Anrechnung geringfügige Beschäftigung auf Hinterbliebenrente

von
Kathi

Ich beziehe eine Hinterbliebenenrente - übersteige aber bereits mit meinem eigenen Einkommen den Freibetrag. Meine Frage ist nun, wie wird eine geringfügige Beschäftigung auf die Hinterbliebenrente anerechnet - gilt hier auch die 40% Regelung oder bleibt mir hier gar nichts übrig.

von
KSC

Die "40% Regelung" gilt, wenn Sie beim Minijob durch Eigenbeiträge rentenversichert sind und sich die 3,7% Eigenbeitrag abziehen lassen.

Passiert das nicht, werden die Minijobeinkünfte in voller Höhe als Einkommen berücksichtigt.

Dass gar nichts übrig bleibt kann nie passieren, weil bei 100 € mehr netto die Witwenrente schlimmstenfalls um 40 € gekürzt wird.

von
Verweisung

Für Minijobs gibt es keinen Pauschalabzug. Das Bruttoentgelt wird in voller Höhe berücksichtigt.

von
Verweisung

Korrektur: Für Minijobs gibt es einen Pauschalabzug von 40%, wenn der Minijob versicherungspflichtig ist. Das Bruttoentgelt wird in voller Höhe berücksichtigt, sofern es sich nicht um eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt.

Experten-Antwort

Hallo Kathi,

jetzt noch einmal zusammenfassend zu den bisherigen (weitgehend richtigen) Beiträgen der anderen Teilnehmer:

1. Schritt
Ihr anderes Einkommen (Rente?) wird pauschal von Brutto auf Netto vermindert. Beim Minijob verbleibt es bei dem Bruttobetrag, wenn es sich um einen versicherungsfreien Minijob handelt. Sind Sie im Minijob versicherungspflichtig, dann werden 40% abgezogen.

2. Schritt
Die Summe der Ergebnisse von 1. werden dem Freibetrag gegenüber gestellt.

3. Schritt
Von dem Betrag, der den Freibetrag übersteigt, werden 40 % auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

60 % des Einkommens aus dem Minijob verbleiben Ihnen also auf jeden Fall ohne Anrechnung

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