antrag auf teilhabe am arbeitsleben zurückziehen

von
Chris

Hallo,
habe einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben im Oktober 2015 auf Geheiß der Agentur für Arbeit gestellt, davor aber einen eigenen Antrag auf REHA.

Nun war ich zur REHA, bin arbeitsunfähig entlassen und mein Leistungsvermögen,wie dort festgestellt wurde, ist soweit eingeschränkt (unter 3 Std.), dass mir geraten wurde einen Erwerbsminderungsrentenantrag zu stellen, was ich getan habe.

Mein Alg I ist im Januar 2016 ausgelaufen, ich bekomme kein Geld mehr vom Amt bin dort auch nicht mehr gemeldet, da arbeitsunfähig und ich hänge bei der RV zwischen 2 Anträgen. Wird es mir als Nachteil ausgelegt, wenn ich den Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zurückziehe, da dieser nun überholt ist?
Auf Antwort werde ich mich sehr freuen.

von
???

Wenn Sie Ihren Antrag mit der von Ihnen genannten Begründung zurückziehen, gibt es keine Probleme.

von
=//=

Nein, das wird zu keinem Nachteil ausgelegt. Sie sollten aber den Antrag NICHT zurückziehen. Die DRV entscheidet nun aufgrund des Entlassungsberichtes aus der med. Reha, ob Erwerbsminderung besteht oder nicht. Da Sie noch keine Entscheidung über den LTA-Antrag haben, würde dieser dann abgelehnt werden, wenn Sie erwerbsgemindert sind. Warten Sie bitte die Entscheidung der DRV ab. Sie können sich ja auch telefonisch bei der Sachbearbeitung melden und sich nach dem Stand des Rentenverfahrens erkundigen. Es ist in Ihrem Fall schon wichtig, da Sie keine Leistungen mehr erhalten.

Experten-Antwort

Guten Morgen Chris,
Sie haben nichts falsch gemacht und auch keine Veranlassung den LTA - Antrag zurückzuziehen.
Die Prüfung des Erwerbsminderungsrentenantrages beinhaltet gleichzeitig die Prüfung, ob Leistungen zur Teilhabe (med. und berufl.) zur Vermeidung von Rentenleistungen möglich sind.
D.h. durch Ihren Antrag auf LTA kann der Rentenversicherungsträger evtl. sogar schneller prüfen, in welche "Richtung" (Teilhabeleistung oder Rente) es weiter geht.
Viele Grüße

von
Chris

Es ist so, dass ich mich mit der RV bereits telefonisch in Verbindung gesetzt habe und die mir erklärten, dass ich zwischen zwei Anträgen hänge und dass erst einmal auf Teilhabe entschieden werden muss und dann erst die Angelegenheit an die Abteilung "Erwerbsminderung" gehe. Das dauere länger und ich könne ja den Antrag zur Teilhabe ...... zurückziehen.

Meine Frage war nun, ob man es mir als Nachteil auslegen könne. Der Antrag zur Erwerbsminderungsrente wurde im Dezember 2015 gestellt.

von
=//=

Das ist aber ein seltsames Vorgehen! Liegt evtl. der Entlassungsbericht aus der med. Reha dort noch nicht vor? Denn aufgrund des EB kann doch bereits geprüft werden, ob Sie erwerbsgemindert sind oder aber LTA in Frage kommen.

Experten-Antwort

Hallo Chris,
natürlich kenne ich Ihr Restleistungsvermögen und Ihre Einstellung zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht. Sofern Sie von der Agentur für Arbeit zur Reha-Antragstellung aufgefordert wurden, sollten Sie den Teilhabeantrag nicht zurückziehen, da dies mit Nachteilen verbunden sein könnte.
Die evtl. Nachteile könnten Sie bei der Agentur für Arbeit hinterfragen.
Sollte bei auslaufendem Alg I keine Nachteile zu erwarten sein, so könnten Sie den Teilhabeantrag zurückziehen. Die Prüfung nach dem Grundsatz Reha vor Rente würde jedoch ohnehin stattfinden.
Viele Grüße

von
Chris

Mein Leistungsbild ist aufgehoben und mein Restleistungsvermögen ist unter 3 Std. in meinem zuletzt ausgeübten Beruf, noch für irgendeine andere Arbeit, so der Bericht aus der REHA im November. Der Amtsarzt der AfA hat im September mindestens 3 Std. erkannt, nach einer halben Std. miteinander reden. Die beiden Abteilungen der RV wissen voneinander und haben sich bereits ausgetauscht. Wobei ich die Aufforderung zum Antrag auf Erwerbsminderungsrente mit den dazugehörigen Unterlagen nach der REHA von der RV zugesand bekommen habe. Es liegt dort alles vor.

von
Chris

Bin 62 und muss nicht nocheinmal los.