Antrag auf EM Rente abgelehnt, Befunde erfunden

von
polarschnee

Sehr geehrtes Forum, mein EM Antrag wurde abgelehnt und ich habe mir den Bericht der Gutachterin zusenden lassen. Über den Inhalt war ich erstaunt. Angefangen mit dem falschen Vornamen über Körpergröße, Gewicht, Blutdruck, Puls, Reflexe neurologische Ergebnisse usw. ist alles erfunden, denn es hat weder eine körperliche, noch eine neurologische Untersuchung stattgefunden.
Anscheinend gibt es hier einen Vordruck der Dame der nur noch mit dem Namen versehen wird. Auch noch falsch geschrieben.
Ist das nicht schon ein Grund die Ablehnung anzufechten?
Sollte sich die Rentenversicherung nicht wg. Fälschung das Honorar zurück fordern?

von
KSC

Was soll dazu jemand von außen sagen?

Stellen Sie es richtig, dazu brauchen Sie aber keine Meinungen im Forum.

von
Herz1952

Hallo Polarschnee,

es könnte sein, dass tatsächlich eine Namensverwechselung vorliegt. Informieren Sie die zuständige Stelle bei der RV und/oder setzen Sie die Gutachterin davon in Kenntnis, falls es eine Gutachterin war, die eine Vertragspraxis auch mit der Krankenkasse hat.

Notfalls legen Sie Widerspruch ein und schildern die Sache aus Ihrer Sicht.

Verständigen Sie auch Ihren Hausarzt.

Dann hoffen wir, dass sich die Sachlage aufklärt, ohne weitere Schritte zu unternehmen.

Solche Sachen können durchaus passieren.

Herz1952

von
Christina Nowak

Mein Rat wäre, ganz schnell zum Hausarzt gehen und mit ihm das Gutachten durchsprechen.
Er kennt die Krankengeschichte!

Erst dann würde ich nach Rücksprache mit dem Hausarzt Widerspruch einlegen.

von
polarschnee

Danke für die Antworten. Sicherlich kann man einen Vornamen schon mal falsch schreiben. Aber ein Gutachten verfassen, ohne jemanden körperlich und neurologisch untersucht zu haben, darüber kann ich mich beruhigen.

von
W*lfgang

Hallo polarschnee,

legen Sie erst mal Widerspruch ohne Begründung (zur Fristwahrung) ein, dann haben Sie zeitlich etwas Luft.

Und natürlich sollten Sie gegen die Ablehnung Widerspruch einlegen, wenn - so wie Sie schildern - ein 'falsches' Gutachten für die Ablehnung herangezogen worden ist. (Med.) Akte von der DRV anfordern, könnte auch nicht schaden, um weitere Erkenntnisse zu erzielen. Selbst ein eigen formulierter Widerspruch, der inhaltlich massiv jede Abweichung darstellt/kommentiert, kann helfen – ob dann letztendlich die EM-Rente nach anschließendem 'richtigem' Gutachten durchkommt, steht auf einem anderen Blatt.

Weiteren Rat/Vorgehensweise erhalten Sie in jeder DRV-Beratungsstelle/Rathaus/Versicherungsamt, auch Sozialverband VdK können hilfreich sein (man muss nicht gleich zu einem Fachanwalt rennen (Kosten), es sei denn, Sie könnten Prozesskostenhilfe erhalten).

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo polarschnee,
die Verwechselung ist selbstverständlich nicht tolerierbar. Sie sollten Widerspruch einlegen und in der Begründung auf die Verwechselung hinweisen, ggf. eine Stellungnahme Ihres behandelnden Arztes beifügen und um eine neue Begutachtung bitten.

von
Paolo Seifert - DRV Bund

Hallo,
wir haben Ihren Antrag nochmals geprüft und es ist tatsächlich ein Fehler passiert.
Aber es gilt, ähnlich wie im Sport, die Tatsachenentscheidung.
Es tut uns leid.
Bitte keine weiteren Mails mehr.
Danke und viel Erfolg im Berufsleben.

Ihre Rentenversicherung in Berlin.

von
Jennifer

Zitiert von: Paolo Seifert - DRV Bund

Hallo,
wir haben Ihren Antrag nochmals geprüft und es ist tatsächlich ein Fehler passiert.
Aber es gilt, ähnlich wie im Sport, die Tatsachenentscheidung.
Es tut uns leid.
Bitte keine weiteren Mails mehr.
Danke und viel Erfolg im Berufsleben.

Ihre Rentenversicherung in Berlin.


Woher weiß die RV wer den Beitrag verfasst hat? Es sind doch keine Namen gefallen?

von
Lilienkamp Sören

Zitiert von: Jennifer

Zitiert von: Paolo Seifert - DRV Bund

Hallo,
wir haben Ihren Antrag nochmals geprüft und es ist tatsächlich ein Fehler passiert.
Aber es gilt, ähnlich wie im Sport, die Tatsachenentscheidung.
Es tut uns leid.
Bitte keine weiteren Mails mehr.
Danke und viel Erfolg im Berufsleben.

Ihre Rentenversicherung in Berlin.


Woher weiß die RV wer den Beitrag verfasst hat? Es sind doch keine Namen gefallen?

Hören Sie bitte mit den Drohbriefen auf, Jennifer.