Antrag EMR-Verlängerung - Reha med. berufliche Arbeitserprobung

von
Zausel

Hallo ,
ein guter Bekannter von mir hat einen Antrag auf Verlängerung einer EM-Renten gestellt (EM-Rente wird bisher 8 Jahren und 7 Monate gezahlt) . Nun hat er eine Aufforderung zur med. Reha in einer Klinik mit Beruflicher widereingliederung in den Arbeitmarkt bekommen. Er ist aber aufgrund schwere Depression nicht in der lange an Arbeitsleben, oder an eine Arbeitserprobung teilzunehmen.
Ist der Antrag auf Verlängerung der EMR, mit dem Antrag auf med Reha hinfällig , Verlängerung der EMR damit abgelehnt?
Welche Möglichkeiten gibt es ohne med. Reha die weiterbewilligung der EMR durchzusetzen?
Danke für im vorraus für eine Info?
Gruß Zausel

von
Schade

Der Verlängerungsantrag ist nicht abgelehnt - die DRV scheint jedoch die Möglichkeit zu sehen dass der Kunde infolge einer Reha vielleicht doch wieder ins Arbeitsleben eingegliedert werden könnte und die Rente somit hinfällig sein könnte.

Wie dies im Einzelfall aussieht und wie "der Bekannte" medizinisch gegen die Reha argumentieren könnte hängt doch letztlich von seinem Gesundheitszustand ab. Da argumentativ zu unterstützen ist wohl eher Aufgabe seiner Ärzte / Therapeuten, oder?

von
Grobi

Zitiert von: Zausel
Hallo ,
ein guter Bekannter von mir hat einen Antrag auf Verlängerung einer EM-Renten gestellt (EM-Rente wird bisher 8 Jahren und 7 Monate gezahlt) . Nun hat er eine Aufforderung zur med. Reha in einer Klinik mit Beruflicher widereingliederung in den Arbeitmarkt bekommen. Er ist aber aufgrund schwere Depression nicht in der lange an Arbeitsleben, oder an eine Arbeitserprobung teilzunehmen.
Ist der Antrag auf Verlängerung der EMR, mit dem Antrag auf med Reha hinfällig , Verlängerung der EMR damit abgelehnt?
Welche Möglichkeiten gibt es ohne med. Reha die weiterbewilligung der EMR durchzusetzen?
Danke für im vorraus für eine Info?
Gruß Zausel
Auch für eine Verlängerung gilt der Grundsatz "Reha vor Rente". Wenn eine Reha vorgeschaltet wird, geht es darum, ob die Erwerbsfähigkeit dadurch wieder hergestellt werden kann. Offenbar sieht die RV hier das Potenzial dazu. Dennoch kann es trotzdem dazu führen, dass als Endergebnis selbstverständlich auch die Verlängerung der EMR erfolgt,falls die Reha nicht so greift, wie vermutet. Um gar nicht dorthin zu gehen, müsste Ihrem Bekannten ärztlicherseits eine Reha-Unfähigkeit attestiert werden. Dort sollte sorgfältig begründet werden, aus welchem Grund diese nicht gegeben ist. Bei psychischen Erkrankungen fällt es mitunter schwer, dass Haus überhaupt zu verlassen und oftmals liegt der Reha-Ort absichtlich weit weg. Schwierig ist auch, wenn dort keine Medikation erfolgt, sondern therapeutisch nur reden auf dem Plan steht. Ein psychisches Leiden ist eben nicht so eindeutig, wie etwas körperliches oder ein schlechter Blutwert sondern leider viel facettenreicher.Wenn es jedoch durch die Reha gelingt, eine wirkliche Verbesserung zu erzielen, dann ist das doch etwas richtig Gutes!

Experten-Antwort

Hallo User Zausel,

die User haben Ihnen schon die Möglichkeiten aufgezeigt, wie Ihr Bekannter gegen die vorgeschlagene Reha-maßnahme vorgehen kann. Auch mal Kontakt mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger aufnehmen, wäre auch eine Möglichkeit und klären, ob eine Reha überhaupt sinnvoll ist.