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Experten-Antwort

Antrag auf EM-Rente

von vivilchen260926.08.2011 | 18:22
1481 Ansichten
3 Antworten

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Guten Tag, bin zurzeit in einer Reha die kurz vor dem Abschluss steht, meine bisherige Arbeit werde ich laut Befund nicht mehr aufnehmen. Eine Umschulung kommt auch nicht in Frage, nun hat die in der Klinik ansässige Sozialabteilung für mich einen Antrag auf volle EM eingereicht. Frage: Stehen die Chancen eher schlechter oder besser für eine bewilligung der Em als wenn ich diese selber beantragt hätte und wie lange würde diese Enstcheidung (Erfahrungswert) dauern? Danke im Voraus Lg

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Gleich vorweg: Den Antrag stellen Sie immer selbst. Selbst wenn der Sozialdienst der Klinik Ihnen bei der Antragstellung geholfen hat, haben Sie die Antragsformulare persönlich unterschrieben.

Die Entscheidung, ob der medizinische Leistungsfall der Erwerbsminderung eingetreten ist, wird nicht von der Rentenversicherung nicht anders bewertet, als wenn Sie die Antragsvordrucke allein ausgefüllt hätten oder den Antrag über die Stadt- oder Gemeindeverwaltung oder über die Beratungsstelle der Rentenversicherung gestellt hätten, da das Vorliegen oder Nichtvorliegen der med. Voraussetzungen nicht von der Art der Antragstellung abhängig ist.

Wie die Chancen in Bezug auf eine Bewilligung und hinsichtlich einer möglichst kurzen Bearbeitungszeit beim Rentenversicherungsträger stehen, sind immer individuell verschieden, sodass an dieser Stelle (dies zudem ohne Möglichkeit der Einsichtnahme der Unterlagen) keine Prognose möglich ist.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

2 Antworten

abcdam 26.08.2011 | 19:02
Antrag ist Antrag,egal wer ihn stellt. Und über die Dauer des Vorgangs befragen Sie bitte eine gute Hellseherin mit polierter Glaskugel. Das kann von wenigen Monaten bis mehrere Jahre dauern.
Bolteam 26.08.2011 | 19:37
Zunächst einmal sollten Sie nicht zu optimistisch sein! Auch in meinem Fall hatte damals der Sozialdienst der Rehaklinik einen Rentenantrag empfohlen, den ich dann auch sofort, noch während der Reha, voller Zuversicht im Rathaus gestellt habe. Die Ernüchterung kam dann am Vortag meiner Entlassung, als mir der zuständige Stationsarzt offenbarte, dass ich trotz meiner erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen noch lange nicht so weit erwerbsgemindert wäre, dass mir Rente zustehen würde. Tatsächlich fiel der Entlassungsbericht dann auch entsprechend aus: "Letzte Tätigkeit gar nicht mehr, allgemeiner Arbeitsmarkt vollschichtig!" Was der Sozialdienst empfiehlt, muss also noch lange nicht mit den Ansichten der Klinikärzte und Therapeuten übereinstimmen! Einen Antrag auf "volle" oder "teilweise" Erwerbsminderung gibt es übrigens nicht. Man kann nur Rente wegen Erwerbsminderung beantragen. Was dann letztlich bewilligt wird, ergibt sich nach abgeschlossener Sachstandsermittlung automatisch!
Deutsche Rentenversicherung
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