Anrechnung von weniger als 18 Mon.Versicherungszeit beim Abkommensstaat USA

von
Heinz

Im Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und USA wurde vereinbart,dass jemand welcher in einem Abkommensstaat -also Deutschland oder USA-weniger als 18 Monate Versicherungszeiten zurückgelegt hat,diese sowohl bei der Prüfung der Vorausetzungen als auch bei der Berechnung der Rente vom anderen Abkommensstaat berücksichtigt wird.Obwohl dieses in Deutschland so praktiziert wird,werden die unter 18 Mon.liegenden Versicherungszeiten bei der Berechnung der USA Rente nicht anerkannt.
Meine Frage:Ist diese Vorgehensweise seitens der USA richtig ?

von Experte/in Experten-Antwort

Diese Vorgehensweise ist korrekt. Bei den Versicherungszeiten die in einem Umfang von weniger als 18 Monaten zurückgelegt wurden, handelt es sich um sogenannte "Kleinstzeiten", die dann nicht beim Träger in den USA, sondern nach dem Abkommen grundsätzlich von Ihrem deutschen Rentenversicherungsträger berücksichtigt werden. Würden diese Zeiten auch beim us-amerikanischen Träger berücksichtigt werden, würde insoweit eine doppelte Berücksichtigung derselben in den USA zurückgelegten Beschäftigungszeit erfolgen, die durch die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise ausgeschlossen wird. Bitte setzen Sie sich jedoch für Fragen bzgl. der konkreten Auswirkungen mit Ihrem deutschen Rentenversicherung sträger in Verbindung.

von
Heinz

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Angelegenheit wurde bereits mit dem deutschen Versicherungsträger in Berlin besprochen.Diese sind jedoch der Meinung ,da in Deutschland auf Grund fehlender Versicherungszeiten kein Rentenanspruch entstanden ist, müßte die "Kleinstzeit"in der USA- Rentenberechnung berücksichtigt werden.
So steht es auch in der Broschüre "Arbeiten in Deutschland u. in den USA" Nr.771 ,Seite 19 der Deutschen Rentenvers.
Auch gibt es ein Urteil vom BSG vom 31.10 2002,B4 RA 45/01R wie solche Minirenten aus USA in Deutschland bewertet werden.
Wie ist die unterschiedliche Auffassung zu bewerten?