Antrag Erwerbsminderungsrente

von
Leona

Nach Diagnosen wie chron. Rheuma, Morbus Bechterew, Hüftfehlstellung beidseitig, Schuppenflechte, 5 Operationen an den Füßen wegen Fehlstellungen, Arthroseknoten an den Händen und einem Bandscheibenleiden hat mir mein behandelnder Rheumatologe nahe gelegt, über einen Rentenantrag nach zu denken, da ich trotz dreimaligem Spritzen von Medikamenten in der Woche nicht ohne Schmerzen bin. Ich bin 49 Jahre und habe zur Zeit noch einen Schwerbehindertenausweis von 50 Prozent./Erhöhung beantragt.
Wie stehen meine Chancen. Ich weiß, das meine körperliche Verfassung für diesen Antrag spricht, habe aber Angst, das ich nachher meine Arbeit verliere und vor dem nichts stehe.

Experten-Antwort

Hallo Leona,

ich fürchte, diese Entscheidung kann Ihnen keiner abnehmen.
Die Prüfung der Erwerbsminderung erfolgt immer ganz individuell - da sind leider keine Prognosen anhand der genannten Diagnosen möglich.
Wenn Sie und Ihr Arzt der Meinung sind, dass Sie nicht mehr mindestens 6 Stunden am Tag arbeiten können, dann könnte ein Antrag in Frage kommen. Wie Ihr Arbeitgeber reagiert, ist natürlich schwer einzuschätzen - wenn die Rentenversicherung den Antrag ablehnt, sollte er doch eigentlich keinen Anlass für eine Beendigung des Arbeitsvertrages haben, oder?
Und bei Bewilligung des Antrages beziehen Sie dann zumindest die Rente. Vielleicht wäre - bei einer teilweisen Erwerbsminderung - auch die Verhandlung über ein Teilzeitarbeitsverhältnis möglich.