Antrag auf Weiterbewilligung EM-Rente 6 Monate vorher

von
Uschi

Hallo*,
ich bin immer sehr interessiert an den Beiträgen im Forum, da diese sehr informativ sind. Ich habe auch gelesen, dass man einen Antrag auf Weiterbewilligung der EM-Rente ca. 6 Monate vorher stellen soll. Die EM-Rente meines Mannes ist befristet bis 31.12.2012. Da nun Urlaubszeit ansteht haben wir den Antrag ausgefüllt und ich war gestern bei der DRV. Der Berater war sehr unfreundlich und erklärte mir, das ist viel zu früh, Sie müssen unser Schreiben abwarten und die Unterlagen sind sowieso unvollständig, es fehlt das Gutachten vom Arzt. Ich erklärte ihm, dass ich es im Forum gelesen habe, dass man schon 6 Monate vorher den Antrag stellen soll (gut es waren ein paar Tage mehr, weil es zeitlich eben reinpasste) die Antwort war, das kann gar nicht sein in unserem Forum nicht, auf meine Frage, weshalb ich das Gutachten vom Arzt bingen muss wo es doch das letzte Mal von der DRV eingefordert wurde, hat er mir ebenfalls erklärt, dass das gar nicht sein kann, das wird immer so gemacht und der Arzt kann dann ca. 25€ einfordern von Ihnen und ich soll jetzt warten bis die Aufforderung kommt und dann brauch ich gar nicht zu ihnen kommen das kann ich auf dem Rathaus abgeben, die werden geschult und können das auch. Jetzt bin ich total verunsichert, man hätte den Antrag doch annehmen können, wo ist das Problem und kann sich das negativ auswirken auf die Antragstellung, weil ich zu früh war, da er am PC Notizen gemacht hat, was weiß ich nicht. Lag ich wirklich so falsch?? Ich hatte dann noch Fragen wegen der Schwerbehindertenrente mit 50GB mir wurde erklärt das ist jetzt noch kein Thema!?!?! Da ich selbst im öffentlichen Dienst beschäftigt bin mit Kundenverkehr war ich einfach nur geschockt und dachte "freundlich" ist etwas anderes. Das musste ich jetzt einfach loswerden und weshalb wird anderen geraten den Antrag 6 Monate vorher abzugeben, wenn dies dann gar nicht so sein darf????

Experten-Antwort

Zunächst einmal: Einen Antrag kann man immer stellen, sodass von "nicht dürfen" im Sozialversicherungsrecht keine Rede ist. Die antragsaufnehmende Stelle darf die Auf- bzw. Entgegennahme eines Antrages selbst dann nicht verweigern, wenn dieser keine Aussicht auf Erfolg hat und man absehen kann, dass der Antrag abgelehnt wird.

Allerdings ist es tatsächlich ein wenig früh, den Verlängerungsantrag sechs Monate vor dem Zeitrentenende zu stellen. In der Regel haben die Rentenversicherungsträger ohnehin Fristen gespeichert, um auch ohne Sie auch ohne ihre vorherige Antragstellung bzgl. einer Verlängerung anzuschreiben(dies geschieht meistens 3 Monate vorher) oder auch ohne Ihre vorherige Meldung selbständig medizinische Prüfungen in die Wege zu leiten. Eine medizinische Prüfung findet meistens dann meistens max. zwei bis drei Monate vor Ablauf der Zeitrente statt, da der Rentenversicherungsträger den medizinischen Stand erfahren möchte, der zum Zeitpunkt der Entscheidung über eine Verlängerung gültig ist. In einem halben Jahr vorher könnten sich (je nach Krankheit bzw. Leiden) theoretisch Veränderungen ergeben, die Einfluss auf die Entscheidung haben.

von
browni

meine läuft auch bis zu diesem datum,habe ähnliches gesagt bekommen nur das der antrag dann doch angenommen wurde,bei der ersten verlängerung bekam ich 6 monate vor ablauf einen antrag zugesendet,danach ging ich nun wieder,da bis diese woche nichts kam und ich mir sicher gehen wollte.hab ich von mir aus einen verl.antrag gestellt worauf gesagt wurde sei noch was zu früh.worauf ich zu ihr meinte bei meiner letzten verl.sind sie 6 monate früher angekommen.schauen sie mal nach und das ich nun danach ging um sicher zu gehen,zumal es eigentlich nur noch 4 volle monate wären zur bearbeitung da ich gern bis zum 1.12 klarheit haben möchte ( man muss ja planen ),das falls widerspruch nötig sei und ich woanders rechtzeitig geldleistungen beantragen müsste,damit alles nahtlos übergeht da eine ganze familie dran hängt und das bis dahin noch 3 urlaubszeiten kommen sommer,herbst und winterferien.da wusste sie nichts drauf zu sagen. ausser das es nun bearbeitet würde wenn er schonmal da sei.
da darf man sich schon fragen ob die manchmal wissen was sie selbst machen oder wollen.

von
Klaus-Peter

Ich wäre gar nicht persönlich zur DRV gegangen um den Antrag abzugeben. Warum macht man das überhaupt ? Es passiert dann unter Umständen genau das was ihnen jetzt widerfahren ist. Es gibt eben dort bei der DRV und auch in anderen Behörden noch genügend Schnarchnasen die weder Ahnung von der Thematik haben, noch eine heutzutage erforderliche Kundenfreundlichkeit an den Tag legen. Man kann nur hoffen das diese Leute langsam aber sicher aussortteirt werden und in die Wüste geschickt werden.

Senden Sie also den EM-Verlänegrungsantrag jetzt einfach per Post zur DRV ( wie es fast alle anderen ja auch machen ) und die Sache wird dann bearbeitet. Es wird kaum der Antrag zurückgeschickt werden zu ihnen weil es " noch zu früh dafür ist " . Sollten anderweirtig noch Fragen aufttauchen wird sich die DRV schon bei ihnen melden. Da können Sie sicher sein.

Haben Sie ärztliche Atteste / Berichte aus den letzten 2 Jahren vorliegen und die der DRV noch nicht bekannt sind, sollten Sie diese dem Antrag auf jeden Fall gleich beilegen. Das kann durchaus das ganze Verfahren beschleunigen und auch zu ihren Gunsten in die richtige Richtung lenken. Einen Befundbericht brauchen Sie selbst natürlich nicht von ihrem Arzt zu besorgen sondern diese würde ( falls überhaupt benötigt ) driekt von der DRV beim Arzt angefordert werden. Dort ist auch ein Formular dabei wo sich der Arzt diese 25 € von der DRV dann erstatten lassen kann. Sie brauchen da gar nichts zu zahlen !

Sollte dann noch ein richtiges Gutachten nötig sein wird die DRV Sie dann zu einem entsprechendem Termin einladen.

von
Uschi

Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre Antworten.