Anrechnung Unfall- auf Witwenrente nach Altersgrenze

von
Petra Schmidt

Guten Tag,
mein Vater hat nach Beginn der Altersrente weiter gearbeitet und ist bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt.
Frage: Wird die Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung auch in diesem Fall auf die gesetzliche Altersrente meiner Mutter (eigene sowie 60% Witwenrente) angerechnet?
Falls ja, und der Verdienst war deutlich unterhalb des Mindestarbeitsverdienstes (nach SGB VII), gilt dann für den Freibetrag auch, daß für die Berechnung des Zusammentreffens der Rentenbeträge aus RV und UV der Grenzbetrag - Jahresarbeitsverdienst der UV - auf eine Mindestgröße (auch 60% wie für die UV, § 85 SGB VII ?) aufgestockt wird?

Vielen Dank und beste Grüße!

von
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Guten Morgen,
die Anrechnung der Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen UV erfolgt nur auf die Hinterbliebenenrente der gesetzlichen RV. Die eigene Versichertenrente der Witwe bleibt davon unberührt.
Der "Freibetrag", richtig Grenzbetrag, errechnet sich aus dem Jahresarbeitverdienst des Verstorbenen zum Zeitpunkt des Unfalls. Der Mindestgrenzbetrag wäre die Höhe der gesetzlichen Hinterbliebenenrente (RV).

von
Petra Schmidt

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
D.h. für den Grenzbetrag Jahresarbeitsverdienst des Verstorbenen dann "tatsächlicher" Verdienst, oder Mindestarbeitsverdienst (§ 85 SGB VII)? Es wurde eine Vollzeittätigkeit ausgeübt.

von
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Der maßgebende Grenzbetrag ermittelt sich aus dem Jahresarbeitsverdienst, der der Berechnung der Rente aus der Unfallversicherung zugrunde liegt.

von
Petra Schmidt

Danke! Nochmals zum Verständnis:
Daß mein Vater zum Zeitpunkt des Unfalls (71 Jahre alt) bereits seit 6 Jahren Altersrentner war, ist dann irrelevant, richtig? D.h. daß die Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung für einen Unfall geleistet wird, der sich erst nach Rentenbeginn ereignet hat (§ 93 SGB VII Abs. 5), ist völlig irrelevant, korrekt?