Altes oder Neues Recht?!

von
annykat

Ich war bereits 1987 für 18 Monate Ivalitenrentner (DDR-Recht). War damals 20Jahre und konnte meine Arbeitsfähigkeit nach Verkehrsunfall wieder herstellen für ca. 20Jahre. Bin nun 10 Monate EU-Rentner und habe Verlängerungsantrag gestellt, nach welchem Recht (alt oder neu) wird mein "Fall" bearbeitet? Worin besteht der Unterschied zwischem neuen und altem Rentenrecht?

von
-_-

Die Rente von vor 20 Jahren können Sie vergessen. Einzig die Rentenbezugszeit kann nach § 58 SGB 6 bei der Berechnung noch eine Rolle spielen. Es gilt das Recht zum Zeitpunkt des neuen Leistungsfalls. Bei der Weiterzahlung ändert sich nichts. Es wird eben nur weiter gezahlt.

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und große Witwenrenten oder große Witwerrenten wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit werden auf Zeit geleistet. Die Befristung erfolgt für längstens drei Jahre nach Rentenbeginn. Sie kann verlängert werden; dabei verbleibt es bei dem ursprünglichen Rentenbeginn. Verlängerungen erfolgen für längstens drei Jahre nach dem Ablauf der vorherigen Frist. Renten, auf die ein Anspruch unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage besteht, werden unbefristet geleistet, wenn unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann; hiervon ist nach einer Gesamtdauer der Befristung von neun Jahren auszugehen. Wird unmittelbar im Anschluss an eine auf Zeit geleistete Rente diese Rente unbefristet geleistet, verbleibt es bei dem ursprünglichen Rentenbeginn.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__102.html

Siehe § 102 Abs. 2 SGB 6

Experten-Antwort

Dem Beitrag von "-_-" ist insoweit nichts hinzuzufügen. Ergänzen möchte ich die Aussage "Es gilt das Recht zum Zeitpunkt des neuen Leistungsfalls." um die Wörter "bzw. des Rentenbeginns".