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Anrechnungszeiten bei zwei Hochschulabschlüssen

von
Emil

Gilt ein Abschluss für das Lehramt an Gymnasien als Erwerb eines neuen Akademischen Grads, so dass die Zeiten dieses Zweit- (oder Aufbau-?)studiums als Anrechnungszeiten anerkannt werden. Dieses Studium wurde nach Abschluss des ersten Staatsexamens für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen erfolgreich abgeschlossen.
Und wie ist die Situation, wenn das erste Studium nicht erfolgreich abgeschlossen worden wäre.

von
Claire Grube

Bei einer hochschulmäßigen Lehrerausbildung ist das Ende der "Hochschulausbildung" grundsätzlich das erste Staatsexamen.

Beispiel:
Nach einem abgeschlossenen Lehramtsstudium für Gymnasiallehrer wird ein weiteres Studium für Sonderschul- oder Behindertenpädagogik zurückgelegt.
Lösung:
Auch dieses weitere Studium ist Hochschulausbildung, wenn hierdurch ein neuer (akademischer) Grad erworben werden kann.

Entsprechendes gilt, wenn zunächst ein Studium für das Lehramt der Sekundarstufe II mit der vorgesehenen Ersten Staatsprüfung absolviert und im Anschluss daran ein weiteres Studium für das Lehramt der Sekundarstufe I ebenfalls mit der Ersten Staatsprüfung zurückgelegt wurde.

Wichtig ist, ob ein neuer (akademischer) Grad erworben werden kann. Die Anerkennung ist nicht vom tatsächlichen Abschluss abhängig. Auch nicht abgeschlossene Hochschulausbildungen sind anzurechnen.

Ist jedoch zum Beispiel nach Ablegung der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt nach einem weiteren Studium nur eine Erweiterungsprüfung für das gleiche Lehramt abgelegt worden, ist das weitere Studium nicht als Hochschulausbildung berücksichtigungsfähig.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_58ABS1S1NR4BR19

Experten-Antwort

Sehr geehrter Herr Emil,

ich schließe mich den Ausführungen von Frau Grube an. Diese Darstellungen beinhalten die rechtlichen Auslegungen der gesetzlichen Rentenversicherung zu diesem Thema.