Anpassung Witwenrente bei Altersteilzeit

von
Gaby

Hallo,
ich beabsichtige ab 01.12.2015 in ATZ zu gehen und hatte gehofft, dass meine Witwenrente ab sofort angepasst wird.
Nun habe ich gehört, dass das nicht der Fall ist, weil immer nur zum 01.07. eines Jahres - also bei mir dann 01.07.2016 - eine Neuberechnung erfolgt.
Im darauffolgenden Jahr würde sich auch keine wesentlich Änderung ergeben, weil ich in 2015 ja noch 11 Monte mit vollem Gehalt gearbeitet haben werde..... Ist das so oder gibt es bei ATZ Sonderregelungen?
VG Gaby

von
W*lfgang

Hallo Gaby,

die standardmäßige Anpassung im Hinblick auf die Einkommensanrechnung erfolgt immer zum 01.07. Davon abweichend wird eine Änderung des Einkommens nach unten auf Antrag sofort umgesetzt - sofern dafür ein entsprechender (formloser) Antrag gestellt wird.

Ab in die nächste Beratungsstelle DRV/Rathaus, Vordruck R660 ausfüllen und vom Arbeitgeber den R665 ausfüllen/bestätigen lassen und schon wird die (neue) Einkommensanrechnung ab 01.12. vorgenommen.

Link zu den Vordrucken:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/04_formulare_und_antraege/06_gesamt/R_formulare_node.html

Besser: Morgen Termin in der Sache absprechen, Fristen werden gewahrt - auch für rückwirkende Änderungen - Termine werden dieses Jahr bei allen Stellen knapp sein, aber das macht in diesem Falle nichts, da es ab (mdl.) Antragsdatum rückwirkend geprüft/umgesetzt/nachgezahlt wird.

Gruß
w.

von
Jonas

Eine Ergänzung.

Das niedrige Einkommen wid nur berücksichtigt, wenn es um mind. 10 % geringer ist.

MfG

Jonas

von
Gaby

Hallo Wolfgang,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Das hört sich ja schon besser an.
Einen Termin bei der Knappschaft-Bahn-See sowie der DRV werde ich in Kürze machen.
Etwas Zeit habe ich ja noch. Der Beginn der ATZ soll tatsächlich erst der 01.12.2015 sein. In der Firma, in der ich arbeite stehen drastische Einsparungen bevor. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat werden sich bis mindestens ins Frühjahr 2015 ziehen.
Ich will aber gut vorbereitet sein und vorher alles für mich klären.
VG Gaby

von
Gaby

Hallo Jonas,
ich hatte gehört, dass das erst ab 20 % der Fall sein wird. Unser Betriebsrat rechnet aber damit, dass mehr als 80% *drin sind*.
Das läßt mich jetzt schon mal ruhiger schlafen, bis ich einen Beratungstermin bekomme.
VG Gaby

von
W*lfgang

Ergänzend zu Jonas:

Bei ATZ halbes Brutto-Entgelt (mit pauschalem 40 % Abzug) plus Aufstockungsbetrag (ohne Abzüge) dürfte immer den Mindestens-10 %-weniger-Betrag erreichen, um die Neuberechnung der Hinterbliebenenrente sofort/ab 01.12.2015 umzusetzen.

Sorry Gaby, ich hatte zunächst 01.12.2014 'gesehen/gelesen', bis zum 01.12.2015 ist ja noch ein wenig Zeit - dann gilt das gleiche Procedere.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Gaby,
Einkommensänderungen sind grundsätzlich erst vom nächstfolgenden 1. Juli an zu berücksichtigen, es sei denn, das laufende Einkommen ist im Durchschnitt voraussichtlich um wenigstens 10 % geringer als das berücksichtigte Einkommen. Dann erfolgt die Berücksichtigung bereits mit Eintritt der Minderung . Stellen Sie daher rechtzeitig ( 3 Monate vorher) einen Antrag auf Neuberechnung Ihrer Witwenrente wegen Einkommensänderung ab 01.12.2015.

von
Gaby

Hallo zusammen,

vielen Dank auch an den Experten für seine Antwort.

Gut, dass es bei mir noch nicht so eilt. Ich habe heute einen Termin zur Beratung am 03. Februar 2015 bekommen ....

VG Gaby

von
Gaby

Hallo zusammen,

vielen Dank auch an den Experten für seine Antwort.

Gut, dass es bei mir noch nicht so eilt. Ich habe heute einen Termin zur Beratung am 03. Februar 2015 bekommen ....

VG Gaby

von
egal (der Erste)

Zitiert von: W*lfgang

Bei ATZ halbes Brutto-Entgelt (mit pauschalem 40 % Abzug) plus Aufstockungsbetrag (ohne Abzüge) dürfte immer den Mindestens-10 %-weniger-Betrag erreichen, um die Neuberechnung der Hinterbliebenenrente sofort/ab 01.12.2015 umzusetzen.

Gruß
w.

Aber aber Herr w., der Aufstockungsbetrag wird doch gar nicht mehr mit angerechnet ;-)
Da hat doch die Rentenversicherung vor glaube 2 oder 3 Jahren seeehr viele Hinterbliebene mit teilweise hohen 4-stelligen Nachzahlungen für rückwirkende Neuberechnungen beglückt.
Also die Minderung von 10 % ergibt sich somit definitiv, grob überschlagen ergeben sich sogar rund 50 % ;-)

von
GroKo

Zitiert von: egal (der Erste)

Zitiert von: W*lfgang

Bei ATZ halbes Brutto-Entgelt (mit pauschalem 40 % Abzug) plus Aufstockungsbetrag (ohne Abzüge) dürfte immer den Mindestens-10 %-weniger-Betrag erreichen, um die Neuberechnung der Hinterbliebenenrente sofort/ab 01.12.2015 umzusetzen.

Gruß
w.

Aber aber Herr w., der Aufstockungsbetrag wird doch gar nicht mehr mit angerechnet ;-)
Da hat doch die Rentenversicherung vor glaube 2 oder 3 Jahren seeehr viele Hinterbliebene mit teilweise hohen 4-stelligen Nachzahlungen für rückwirkende Neuberechnungen beglückt.
Also die Minderung von 10 % ergibt sich somit definitiv, grob überschlagen ergeben sich sogar rund 50 % ;-)


Blödsinn.

von
W*lfgang

Zitiert von: egal (der Erste)
Aber aber Herr w., der Aufstockungsbetrag wird doch gar nicht mehr mit angerechnet ;-)
egal,

ich kann da nur auf eine nicht mehr ganz so frische Experten-Antwort verweisen:

https://www.ihre-vorsorge.de/forum.html?tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=14772

Und ja, es gab da mal ein Malso und Malanders, Stichtag ist m. W. der 01.01.2002, wo bei 'Altfällen' weiterhin der Aufstockungsbetrag nicht als Einkommen zählt.

Gruß
w.

von
egal (der Erste)

Asche auf mein Haupt, die Neuberechnungen gab es natürlich nur für Altfälle, weil nur hier der Aufstockungsbetrag nicht zum anzurechnenden Einkommen zählt.
Meine Aussage von gestern war wohl arg pauschal...