Anspruch auf EMR durch freiwillige Beiträge

von
Hanne

Ich beziehe seit 2011 ALG II. Jedoch bin ich aufgrund einer Krebserkrankung so stark erwerbsgemindert, dass ich von der ARGE aufgefordert wurde einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen soll.

Problem: die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen liegen aufgrund des ALG II Bezuges nicht vor. Kann ich ab heute freiwillig Beiträge zahlen um mir für die Zukunft einen Anspruch auf EMR aufzubauen? Wenn ja, wie lange muss ich zahlen und wie hoch wären die Beiträge im Monat?

von
><

Um die wartezeitrechtlichen Voraussetzungen einer EM-Rente zu erfüllen, benötigen Sie PFLICHTbeiträge. Freiwillige Beiträge sind keine Pflichtbeiträge. Freiwillige Beiträge helfen nur dann bei EM-Renten, wenn Sie vor dem 01.01.1984 die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren Pflichtbeiträgen erfüllt haben und seither das Versicherungsverlauf lückenlos ist.
Nichtsdestotrotz: Durch den ALG-II-Bezug erwerben sie Anrechnungszeiten, die einen Verlängerungstatbestand bei der Prüfung zur Erfüllung der besonderen wartezeitrechtlichen Voraussetzungen darstellen. Wenn Sie also vor ALG II ab 2011 Pflichtbeiträge haben, sollte die Wartezeit erfüllt sein.
Als Indiz: Wenn Sie bspw. letztes Jahr eine Renteninformation erhalten haben, in dem bei der Erwerbsminderungsrente ein Zahlbetrag beziffert wurde, ist die Wartezeit erfüllt. Denn wenn eie es nicht wäre, stünde da dann auch kein Zahlbetrag.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Hanne,

wir schließen uns der Aussage von >< an.
Sie können sich auch telefonisch mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen und sich erläutern lassen, ob die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllt sind.