Anrechnung von Sonderzahlungen bei Reduzierung der Arbeitszeit

von
Traudel

Ich bin seit einigen Jahren Witwe doch habe bisher keine Witwenrente erhalten, da mein eigenes Einkommen zu hoch war. Jetzt habe ich im April meine Arbeitszeit gesundheitsbedingt reduziert und einen Antrag auf Überprüfung der Witwenrente gestellt.

In dem Bescheid wird nun die Einmalzahlung (Boni, Mitarbeiterbeteiligungsmodell) vom Anfang des Jahres als Einkommen für den Zeitraum ab April bzw. Juli herangezogen. Mir erscheint das falsch, aber vielleicht liege ich damit ja auch nicht richtig? Zukünftig rechne ich nur noch mit der halben Sonderzahlung, da sich auch meine Arbeitszeit halbiert hat. Zudem ist der Betrag natürlich schwankend und kann auch deutlich niedriger ausfallen.

Ich hoffe es kann mir dazu irgendeiner einen Tipp geben.

von Experte/in Experten-Antwort

Der Bescheid müsste so in Ordnung sein. Bei der Einkommensanrechnung wird sowohl das laufende Arbeitsentgelt als auch das einmalig gezahlte Arbeitsentgelt angerechnet. Unter einmalig gezahltem Arbeitsentgelt sind alle Zuwendungen zu verstehen, die dem Arbeitsentgelt zuzurechnen sind und die nicht für die Arbeit in einem einzelnen Entgeltabrechnungszeitraum gezahlt werden. Sie können Ihren Bescheid aber auch bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung überprüfen lassen. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln. Dort kann man auch anhand des Bescheides die Einkommensanrechnung besser erläutern.