Anrechnungszeit für Besuch der Meisterschule

von
Theodor

In meinem Rentenbescheid wurden die Monate für den ganztätigen Besuch der Meisterschule nicht anerkannt, weil " aus den vorgelegten Unterlagen weder Beginn noch das Ende der Ausbildung hervorgehen".
Ich hatte vorgelegt meinen Meisterbrief vom 15.4.1975 und eine Bescheinigung der Handwerkskammer vom August 2014. Darin wurde bestätigt, dass in den Jahren 1974 und 1975 die Meisterschule mehr als 600 Unterrichtsstunden umfasste. Weitere Angaben konnten nicht gemacht werden, da die Handwerkskammer keine Lehrgangsunterlagen aufbewahrt (10 Jahres-Frist) .
Was kann ich machen, um diese Zeiten anerkannt zu bekommen ?

von
LS

Grundsätzlich können Sie gegen die Ablehnung Widerspruch einlegen, der zu begründen wäre.
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Aus der Sicht des RV-Trägers gilt, dass die Zeit des Schulbesuchs -hier Meisterqualifikation- in der Summe Stunden je Tag die Arbeitszeit überwiegt, gegebenenfalls auch bezogen auf den Gesamtzeitraum der Qualifikation.
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Wurde die Qualifikation überwiegend im Abendstudium absolviert, ist eine Berücksichtigung nicht möglich, weil dann ja der Lohn in voller Höhe gezahlt wurde.
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Eine Kernfrage ist, ob denn Ihr Lohn überhaupt wegen der Qualifikikation gemindert wurde?
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Auch die Bezahlung mit dem Durchschnittslohn würde nicht zu einer Berücksichtigung führen, sie eigentlich nicht rechtfertigen, wobei immer wieder im Raum steht, in welcher Relation die Zeit der Meisterqualifikation zur Arbeitszeit stand.
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Wenn dazu keine Belege oder Nachweise, auch als Lohnnachweise beigebracht werden können, stehen die Chancen schlecht.

von
=//=

Tja, so ist es nun, wenn man sich fast 40 Jahre nicht um seine Kontenklärung bemüht hat! Ich werde sowas nie nachvollziehen können...

Wenn Sie während des Besuchs der Meisterschule nicht gearbeitet haben, also eine Versicherungslücke besteht, in die genau diese Ausbildung fällt, können Sie evtl. eine wahrheitsgemäße Erklärung abgeben. Vielleicht haben Sie dann das Glück, dass diese Zeit anerkannt wird.

von
PXY

Abschluss Meisterprüfung Zeugnisvorlage
Haben sie die Weiterbildung zum Meister
berufsbegleitend absolviert, dann keine
Anrechnung

Experten-Antwort

Wie Sie den vorherigen Antworten bereits entnehmen können, ist die Anerkennung der Meisterschule nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wenn Ihnen in der betreffenden Zeit keine weiteren rentenrechtlich relevanten Zeiten anerkannt wurden, müsste eine Anerkennung zumindest zeitweise möglich sein. Sie sollten dem Rentenbescheid diesbezüglich widersprechen.

von
scheil

was sollen wir Hochschulabsolventen dazu sagen? wir werden systematisch benachteiligt, wenn es um Anrechnungszeiten geht, weil unsere Politiker meinen, dass sei Privatvergnügen gewesen ... DESHALB unsere Petition bitte unterstützen!
https://www.openpetition.de/petition/online/jetzt-reichts-schluss-mit-der-diskriminierung-der-hochschulabsolventen-im-rentenrecht

von
W*lfgang

...gefühlte 15 Seiten 'zurück'/nach der Startseite der Forenbeiträge liest hier hinten keiner mehr mit oder gibt Kommentierungen ab, also grundsätzlich nicht ;-)

Wenn Sie hier nur einen Link/wohinauchimmer in einem viel frequentierten Forum platzieren wollten, gern, Foren-Wächter werden mit der Bürste drüber gehen ;-)

Wenn Sie einen ernsthaften Beitrag beizusteuern haben, vielleicht sogar in Form einer Frage, wählen Sie den Button 'neues Thema eröffnen', falls es Ihnen wirklich/persönlich wichtig erscheint ...und irgendwo DRV-konform ist, ansonsten: richtig, die Foren-Bürste

Gruß
w.
PS: als Sie (wahrscheinlich) geboren worden sind, waren Anrechnungszeiten fürs Studium schon aus der Bewertung raus ...vielleicht stiften Sie mal Herrn Seehofer für die nächste Wahl an, das rückgängig zu machen – sofern Ihre Mutter das nicht im Rahmen 'seiner' Mütterrente von den jungen Beitragszahlern abgefrühstückt hat 8-)

von
scheil

PS: als Sie (wahrscheinlich) geboren worden sind, waren Anrechnungszeiten fürs Studium schon aus der Bewertung raus ...vielleicht stiften Sie mal Herrn Seehofer für die nächste Wahl an, das rückgängig zu machen – sofern Ihre Mutter das nicht im Rahmen 'seiner' Mütterrente von den jungen Beitragszahlern abgefrühstückt hat 8-)
Danke für das "Kompliment".. ich bin Jahrgang 55, durch die ATZ-Regelung "gefallen" und darf dank Rente mit 67 bis 65/10 arbeiten und habe weder dem Steuerzahler noch den Sozialkassen je auf der Tasche gelegen...Sie können meine Petition unterstützen oder es lassen..

von
Theodor

Zitiert von: Theodor

In meinem Rentenbescheid wurden die Monate für den ganztätigen Besuch der Meisterschule nicht anerkannt, weil " aus den vorgelegten Unterlagen weder Beginn noch das Ende der Ausbildung hervorgehen".
Ich hatte vorgelegt meinen Meisterbrief vom 15.4.1975 und eine Bescheinigung der Handwerkskammer vom August 2014. Darin wurde bestätigt, dass in den Jahren 1974 und 1975 die Meisterschule mehr als 600 Unterrichtsstunden umfasste. Weitere Angaben konnten nicht gemacht werden, da die Handwerkskammer keine Lehrgangsunterlagen aufbewahrt (10 Jahres-Frist) .
Was kann ich machen, um diese Zeiten anerkannt zu bekommen ?

Leider hat sich mein Fall immer noch nicht erledigt, der Widerspruch ist weiterhin in Bearbeitung. Ich habe eine Lücke von 7 Monaten im Versicherungsverlauf, die durch 6 Monate Besuch der Meisterschule im ganztägigen Unterricht plus 1 Prüfugsmonat entstanden sind. Ich habe zusätzlich eine eidesstattliche Erklärung angeboten, aber darauf wird von der DRV nicht eingegangen.
In einer Auskunft vom 9.12.15 schreibt man nun: "Eine Anerkennung nach § 58 Abs. 1 Nr. 4 SGB VI kann grundsätzlich nur erfolgen, wenn sich die einzelnen Ausbildungsabschnitte eindeutig belegen lassen. Wir bitten daher um Prüfung, ob Ihnen Unterlagen vorliegen, in welchen Monaten Unterricht erteilt wurde."
Ausser dem Meisterbrief und der Bestätigung der Handwerkskammer (siehe oben) gibt es keine anderen Unterlagen.

Hat jemand noch einen Tipp für mich ?

von
theodor

Zitiert von: Theodor

Zitiert von: Theodor

In meinem Rentenbescheid wurden die Monate für den ganztätigen Besuch der Meisterschule nicht anerkannt, weil " aus den vorgelegten Unterlagen weder Beginn noch das Ende der Ausbildung hervorgehen".
Ich hatte vorgelegt meinen Meisterbrief vom 15.4.1975 und eine Bescheinigung der Handwerkskammer vom August 2014. Darin wurde bestätigt, dass in den Jahren 1974 und 1975 die Meisterschule mehr als 600 Unterrichtsstunden umfasste. Weitere Angaben konnten nicht gemacht werden, da die Handwerkskammer keine Lehrgangsunterlagen aufbewahrt (10 Jahres-Frist) .
Was kann ich machen, um diese Zeiten anerkannt zu bekommen ?

Leider hat sich mein Fall immer noch nicht erledigt, der Widerspruch ist weiterhin in Bearbeitung. Ich habe eine Lücke von 7 Monaten im Versicherungsverlauf, die durch 6 Monate Besuch der Meisterschule im ganztägigen Unterricht plus 1 Prüfugsmonat entstanden sind. Ich habe zusätzlich eine eidesstattliche Erklärung angeboten, aber darauf wird von der DRV nicht eingegangen.
In einer Auskunft vom 9.12.15 schreibt man nun: "Eine Anerkennung nach § 58 Abs. 1 Nr. 4 SGB VI kann grundsätzlich nur erfolgen, wenn sich die einzelnen Ausbildungsabschnitte eindeutig belegen lassen. Wir bitten daher um Prüfung, ob Ihnen Unterlagen vorliegen, in welchen Monaten Unterricht erteilt wurde."
Ausser dem Meisterbrief und der Bestätigung der Handwerkskammer (siehe oben) gibt es keine anderen Unterlagen.

Hat jemand noch einen Tipp für mich ?

Im Juni 2016 ist endlich der Widerspruchsbescheid mit der Ablehnung für den Besuch der Meisterschule ergangen, da ich keinen Beleg für die 6 Monate vorlegen konnte. Auch die Handwerkskammer Düsseldorf hat mir nicht helfen können, da keine Lehrgangsunterlagen mehr vorhanden sind.
Eine eidesstattliche Versicherung , die ich bzw meine Ex-Frau abgeben wollten, wurde nicht berücksichtigt. Lohnt es sich nun vor dem Sozialgericht zu klagen ?
Es geht um 6 Monate zusätzlicher Anrechnungszeit bei einer Mini-Rente auf Basis von 5 Beitragspunkten.
Kann man berechnen, was bei einem positiven Urteil als Rentenerhöhung herauskäme ?
Müssten bei einem Gerichtstermin auch meine Reisekosten aus dem Ausland (Indonesien)
erstattet werden ?