Anrechnung geringfügige Beschäftigung auf Hinterbliebenrente

von
Kathi

Ich beziehe eine Hinterbliebenenrente - übersteige aber bereits mit meinem eigenen Einkommen den Freibetrag. Meine Frage ist nun, wie wird eine geringfügige Beschäftigung auf die Hinterbliebenrente anerechnet - gilt hier auch die 40% Regelung oder bleibt mir hier gar nichts übrig.

von
W*lfgang

Hallo Kathi,

Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung werden ohne Vor-Abzug, also zunächst im vollem Umfang, bei der Einkommensanrechnung der Hinterbliebenenrente berücksichtigt. Insofern ist jeder EUR aus MiniJob nur 60 Cent wert, da auch dieses Einkommen (nur) zu 40 % als Anrechnungs-/Kürzungsbetrag für die Hinterbliebenenrente gilt. Ihnen bleiben daher, vereinfacht gesagt, 60 % der Minijob-Einkünfte erhalten.

Gruß
w.

von
W*lfgang

Korrektur:

Siehe Beitrag einen höher (bei Pflichtversicherung im Minijob gibt es natürlich den 40 %-igen Vorwegabzug).

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Kathi,

jetzt noch einmal zusammenfassend zu den bisherigen (weitgehend richtigen) Beiträgen der anderen Teilnehmer:

1. Schritt
Ihr anderes Einkommen (Rente?) wird pauschal von Brutto auf Netto vermindert. Beim Minijob verbleibt es bei dem Bruttobetrag, wenn es sich um einen versicherungsfreien Minijob handelt. Sind Sie im Minijob versicherungspflichtig, dann werden 40% abgezogen.

2. Schritt
Die Summe der Ergebnisse von 1. werden dem Freibetrag gegenüber gestellt.

3. Schritt
Von dem Betrag, der den Freibetrag übersteigt, werden 40 % auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

60 % des Einkommens aus dem Minijob verbleiben Ihnen also auf jeden Fall ohne Anrechnung.