange hat Ihr Gespräch gedauert?

von
Toni

Also Überversicherung ist wohl nicht übertrieben bei der ganzen Latte an Maßnahmen die Sie ergriffen haben um irgendwann in ein paar Jahrzehnten für die verbleibenden Jahre nicht zu "verhungern".
Sie wurden auf jeden Fall von irgendwem "gut" beraten indem man Ängste geschürt hat um "Verträge zu machen".
Der beste Rat ist wohl die Verträge auszahlen zu lassen (wenn möglich) und in die Hausfinanzierung zu stecken und dann stets tilgen was möglich ist.

von
Chricki

Den Anschein hab ich mittlerweile auch. Die beste Altersvorsorge ich doch noch immer die eigene Immobilie. Die Lücke zwischen meinem jetzigen Gehalt und dem Betrag, den ich in der Rente ausbezahlt bekomme, könnten in etwa die heutigen 1.200 Euro sein, die ich für die Kreditrückzahlung aufbringen muss.

Ok, die priv. Krankenversicherung wird noch eine zusätzliche Belastung sein, das sollte man berücksichtigen.

Die Verträge lassen sich wahrscheinlich nicht so leicht auflösen und wenn dann nur mit größeren Verlusten, wie einer der vorherigen Beitragsverfasser beschrieben hat. Aber man kann zumindest einen Teil davon erstmal stilllegen lassen, damit mehr Netto vom Brutto bleibt und damit mehr für die Kredit-Tilgung.

Ich weiß nicht, ob diese einfache Rechnung zu naiv ist, aber von der MLP kommen solche Vorschläge leider nicht.

Welche Erfahrungen wurden hier im Forum mit der MLP gemacht? Berät sie immer scheinbar im Interesse des Kunden?

von
Paula H.

Zitiert von: Altersvorsorgegeschädigter

Denken Sie immer daran, dass bei der von Ihnen als gut befundenen Direktversicherung bei Fälligkeit im Alter ein Grossteil wieder abgegriffen wird für Kranken- und Pflegenversicherungsbeiträge und zwar der volle Beitrag, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag, während Sie jetzt nur den Arbeitnehmerbeitrag sparen.
Sie sehen, das ist im Grund eine Mogelpackung.
Noch schlimmer ist es in vielen Fällen, wenn Sie sich dann noch die Entwicklung der Leistungen der Versicherungen ansehen, die über die Jahre schrumpfen wie das Eis in der Sonne!
Ganz persönlich würde ich raten, die Schulden zu tilgen, das bringt m.E. die beste Rendite.
Übrigens, der Staat scheut sich nicht, bei Bedarf auf bestehende Verträge zuzugreifen, siehe volle Kranken- und Pflegekassenbeiträge auf betriebliche Altersvorsorge, Direkt-Lebensversicherungen Steuern etc. All dies wird später im Alter Ihr mühsam gespartes Ruhegeld wegfressen.
Ich habe dies alles am eigenen Leib erfahren und bin damals bei Abschluss dieser Verträge von völlig anderen Zahlen im Alter ausgegangen.

Vertrauen muß man sich verdienen. Es wird nicht vergeben. Und die Rentenpolitik des Staates ist nicht dazu angetan, daß er auch nur ein bischen Vertrauen verdient.

Rückwirkende Belastung von Betriebsrentenverträgen mit Sozialversicherungsbeiträgen und Clientel-Politik als Wahlkampfgeschenke, die dann noch aus Beitragseinnahmen finanziert werden, lassen den Schluß zu, daß meine Einzahlungen letzten Endes in andere Kanäle fließen nur nicht in meine Altersvorsorge.

Für die Zukunft kann man auf Basis dieser Erfahrungen der Vergangenheit für die im Zusammenhang mit dem Staat stehende Altersvorsorge (Betriebsrente, Riester) nichts Positives erwarten.

von
H. Ziegler

Zitiert von: Paula H.

Zitiert von: Altersvorsorgegeschädigter

Denken Sie immer daran, dass bei der von Ihnen als gut befundenen Direktversicherung bei Fälligkeit im Alter ein Grossteil wieder abgegriffen wird für Kranken- und Pflegenversicherungsbeiträge und zwar der volle Beitrag, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag, während Sie jetzt nur den Arbeitnehmerbeitrag sparen.
Sie sehen, das ist im Grund eine Mogelpackung.
Noch schlimmer ist es in vielen Fällen, wenn Sie sich dann noch die Entwicklung der Leistungen der Versicherungen ansehen, die über die Jahre schrumpfen wie das Eis in der Sonne!
Ganz persönlich würde ich raten, die Schulden zu tilgen, das bringt m.E. die beste Rendite.
Übrigens, der Staat scheut sich nicht, bei Bedarf auf bestehende Verträge zuzugreifen, siehe volle Kranken- und Pflegekassenbeiträge auf betriebliche Altersvorsorge, Direkt-Lebensversicherungen Steuern etc. All dies wird später im Alter Ihr mühsam gespartes Ruhegeld wegfressen.
Ich habe dies alles am eigenen Leib erfahren und bin damals bei Abschluss dieser Verträge von völlig anderen Zahlen im Alter ausgegangen.

Vertrauen muß man sich verdienen. Es wird nicht vergeben. Und die Rentenpolitik des Staates ist nicht dazu angetan, daß er auch nur ein bischen Vertrauen verdient.

Rückwirkende Belastung von Betriebsrentenverträgen mit Sozialversicherungsbeiträgen und Clientel-Politik als Wahlkampfgeschenke, die dann noch aus Beitragseinnahmen finanziert werden, lassen den Schluß zu, daß meine Einzahlungen letzten Endes in andere Kanäle fließen nur nicht in meine Altersvorsorge.

Für die Zukunft kann man auf Basis dieser Erfahrungen der Vergangenheit für die im Zusammenhang mit dem Staat stehende Altersvorsorge (Betriebsrente, Riester) nichts Positives erwarten.

Sie haben was wichtiges vergessen. Mit der Rentenkasse wurden in der Vergangenheit in erheblichem Umfange auch versicherungsfremde Leistungen finanziert.

Die Politiker betrachten die Rentenkasse als eine Art Haushaltskasse, über die sie frei verfügen können.
Unter Umständen werden mit den Renten-Einzahlungen auch ganz andersartige Sachen finanziert.

Vielleicht greifen die Politiker eines Tages auf die Rentenkasse zu, um zum Beispiel der Ukraine eine Aufbauhilfe zukommen zu lassen.

Schön für die Ukraine, aber wollen Sie ihre Altersrente für die armen, armen Leute in der Ukraine opfern?

Politiker sind manchmal wie Friedenstauben, sie können dir immer und jederzeit auf den Kopf scheissen.

von
Feli

Wichtig: MLP will an Ihnen Provisionen verdienen, die werden nichts empfehlen, was für den Berater nicht einträglich ist.
Die Kranken- und Pflegeversicherungspflicht auf evtl. Betriebsrente betrifft Sie nicht, da privat versichert. D.h. unabhängig von der Höhe Ihrer gesamten Einkünfte im Rentenalter zahlen Sie den Betrag, der von der PKV mit Ihnen vereinbart ist.
Lösen Sie keine der Versicherungen komplett auf, maximal ruhend stellen!
Schuldentilgung geht vor Altersvorsorge!

von
Andy

Also, ich muss jetzt auch mal über meine Erfahrungen mit der Verbraucherberatung berichten, bevor hier jemand Wunderdinge erwartet. Es ging um meine Direkt-Versicherungen und die Frage, Weiterführung, Stilllegung oder Kündigung.
Sämtliche relevanten Unterlagen hatte ich beisammen und ein Beratungshonorar von Euro 50 bezahlt.
Ergebnis:
Die Versicherung zahlt das, was hier auf dem Papier als Garantiesumme steht, zu mehr ist sie nicht verpflichtet. Alles im Zusammenhang mit den Versicherungen sehr intransparent und letztendlich nicht nachvollziehbar.
Hallo Verbraucherberatung, das wusste ich vorher auch schon.
Zu meinem Grundanliegen, was mache ich mit Versicherungen:
Sie können die Versicherung kündigen, beitragsfrei stellen oder weiterführen.
Die Entscheidung liegt letztendlich bei Ihnen.
Tatsache ist, die Versicherung ist zur Zahlung nur verpflichtet, was sie garantiert hat.
Man hat mir dann angeboten, bei weiteren Rückfragen im Detail weiterhin zur Verfügung zu stehen. Entsprechende Anfragen meinerseits wurden jedoch ignoriert und nicht beantwortet.
Fazit:
Hätte ich mir für die 50 Euro doch nur ein schönes Essen gegönnt!

von
Dukati

Zitiert von: Feli

Wichtig: MLP will an Ihnen Provisionen verdienen, die werden nichts empfehlen, was für den Berater nicht einträglich ist.

Lösen Sie keine der Versicherungen komplett auf, maximal ruhend stellen!
Schuldentilgung geht vor Altersvorsorge!

Beitrag!
Wir haben gesplittet, ich habe für die maximale Entschuldung des Hauses gesorgt und er hat seine Lebensversicherung laufen lassen....parallel mal ein paar Aktien oder Bausparen, so sind wir gut ins Alter gekommen.
P.S. Wir waren Geringverdiener.

von
Chricki

Von der Verbraucherzentrale erwarte ich auch keine Wundertaten. Mir reichen als Dummy in Finanzfragen solche Aussagen wie z. B.:

"fondsgebundene LV stilllegen lassen, weil....."
"fondsgebundene RV sofort kündigen, weil...."
"Riesterrente weiterlaufen lassen, weil....."
"Mit soundsoviel Euro monatl. sind Sie gut abgesichert, weil....."
"Fokus aufs Haus abzahlen legen"

Irgendwer muss mir doch sagen können, was in meinem konkreten Fall das Beste ist. Die MLP ist es glaube ich nicht, oder!??

Vielleicht denke ich mir nach dem Gespräch mit der Verbraucherzentrale auch, dass lieber gut Essen gegangen wäre, oder es besser zum Kredit rückzahlen verwendet hätte. :-) Ich hoffe, ich mache gute Erfahrungen damit.

von
Dukati

Zitiert von: Chricki

solche Aussagen wie z. B.:

"fondsgebundene LV stilllegen lassen, weil....."
"fondsgebundene RV sofort kündigen, weil...."
"Riesterrente weiterlaufen lassen, weil....."
"Mit soundsoviel Euro monatl. sind Sie gut abgesichert, weil....."
"Fokus aufs Haus abzahlen legen"

Irgendwer muss mir doch sagen können


Viele haben hier was gesagt, aber die Verantwortung für´s eigene Finanzgeschäft muss man dann wohl auch selbst übernehmen.
Stichwort: Eigenverantwortung!!!