andere Tätigkeit

von
wildeorchidee

Hallo,

ich bin vor dem 2. Januar 1962 geboren und wüßte gerne: Stimmt es, dass man sich dann nicht in eine andere Tätigkeit verweisen lassen muss.

Wegen 100 %iger Berufsunfähigkeit habe ich nur die halbe EU-Rente bekommen, beantragt habe ich aber die volle.

Vielen Dank.

MfG

von
Wolfgang

Hallo wildeorchidee,

es ist genau umgekehrt. Die 'älteren' Semester genießen noch den so genannten Berufsschutz des früheren BU/EU Rentenrechts. Nur hier wird geprüft, ob ein Verweisungsberuf noch möglich ist.

Das neue EM-Recht für die 'alle 40-jährigen stehen jetzt im Regen' (um einen bekannten Slogan der priv. Versicherer zu bemühen) misst die Erwerbsfähigkeit - unabhängig von Ausbildung/Qualifikation/letzter Tätigkeit _an den Tätigkeiten/'minderen' Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes_ nach einem Stundenmodel der möglichen Belastbarkeit. Danach würden Sie wohl keine Rente erhalten.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Im Rahmen der Prüfung, ob eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gezahlt werden kann, gibt es für diejenigen Versicherten, die vor dem 02. Januar 1961 geboren sind eine Einschränkung hinsichtlich der Verweisbarkeit auf eine andere Tätigkeit (teilweise Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit). In diesen Fällen kann eine entsprechende Rente gezahlt werden, wenn Versicherte in ihrem bisherigen Beruf (Hauptberuf) und in anderen, sozial zumutbaren Tätigkeiten (Verweisungstätigkeiten) nur noch unter 6 Stunden täglich arbeiten können. Wenn Sie nach dem 01.01.1961 geboren sind, trifft diese Regelung für Sie leider nicht zu.