Anpassung Hinzuverdienstgrenzen bei Erwerbsunfähigkeitsrente

von
Beatrice S.

Werden Die Hinzuverdienstgrenzen in bestimmten Intervallen angehoben? Wenn ja, in welchen?
Sind die Anpassungen genereller (prozentualer) Art, oder ist jeweils der individuelle Versicherungsverlauf Berechnungsgrundlage?
Hintergrund: Eine ab 01.01.2015 greifende Tariferhöhung meines Einkommens könnte die aktuelle Hinzuverdienstgrenze übersteigen. Vielen Dank für Ihre Antwort!

von
=/=

Sobald sich die Bezugsgrößen ändern (jährlich zum 01.01.), verändern sich auch die Hinzuverdienstgrenzen.

§ 96 a Abs. 2 Satz 1 SGB VI:

HZVG bei teilweiser EM-Rente:

a) in voller Höhe das 0,23fache,
b) in Höhe der Hälfte das 0,28fache
der mtl. Bezugsgröße, vervielfältigt mit der Summe der Entgeltpunkte der letzten 3 Kalenderjahre vor Eintritt der teilweisen Erwerbsminderung. mindestens 1,5 EP (quasi die EP, die zu Beginn der Rente maßgebend waren)

b) bei einer vollen EM-Rente in voller Höhe 450,- EUR

3) bei einer Rente wegen volleer EM

a) in Höhe von 3/4 das 0,17fache,
b) in Höhe der Hälfte das 0,23fache
c) in Höhe 1/4 das 0,28 fache

der mtl. Bezugsgröße, vervielfältigt.... (wie oben bei teilw. EM-Rente).

Die neuen mtl. Bezugsgrößen ab 01.01. werden immer Ende des Vorjahres bekanntgegeben.

Experten-Antwort

Die Hinzuverdienstgrenze hat nichts mit Ihrem Versicherungsverlauf zu tun. Diese berechnet sich indem man die Rentenpunkte der letzten 3 Jahre vor dem Rentenbeginn mit der aktuellen monatlichen Bezugsgröße multipliziert. Die monatliche Bezugsgröße ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegter Wert, der angibt, wie hoch das Durchschnittsentgelt der gesetzlichen Rentenversicherung im Vorjahr war. Die Änderung findet immer zum 01. Januar eines Jahres statt.
Sie dürfen die Hinzuverdienstgrenze zweimal im Jahr bis zum Doppelten überschreiten.

Wenn Sie Fragen zu Ihren aktuellen Hinzuverdienstgrenzen haben könne Sie uns gerne telefonisch oder schriftlich kontaktieren.

von
=/=

"Die Hinzuverdienstgrenze hat nichts mit Ihrem Versicherungsverlauf zu tun. Diese berechnet sich indem man die Rentenpunkte der letzten 3 Jahre vor dem Rentenbeginn mit der aktuellen monatlichen Bezugsgröße multipliziert"

Experte, das muß ich leider berichtigen:

Nicht mit der mtl. Bezugsgröße, sondern einem 0,17fachen, 0,23fachen oder 0,28 fachen der mtl. Bezugsgröße.

Experten-Antwort

Zitiert von: =/=

"Die Hinzuverdienstgrenze hat nichts mit Ihrem Versicherungsverlauf zu tun. Diese berechnet sich indem man die Rentenpunkte der letzten 3 Jahre vor dem Rentenbeginn mit der aktuellen monatlichen Bezugsgröße multipliziert"

Experte, das muß ich leider berichtigen:

Nicht mit der mtl. Bezugsgröße, sondern einem 0,17fachen, 0,23fachen oder 0,28 fachen der mtl. Bezugsgröße.

Ja Sie haben Recht. Die Abstufung wird durch die den jewiligen anteiligen Renten zugeordneten Faktoren zur Errechnung des Grenzwerts vorgenommen.

von
Jonny

Zitiert von: =/=

Die Hinzuverdienstgrenze hat nichts mit Ihrem Versicherungsverlauf zu tun. Diese berechnet sich indem man die Rentenpunkte der letzten 3 Jahre vor dem Rentenbeginn mit der aktuellen monatlichen Bezugsgröße multipliziert. Die monatliche Bezugsgröße ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegter Wert, der angibt, wie hoch das Durchschnittsentgelt der gesetzlichen Rentenversicherung im Vorjahr war. Die Änderung findet immer zum 01. Januar eines Jahres statt.
Sie dürfen die Hinzuverdienstgrenze zweimal im Jahr bis zum Doppelten überschreiten.

Wenn Sie Fragen zu Ihren aktuellen Hinzuverdienstgrenzen haben könne Sie uns gerne telefonisch oder schriftlich kontaktieren.


Noch eine kleine Ergänzung auch für den Experten:
In den neuen Bundesländern ändert sich die Hinzuverdienstgrenze auch - wegen der Rentenanpassung - zum 1. Juli
Meint jedenfalls
Jonny

von
W*lfgang

Hallo Jonny,

ich meine, das war früher mal so – heute, da als Ausgangswert nur noch Bezugsgröße West zugrunde gelegt wird, und dann über den aktuellen Rentenwert Ost zum 01.01. für das ganze Jahr runtergebrochen wird.

Vielleicht irre ich mich auch im Hinblick auf AR/EM und HR/Einkommensanrechnung.

Gruß
w.
...blöd, wenn die 'Wissensarchive' nur im Büro liegen ;-)

von
Jonny

Zitiert von: W*lfgang

Hallo Jonny,

ich meine, das war früher mal so – heute, da als Ausgangswert nur noch Bezugsgröße West zugrunde gelegt wird, und dann über den aktuellen Rentenwert Ost zum 01.01. für das ganze Jahr runtergebrochen wird.

Vielleicht irre ich mich auch im Hinblick auf AR/EM und HR/Einkommensanrechnung.

Gruß
w.
...blöd, wenn die 'Wissensarchive' nur im Büro liegen ;-)

Wolfgang, du hast leider einen Punkt bei mir verloren und steigst von überragenden 98 auf 97 % ab. Denn was sagt uns § 228a Abs. 2 SGB VI? Dieses Buch des Wissens hast Du doch sicherlich auch zu Hause
meint jedenfalls
Jonny

von
Jonny

Wolfgang,
Und zum 1. juli steigt doch das Verhätnis von aR (Ost) zu aR (West), oder?