Anspruch auf Mütterrente?

von
Margarete

Hallo.

Folgender Fall: F
Frau verstorben am 08.07.2014. Witwerrente ab 08.2014, da Rentnerin. Altes Recht - Eheschließung 1946. Kein Anspruch auf Witwerrente, da eigene Altersrente zu hoch und Rente der Verst. zu niedrig.

Frage: 8.2014 - 10.2014 keine Anrechnung eigenes Einkomme, Witwerrente wird in voller Höhe ausgezahlt. Hat der Witwer noch Anspruch auf die Mütterrente ab 01.07.2014?

Danke.

von
=//=

Ja, da am 30.06.2014 ein Rentenanspruch (Altersrente) bestand. Da die Verstorbene vermutlich vor 1921 geboren war, erhöhen sich die Kindererziehungsleistungen (KLG) je Kind von 28,61 EUR auf 57,22 EUR (von 26,39 EUR auf 52,78 EUR Ost). Die erhöhten KLG werden auch bei der Witwerrente berücksichtigt.

Das Ganze wird ohne Antrag des Witwers festgestellt.

von
Schießl Konrad

Nein !

MfG.

von
Margarete

Ja - Nein ? Begründung wäre schön.

Besteht der Anspruch auf Mütterrente nur für den Monat Juli, da Frau im Juli verstorben ist, oder für das ganze Sterbevierteljahr?

von
Katja

Zitiert von: Margarete

Ja - Nein ? Begründung wäre schön.

Besteht der Anspruch auf Mütterrente nur für den Monat Juli, da Frau im Juli verstorben ist, oder für das ganze Sterbevierteljahr?


Die Antwort von Schießl ist auf jeden Fall falsch.
Die Antwort von =//= wirft eine Frage auf die nicht unwichtig ist.
Welcher Jahrgang war denn die Verstorbene.
Näheres danach.
Katja

von
Kai-Uwe

Die Antwort "Nein" ist purer Blödsinn.

Natürlich besteht Anspruch auf die erweitere rentenrechtliche Bewertung der Kindererziehungszeiten( umgangssprachlich Mütterrente).

Sie dürfen die "Mütterrente" nicht als eigene Rentenleistung sehen, grob gesagt geht es nur darum, die Rente pro Kind um einen Entgeltpunkt zu erhöhen.

Aus dem vorliegenden Fall ergibt sich, dass die Hinterbliebenenrente nach dem 30.06.2014 begonnen hat. Alle Renten mit Rentenbeginn 1.7.14 aufwärts haben die zusätzlichen Punkte bereits inbegriffen.

D.h. zum einen: Die H-Rente im Sterbevierteljahr enthielt zusätzliche Entgeltpunkte ("Mütterrente")
D.h. zum anderen: Nach dem Sterbevierteljahr wird es keine laufende Rentenleistung oder eine Nachzahlung aufgrund des neuen Gesetzes geben.

MfG

von
Margarete

Aha, also ja.

Verstorbene war Jahrgang 1924.

von Experte/in Experten-Antwort

Ja, der Witwer profitiert auch von der sogenannten Mütterrente.

von
Katja

Hallo @Margarete,

Ihre Frage ist ja inzwischen korrekt beantwortet.
Entscheidend ist aber, das die Verstorbene nicht vor dem 1.1.1921 geboren ist.
Sonst wären die Antworten falsch da es Kindererziehungszeiten erst für die Geburtsjahrgänge ab 1921 gibt.
Für die Jahrgänge vor 1921 gibt es die "Kindererziehungsleistung", damals als Rente für "Trümmerfrauen" bezeichnet. Diese Leistung ist keine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung, auch wenn sie aus Verwaltungsgründen von der DRV ausbezahlt wird.
Diese Leistung fällt mit Ablauf des Sterbemonats weg.
Eine "Mitnahme" in die Witwerrente gäbe es hier nicht.
Katja

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Katja

Hallo @Margarete,

Ihre Frage ist ja inzwischen korrekt beantwortet.
Entscheidend ist aber, das die Verstorbene nicht vor dem 1.1.1921 geboren ist.
Sonst wären die Antworten falsch da es Kindererziehungszeiten erst für die Geburtsjahrgänge ab 1921 gibt.
Für die Jahrgänge vor 1921 gibt es die "Kindererziehungsleistung", damals als Rente für "Trümmerfrauen" bezeichnet. Diese Leistung ist keine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung, auch wenn sie aus Verwaltungsgründen von der DRV ausbezahlt wird.
Diese Leistung fällt mit Ablauf des Sterbemonats weg.
Eine "Mitnahme" in die Witwerrente gäbe es hier nicht.
Katja

Richtig, danke, dieser Betrag war auch steuerfrei.

MfG.