Anregung Reha, Dispositionrecht ...

von
Lunamor

Hallo

Ich habe viele Unwissenheiten. Ich (geb. Juni 1955) wurde seit Sept. 2008 Magenkarzinom festgestellt. Am 17 Feb. 2009 wurde ich operiert und ganze Magen entfernt (Gastrektomie), nach der Operation wurde ich leider mit MRSA infiziert und nach drei Wochen aus Krankenhaus entlassen (10. März 2009). Im Krankenhaus wurde, auf Empfehlung von Behandelnde Arzt, von Sozialdienst zusammen mit mir einen Antrag auf REHA (Anschlussrehabilitation) gemacht, aber wegen MRSA verschoben. Nach sechs Wochen (23 April 2009) wurde festgestellt dass ich nicht mehr mit MRSA infiziert bin. Aber Zwischenzeit (Ende März) haben wir, meinen Hausarzt zusammen mit mir, einen Formular "Einleitung zur Rehabilitation oder alternativen Angeboten" an die Krankenkasse geschickt. Die Krankenkasse hat mir einige Formularen für Deutsche Renteversicherung Bund zur ausfüllen geschickt ("normale" REHA nicht Anschlusrehabilitation AHB). Diese Formulare habe ich NICHT ausgefüllt und auch NICHT geschickt, weil ich von die Sozialarbeiterin wusste dass, ich nicht am Renteversicherung den Antrag machen muss, sonder beim Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung. In Absprache mit meinem Hausarzt haben wir einen anderen Antrag dort eingereicht. Am 24 April 2009 habe ich die Formulare von REHA Klinik bekommen und ich werde dort am 05. Mai 2009 sein.
Jetzt aber, am 23 April 2009 habe ich schon von Krankenkasse zwei Dokumente bekommen: 1) die Krankenkasse hat am MDK meine Unterlagen vorgelegt, "bei dieser Beratung wurde festgestellt dass, ich Erwerbsfähigkeit gefährdet bin und deshalb sie (die KK) mich auf eine Rehabilitationsantrag auffordern". Sie schreiben mir dass, ich Leistungen zu Lasten der Deutschen Rentenversicherung Bund beantragt habe (das habe ich nicht gemacht - siehe oben) und "mein Dispositionsrecht im Bezug auf die von mir beantragte Leistungen, einschränkt". 2) die Krankenkasse hat an der Deutsche Renteversicherung Bund einen "Aufforderung zum Antrag auf Rehabilitation nach § 51 SGB V - Nachschieben einer Aufforderung" geschickt und "deshalb mit heutigen Tagen das Dispositionsrecht eingeschränkt" ...
Meine Fragen: was soll ich verstehen und wenn etwas schlecht für mich ist, was soll ich dagegen machen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

von
Chris

In NRW gibt es die ARGE (Zusammenschluss von Krankenkasse und RV), dem Antrag dort steht der Antrag bei der DRV gleich. Schreiben Sie der Krankenkasse, dass sie dort den Antrag bereits gestellt haben. Ansich erhält die Krankenkasse aber von der ARGE auch direkt Nachricht.

Experten-Antwort

Hallo Lunamor,
wenn Sie im Krankengeldbezug stehen und die Krankenkasse feststellt, dass Ihre Erwerbsfähigkeit gefährdet oder bereits gemindert ist, kann die Krankenkasse Sie auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen. Für diesen Antrag haben Sie 10 Wochen Zeit. Sollten Sie den Antrag nicht stellen, entfällt der Anspruch auf Krankengeld! Sagen Sie deshalb Ihrer Krankenkasse, dass Sie bereits einen Antrag gestellt haben und am 05.05. Aufnahmetermin haben!

von
Lunamor

Aber was mir die Krankenkasse geschrieben hat ist nicht schlimm für mich? Ich meine diese Dispositionsrecht und Nachschieben einer Aufforderung... Oder? Ich verstehen nicht, was die KK von mir will ...

von
Lunamor

und vielen Dank für Ihren Antworten.

Experten-Antwort

Hallo Lunamor,
leider hat sich bei mir ein Fehler eingeschlichen. Die vorhergehende Expertenmeinung war, wie Sie vielleicht bereits bei der Anrede bemerkt haben, auf eine andere Frage bezogen.
Zu Ihrer Frage hinsichtlich des eingeschränkten Dispositionsrecht läßt sich folgendes sagen:
Dadurch, dass Sie von der Krankenkasse aufgefordert wurden, einen Rehaantrag zu stellen, ist Ihr Entscheidungsspielraum eingschränkt. Das heißt, sollte die Rehamaßnahme nicht erfolgreich sein, und Ihre Erwerbsfähigkeit soweit eingeschränkt sein, dass die Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung vorliegen, können Sie der Umdeutung des Rehaantrages in einen Rentenantrag nicht widersprechen. Damit müssten Sie den frühestmöglichen Rentenbeginn beanspruchen. Andernfalls wird die Krankenkasse die Krankengeldzahlung einstellen.

Experten-Antwort

Die Krankenkasse wollte, dass Sie einen Reha-Antrag stellen und das haben Sie getan, Sie haben ja bereits einen Termin für Ihre Reha, also kann die Krankenkasse erst mal nichts gegen Sie machen, kann Ihnen also auch das Krankengeld nicht einstellen.

von
Rentner

Sie schreiben: Damit müssten Sie den frühestmöglichen Rentenbeginn beanspruchen

Ist das richtig? Mir wurden von der DRV nach Feststellung der Erwerbsminderung 2 Termine zur Auswahl vorgeschlagen, ich habe der Einfachheit halber den späteren gewählt. Bis jetzt auch nichts gehört deswegen...

von
Oder so

Waren Sie zum ersten Antrag (vmtl. Reha) von der KK aufgefordert worden oder waren Sie 'frei' in Ihrer Entscheidung?!

von
Rentner

Es war die (übliche) Aufforderung der Krankenkasse, den Rehaantrag zu stellen.

von
Lunamor

Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre Hilfe.
Lunamor