Antrag auf Rehabilitationsleistungen oder Erwerbsminderungsrente

von
Nadine90

Hallo,
ich bin im Juli 2018 krank geworden und habe nun bis zum 01.01.2020 Krankengeld erhalten. Ab den 02.01.2020 habe ich mich arbeitssuchend gemeldet und musste in dem Zuge einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, den ich bei der Arbeitsagentur abgegeben habe.

Nun habe ich Post von der Arbeitsagentur bekommen. In dem Brief steht, dass ich in meiner Leistungsfähigkeit so weit gemindert wäre, sodass ich nur noch weniger als 15 Stunden wöchentlich arbeiten könne. Nun soll ich einen Antrag auf Rehabilitationsleistungen oder Erwerbsminderungsrente stellen.

Allerdings hat mir mein Psychiater bei unseren letzten Gespräch bestätigt, dass nichts dagegen spricht, wenn ich wieder Vollzeit arbeite.

Wie soll ich mich nun am besten verhalten? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Nadine90

Experten-Antwort

Hallo Nadine90,
die Agentur für Arbeit geht aktuell von einer Leistungsfähigkeit von weniger als 15 Stunden wöchentlich bei Ihnen aus. Aufgrund welcher Unterlagen diese Feststellung getroffen wurde, kann von hier aus nicht beurteilt werden.
Nachdem Ihr behandelnder Arzt und Sie davon ausgehen, dass Sie wieder in Vollzeit arbeiten können, stehen nun zwei Meinungen gegenüber.
Sie sollten dies - am besten unter Vorlage einer aktuellen ärztlichen Bescheinigung, dass Sie wieder vollschichtig arbeiten können - mit Ihrem/r Sachbearbeiter/in bei der Agentur für Arbeit besprechen.
Sofern die Agentur für Arbeit an ihrer Meinung festhält, sollten Sie - um nicht den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu gefährden - einen Antrag auf Rehabilitationsleistungen stellen. Im Zuge dieses Antrags wird erneut durch den ärztlichen Dienst der Rentenversicherung (sofern sich die Zuständigkeit der Rentenversicherung für den Reha-Antrag ergibt) das Leistungsvermögen überprüft.

von
Schade

Was haben Sie denn in den besagten Gesundheitsfragebogen geschrieben?

Wenn jemand sich beim Arbeitsammt meldet und dort sagt, dass er komplett arbeitsfähig sei, kommt das Amt gar nicht auf die Idee, dass Sie nicht arbeiten können?

Somit gehe ich davon aus, dass Sie da schon irgendwelche "Hinderungsgründe" angegeben haben?