Anrechnung der Unfallrente

von
Walter

Habe Antrag auf Altersrente gestellt, bin 80% Schwerbeschädigt und erhalte für 60% eine ges. Unfallrente die 1967 zu Beginn meines Berufslebens festgelegt wurde. Da ich unter den Vertrauensschutz falle und mit 60 in Rente ohne Abzüge gehen kann, hat es mich gewundert, dass aufgrund von § 93
mir von meiner Rente doch ca 18% abgezogen werden soll. Dies kommt dadurch zustande, dass bei der Grenzwertberechnung der Verdienst aus dem Unfalljahr die Grundlage ist. Der Verdienst vor über 40 Jahren (auch hochgerechnet) ist so gering ,im Gegensatz zu meiner Rentenzahlung
(fast immer an der Beitragsbemessungsgrenze)dass dies zu diesem Abzug führt.
Diese Art der Grenzwertberechnung führt bei Schwerbeschädigung in jungen Jahren zu einer unverständlichen sozialer Benachteiligung.Die Unfallrente ist relativ gering und dies ist auch noch ausschlaggebend für den Abzug bei der Altersrente. Gibt es da die Möglichkeit Einspruch zu erheben

von
sab

Nein, sofern die Beträge der Unfallrente und des dieser zugrundeliegenden Jahresarbeitsverdienstes richtig angesetzt wurden.

Bei § 93 SGB VI handelt es sich um eine Anrechnungsvorschrift, die nichts mit den Abschlägen für einen vorzeitigen Rentenbezug zu tun hat.

Experten-Antwort

Mindestgrenzbetrag ist der Monatsbetrag der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.
Es gibt zwei Ausnahmen, bei denen die Unfallrente keinen Einfluss auf die Leistung der Rente aus der RV hat: -bei einem Versicherungsfall nach dem Rentenbeginn der RV oder nach Eintritt der für die RV-Rente maßgebenden Minderung der Erwerbsfähigkeit
-wenn Unfallrente ausschließlich wegen eigener Beitragsleistung(Unternehmer oder Ehegatten) gezahlt wird