Angst ins Berufsförderungswerk zu gehen

von
Claudi

Hallo!

Ich mache seit fast 2 Monaten einen 3 monatigen Vorbereitungskurs für meine Umschulung im Berufsförderungswerk Hamm.
Dies geschieht zur Zeit per Post, was auch auch sehr gut funktioniert.

Heute wurde mir mittgeteilt, dass ab nächster Woche Montag der Unterricht wieder im Berufsförderungswerk Hamm stattfinden soll, und ich da auch zu erscheinen habe.
Es wird dort zwei Gruppen geben, die sich wöchentlich abwechseln (eine Woche dort und die andere Woche wieder homeschooling)
Würde dann dort auch im "Internat" wohnen.

Ich wohne zur Zeit bei meinen Eltern, welche beide Ende 60 sind und leider Lungen- und Herzerkrankungen haben, also zur Hochrisikogruppe gehören.

Ich habe eine riesige Angst dorthin zu gehen und das Virus duch mich an meine Eltern weiterzugeben!!! Da ich an den Wochenenden immer nach Hause fahre (wo ich auch wohne), um meine Eltern zu unterstützen.

Ich habe auch schon mit der DRV telefoniert, die meinten ich müsse trotzdem dahin und es gebe keine Alternative...

Ich habe psychische Erkrankungen, welche auch der Grund sind, warum ich diese Umschulung mache. Das macht das alles leider nicht leichter...

Was kann ich jetzt tun?
Eine Freundin von mir macht momentan das gleiche wie ich, allerdings von der Agentur für Arbeit aus, in einem anderen BFW.
Ihr wurde auch erzählt, dass es keine Alternative gibt. Außer sich krankschreiben zu lassen. (wortwörtlich!)

Jetzt bin ich auch kurz davor mich krankschreiben zu lassen, um da nicht hinzumüssen. Aber das kann ja auf Dauer nicht so weitergehen...? Würde gerne die Maßnahme wie bisher geschehen so zu Ende bringen!

Möchte nicht als Versuchskanninchen des BFW Hamm, und des Landes NRW dienen!!!

Ich bin sehr verzweifelt... Was kann ich tun?

LG Claudia

von
Ähnlich

Die Angst kann keiner auflösen.
Wenn Sie einen Arzt finden der AU schreibt obwohl nicht notwendig wäre das für mich der falsche Arzt.
Hygienevorschriften beachten und kein Gruppenkuscheln ist die Devise.
Sie könnten auch am Wochenende im Internat bleiben und Unterstützung für die Eltern organisieren.
Vielleicht vorher aber einfach mal die Eltern fragen ob es auch ohne Sie geht.
Sie können auch abbrechen.

von
Schorsch

Zitiert von: Claudi

Jetzt bin ich auch kurz davor mich krankschreiben zu lassen, um da nicht hinzumüssen.
Möchte nicht als Versuchskanninchen des BFW Hamm, und des Landes NRW dienen!!!

Sie könnten sich sogar telefonisch krankschreiben lassen, aber nur für maximal zwei Wochen.
Und in Arztpraxen dürfte das Infektionsrisiko um ein Vielfaches höher sein als in Ihrem BFW.

Sogar "normale" Schüler müssen wieder zur Schule gehen und die vielen Arbeitnehmer, die berufsbedingt mit Menschen zu tun haben, können auch nicht einfach zuhause bleiben.
Denken Sie einfach mal sn die Beschäftigten Ihres BFWs.

Die Corona-Krise wird vermutlich noch 12 bis 24 Monate dauern, wie diverse Experten berichteten.
Wollen Sie sich solange einigeln?

MfG

von
Pitt

„Versuchskaninchen“? Ich glaube Sie sollten mal Ihre Einstellung überdenken. Niemand zwingt Sie in diese Maßnahme. Wenn Ihre Angst dann dafür sorgt, dass Sie die angebotene Maßnahme nicht beenden können und Ihnen damit bessere Chancen verbaut wieder in das Arbeitsleben eingegliedert zu werden, dann ist das Ihre alleinige Entscheidung.
Da Corona uns aber vermutlich im Alltag noch Monate, wenn nicht sogar Jahre verfolgen wird, dürfte das Leben für Sie sehr schwer werden, denn auf der Straße, in Läden, u.s.w.. überall lauert das Virus. Es gibt keine absolute Sicherheit! Das müssen Sie sich deutlich vor Augen führen.

von
Streiter

Seien Sie froh,das Ihnen diese Maßnahme bewilligt wurde. Es gibt nämlich auch Leute, denen jedwede von der DRV verwehrt wird und deshalb den Rechtsweg beschreiten müssen, um wieder in das Erwerbsleben eingegliedert werden zu können.
Nutzen Sie lieber diese Chance und lassen das jammern.

Experten-Antwort

Hallo Claudia,

die Durchführung der Maßnahme im Fernunterricht ist leider nicht auf Dauer möglich. Sie sollten ihre Ängste und Sorgen aber vorab nochmals mit dem Berufsförderungswerk und mit ihrem Rentenversicherungsträger besprechen.

von
Ulli

Ich schaue mir dieses "Forum" als stiller Leser schon eine längere Zeit an. Aber was hier geschrieben wird ist unter aller Sau der Frau gegenüber. Empathie ist 0 vorhanden. Kritische Beiträge werden einfach so gelöscht. Es macht den Eindruck das die ganzen Autoren für die Rentenversicherung arbeiten :(

von
Martina

Zitiert von: Ulli
Ich schaue mir dieses "Forum" als stiller Leser schon eine längere Zeit an. Aber was hier geschrieben wird ist unter aller Sau der Frau gegenüber. Empathie ist 0 vorhanden. Kritische Beiträge werden einfach so gelöscht.

Schönfärbereien nützen niemanden etwas.
Und dass uns Corona noch lange begleiten wird, ist nunmal Fakt.

Ich arbeite als Krankenschwester und wurde auch schon wegen Corona zwei Wochen lang unter Quarantäne gestellt.
Trotzdem musste ich danach wieder an meinen Arbeitsplatz zurück, weil ich keine Lust dazu habe, jahrelang von Hartz4 zu leben.

Vor Corona kann man sich nicht dauerhaft verstecken und das müssen auch die Fragestellerin un Sie begreifen.

Als langjährige Mitleserin kann ich übrigens bestätigen, dass bisher noch noch nie grundlos gelöscht wurde.

von
KSC

Wenn Corona in 2 Wochen vorbei wäre, wäre leicht zu helfen.
Aber was macht die Fragestellerin wenn die "Gefahren / einschränkungen" auch 2021 noch bestehen?
Und was macht Sie im nächsten Winter wenn eine "normale Grippewelle"ins Haus steht? Wieder krank machen und daheim den Kopf in den Sand stecken?

Was sind die Alternativen?

Als freier Mensch kann Sie sich jederzeit einen Job suchen ohne jegliches Ansteckungsrisiko - nur, wo gibt es den?
Wie groß sind die Chancen ohne die fragliche Maßnahme?
Sie hat doch wohl genau deshalb LTA beantragt um Ihre berufliche Perspektive zu verbessern?

Klar ängstliche, sensible Menschen haben es momentan schwerer als "Verdrängungskünstler" - aber das ist letztlich nicht das Problem der DRV und deren Beitragszahler, oder?

von
Erschreckend...

Ist Ihr Kostenträger die Deutsche Rentenversicherung? Wenn ja:

Sie können absolut unbesorgt wegen Ihrer Umschulung sein, meine Liebe.

Ich verweise auf https://www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/berufliche-reha-lta-trotz-corona.html

Ich zitiere: "Muss eine berufliche Reha-Maßnahme unterbrochen werden, wird das Übergangsgeld zunächst für die Zeit der Unterbrechung weitergezahlt. Ein Antrag ist in diesem Fall nicht erforderlich."

Ich verweise weiterhin auf https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/abbruch-der-beruflichen-reha-wird-in-jedem-fall-uebg-weiter-gezahlt.html

Ich zitiere: "Es hat sich herausgestellt, daß meine Klassleitung das Rundschreiben tatsächlich korrekt gelesen hat. Für den Fall, daß der Teilnehmer an einer beruflichen LTA-Maßnahme dem alternativen, digitalen Unterricht nicht folgen kann, der durch diese Form von "höherer Gewalt" (Corona) bedingt ist, ist ein Abbruch mit anschließender Wiederaufnahme möglich."

Weiteres Zitat: "Ich und mehrere Mitschüler aus meiner Umschulungsklasse an einem BfW in Bayern hatten auch das Problem. Wir kommen mit dem Unterricht zu Hause nicht klar. Wir haben uns mit der DRV Bund und den DRV Nordbayern und Südbayern rückversichert und dürfen unsere Umschulungen bei Weiterzahlung von Übergangsgeld unterbrechen bis zum Ende der Krise."

Wehren Sie sich, Sie haben das Recht, aufgrund der Pandemie diese Maßnahme bei weiterem Bezug von Übergangsgeld zu unterbrechen! Zeigen Sie dem zuständigen Kostenträger diese Verweise und bedienen Sie auch das verfügbare Rundschreiben der DRV an die Berufsförderungswerke!

Ich wünsche Ihnen viel Kraft. Holen Sie sich ihr Recht!

von
Karsten

Zitiert von: Claudi
Hallo!

Ich mache seit fast 2 Monaten einen 3 monatigen Vorbereitungskurs für meine Umschulung im Berufsförderungswerk Hamm.
Dies geschieht zur Zeit per Post, was auch auch sehr gut funktioniert.

Heute wurde mir mittgeteilt, dass ab nächster Woche Montag der Unterricht wieder im Berufsförderungswerk Hamm stattfinden soll, und ich da auch zu erscheinen habe.
Es wird dort zwei Gruppen geben, die sich wöchentlich abwechseln (eine Woche dort und die andere Woche wieder homeschooling)
Würde dann dort auch im "Internat" wohnen.

Ich wohne zur Zeit bei meinen Eltern, welche beide Ende 60 sind und leider Lungen- und Herzerkrankungen haben, also zur Hochrisikogruppe gehören.

Ich habe eine riesige Angst dorthin zu gehen und das Virus duch mich an meine Eltern weiterzugeben!!! Da ich an den Wochenenden immer nach Hause fahre (wo ich auch wohne), um meine Eltern zu unterstützen.

Ich habe auch schon mit der DRV telefoniert, die meinten ich müsse trotzdem dahin und es gebe keine Alternative...

Ich habe psychische Erkrankungen, welche auch der Grund sind, warum ich diese Umschulung mache. Das macht das alles leider nicht leichter...

Was kann ich jetzt tun?
Eine Freundin von mir macht momentan das gleiche wie ich, allerdings von der Agentur für Arbeit aus, in einem anderen BFW.
Ihr wurde auch erzählt, dass es keine Alternative gibt. Außer sich krankschreiben zu lassen. (wortwörtlich!)

Jetzt bin ich auch kurz davor mich krankschreiben zu lassen, um da nicht hinzumüssen. Aber das kann ja auf Dauer nicht so weitergehen...? Würde gerne die Maßnahme wie bisher geschehen so zu Ende bringen!

Möchte nicht als Versuchskanninchen des BFW Hamm, und des Landes NRW dienen!!!

Ich bin sehr verzweifelt... Was kann ich tun?

LG Claudia

Ihr Problem hat weder etwas mit dem BFW zu tun, noch mit der Rentenversicherung. Ihr Sorge sich „draußen“ anzustecken, bestünde bei jeder Form beruflicher Qualifikation und vor allem auch bei einer Erwerbstätigkeit. Wenn Sie hypothetisch statt ins BfW zu müssen, nun wieder zurück an ihren Arbeitsplatz müssten, dann hätten sie das gleiche Problem. Würden Sie dann auch nicht mehr zur Arbeit hen wollen ?
Ihr Problem liegt also ganz woanders, da Sie offenbar generell ein Angst haben irgendetwas außer Haus zu tun und Kontakt mit Menschen zu haben.
Sie könnten auch ausziehen.
Oder - ist vielleicht etwas krass - versuchen sich mit Corona anzustecken und danach immun zu sein und frei von der Sorge ihre Eltern anzustecken.
Allerdings ist das auch keine Garantie, weil man auch liest, dass sich manche erneut infiziert haben... Man weiß noch nicht genug....
VG

von
Katinka1971

Sie machen eine Umschulung wegen psychischer Probleme und genau diese Probleme holen Sie jetzt durch Corona und das BFW ein. Habe ich das richtig verstanden?

Sorry, dann sollten sich alle raushalten, die keine Ahnung haben. Psychische Probleme sind nicht einfach weg, wenn man jemanden zu etwas zwingt.

Wahrscheinlich würde ich es versuchen. Aber das ist dumm von mir. Der Zusammenbruch kommt dann schnell.

Unterbrechen wäre da das einzig vernünftige.

Experten-Antwort

Wir haben in diesem Thread zahlreiche unangemessene EInträge gelöscht und bitten dafür um Ihr Verständnis.

Ihr Admin