Ambulante Reha - übliche Behandlungszeiten

von
Peter Aha

Hallo! Die DRV Hessen hat es sehr gut mit mir gemeint und nach § 51 SGB V eine 5-wöchige ambulante psychosomatische Reha bewilligt. Noch dazu als "Eilfall", wenige Monate vor der Alters-Rente für Schwerbehinderte. Ambulante Reha war zwar von mir so gewollt. Für mich das "kleinere Übel" und in Anbetracht meiner Lage auch von meinen Ärzten so befürwortet.
Die Klinik ist 40 km entfernt, mit dem Auto relativ gut in 45 Min. erreichbar. Die Klinik hat mich "teilstationär" aufgenommen, allerdings ist der Ablauf dort ausschließlich stationär strukturiert, mit dem Ergebnis, dass meine Behandlungszeiten vorwiegend zwischen 07.00 Uhr und 18.20 Uhr liegen. Dazwischen viel Leerlaufzeiten. Für mich bedeutet das, schon um 05.00 aufstehen, Bad, Frühstück, mit Hund Gassi etc. und abends um 19.00 Uhr nach Hause kommen.

Jetzt habe ich in der Klinik interveniert mit dem Ergebnis, dass ich erst um 08.30/09.00 Uhr zu kommen brauche. Allerdings wird es immer noch abends teils sehr spät und im Tagesablauf Leerlaufzeiten von 3-5 Stunden. Das kann doch nicht im Sinne einer erfolgreichen Therapie sein, oder?

Gibt es eine Vorschrift oder Richtlinie, wie eine ambulante Reha hinsichtlich der Behandlungszeiten etc. zu erfolgen hat und an wen kann man sich da wenden?

Ich stehe erst am Anfang der Reha, will es mir mit der Klinik nicht gleich verderben. Aber wenn alle Stricke reißen, muß halt ein Wechsel erfolgen. Geht das überhaupt, ohne Zustimmung der KK? Die ist jetzt erst mal heilfroh, dass sie mich "im Übergangsgeld" hat...

Ich weiß, eine Reha ist halt kein Wunschkonzert. Aber sie sollte auch noch für einen 60-jährigen mit SBH zumutbar sein.

Danke den Experten für Tipps in einer solchen Situation!

von
=//=

Reha-Kliniken, die eine ambulante psychosomatische Reha-Maßnahme durchführen, sind leider noch sehr rar gesät. Leerlaufzeiten von 3 - 5 Stunden halte ich allerdings auch für unzumutbar. Versuchen Sie zunächst einmal, mit der Klinikleitung in einem ruhigen Gespräch abzuklären, ob sich hier nichts ändern läßt. Wenn nicht, sollten Sie sich an Ihre zuständige DRV wenden und dort nachfragen, ob es noch eine andere Klinik in Ihrer Nähe gibt, wo Sie die Reha durchführen können.

Ihre Krankenkasse sollten Sie unbedingt informieren, wenn ein Wechsel stattfindet. Wenn alle Stricke reißen, wäre es Ihnen nicht vielleicht doch möglich, eine stationäre Reha-Maßnahme durchzuführen? Vielleicht in einer Klinik, die nicht allzu weit entfernt von Ihrem Wohnort ist? Den Hund müßten Sie dann halt irgendwo unterbringen. :-)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Peter Aha,

den Ausführungen von =//= kann ich mich nur anschließen.

Informieren Sie Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger über die langen Leerlaufzeiten. Die Kliniken sind verpflichtet ein Behandlungskonzept dem zuständigen Rentenversicherungsträger vorzulegen, dessen Einhaltung überprüft wird.