Antrag Teilhabe Arbeitsleben und mediz-berufliche REHA

von
Lara

Hallo,

noch während einer medizinischen Reha habe ich aus der Klinik einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt. Obwohl im Entlassungsbericht erwähnt wurde, meine Erwerbsfähigkeit sei deutlich gefährdet, lehnte die DRV den Antrag zunächst ab.

Ein von mir eingelegter Widerspruch führte zunächst dazu, dass ein fachärztliches Gutachten durch die DRV beauftragt wurde. Diese liegt mittlerweile vor.

Auf telefonische Nachfrage erfuhr ich gestern, dass mein Widerspruch in der Weise erfolgt gehabt haben soll, als dass er nicht zurückgewiesen wurde. Stattdessen würde man mir einen Voschlag schicken. Auf Nachfrage teilte der Herr mir mit, dass es sich dabei um eine medizinisch-berufliche REHA handeln würde.

Ich kann mir darunter erstens nichts vorstellen, worum handelt es sich dabei? Ist das denn jetzt eine Entscheidung über meinen Widerspruch, heißt das, dass Leistungen zur Teilhabe in Form einer Umschulung nicht in Frage kommen? Wenn die DRV von einem "Angebot" spricht, dann müsste das freiwillig sein. Was würde es bedeuten, wenn ich das Angebot ablehne, hätte sich dann mein Antrag auf Teilhabe am ARbeitsleben auch gleicht miterledigt?

Ich wäre froh, wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Danke

von
Helfer

Infos gibt es hier: http://infomed.mds-ev.de/sindbad.nsf/de083cd4fce51312c12571e700442bef/e9ac1e10bdb2ee37c1256ee20002c36a/$FILE/BMGS_Brosch_mb%20Reha_2004_11.pdf

von
Lara

Guten Morgen,

vielen Dank für den Hinweis. Die Broschüre habe ich mir angesehen. Leider aber wurden meine Fragen (s.o.) dadurch noch nicht beantwortet. Vielleicht weiß jemand weiter.

Insbesondere bewegt mich, ob mit dieser Entscheidung der DRV mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben endgültig beschieden wurde....

Lara

von
LTA

Hallo,

ob Ihnen eine Umschulung überhaupt noch angeboten werden kann ist von Ihrem Alter abhängig.Welcher Jahrgang sind Sie denn BItte?Eine Umschulung nützt Ihnen nichts wenn Sie jetzt bereits schon älter als 45 Jahren sein sollten.

Gruss LTA

von
Nix

Hallo Lara!
Eine med.-berufliche Rehabilitationsleistung ist eine Art Arbeitserprobung. Sie werden für 6 bis 8 Wochen in eine Rehabilitationsklinik geschickt, in der Sie für verschiedene Berufstätigkeiten erprobt und auch med. betreut werden.
Das ist eine Art Vormassnahme, um auszuloten, für welche Tätigkeiten Sie überhaupt in Frage kommen. Nach dieser Leistung wird ein Entlassungsbericht erstellt und in Absprache mit Ihnen ein gezielter Beruf /oder mehrere vorgeschlagen, welche/r für Sie in Frage kommt. Dann lädt Sie der Fachberater in aller Regel nochmal zu einem Gespräch ein und fragt Sie, welchen Beruf Sie umschulen möchten. Anschliessend wird alles weitere veranlasst.(Umschlung etc.) Das ist eine medizinisch-berufliche Erprobungsmassnahme.
Also Kopf hoch: Sie haben schon gewonnen mit Ihrem Widerspruch!

Nix

von
LTA

Hallo Nix,

gewonnen hat man in diesem unserem Lande erst dann,wenn man es schriftlich hat oder die Asche auf dem Konto ist.Sogesehen hat also Lara nur eine telef.Auskunft von einem der sich nicht traut die Wahrheit zu sagen.Und selsbt wenn es zur med.Arbeitserprobung kommt was hat man dabei gewonnen?Eine Eingliedrungshilfe?Integrationsmaßnahme?Oder sonstwas tolles?

MfG LTA

Experten-Antwort

Hallo, Lara,

der Rehabilitationsbedarf kennzeichnet die auf den Einzelfall bezogene Notwendigkeit, die zur Realisierung des Teilhabeziels geeigneten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben durchzuführen.

In Ihrem Fall empfehlen wir eine spezielle Reha(-fach)beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe. Diese Serviceleistung ist natürlich kostenfrei.

von
LTA

Bei einbrechender Dämmerung ist mit Dunkelheit zurechen.
Man man.Herr Bamter

von
Lara

Hallo,

vielen dank für Ihre Antwort. Das hört sich doch erst einmal nicht negativ an. Gibt es Ihres Wissens auch die Möglichkeit die Maßnahme "mediz.-berufl. REHA" auch ambulant durchzuführen. Ich habe eine Partnerin, die noch studiert und einen 6 Monate alten Sohn zu hause. Es war schon in den 7 Wochen der mediz. Reha problematisch, wenn ich noch einmal weg muss, wäre das leider nicht ganz einfach. In einer Klinik, u.U. weit weg von zu hause untergebracht zu sein ist schon etwas anderes, als nach einem 8-stunden Arbeitstag am Abend zu hause zu sein und meiner Partnerin unter die Arme greifen zu können.

Verstehe ich es richtig, dass es in der "Vormaßnahme" dann in erster Linie darum geht zu gucken, für welche Berufe ich gesundheitlich geeignet bin, bzw. bis zu welchem Grad ich belastbar bin? Dann müsste die Frage ob Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben indiziert sind, d.h. mir zustehen ja bereits für mich positiv beantwortet sein. Die Ablehnung meines entsprechenden Antrages wurde seinerzeit damit begründet, dass meine Erwerbsfähigkeit nicht erhebllich geminder oder zumindest erheblich gefährdet ist. Soweit mein diesbezüglicher Widerspruch ja nun offensichtlich nicht zurückgewiesen wurde, kann ich davon ausgehe, dass, insbesondere nach dem durch die DRV beauftragten fachärztlichen Gutachten und der Entscheidung zur medizinisch-beruflichen Reha, eine Gefährdung meiner Erwerbsfähigkeit doch vorliegt?

Die Frage, die mich brennend interessiert ist, ob es in der medizinisch-beruflichen REHA darum geht festzustellen, für welchen Beruf ich überhaupt geeignet bin, oder ob es immer noch darum geht, ob eine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich besteht..

Grüße

Lara

von
Lara

Hallo,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Leider habe ich nicht wirklich verstanden, was Sie damit zum Ausdruck bringen möchten, was nicht böse gemeint ist!

Ist die REHA-Fachberatung dazu da mich über eine von der DRV in die Wege geleitete Maßnahme zu informieren?

Der DRV liegen ein Abschlussbericht einer Klinik zur medizinischen Rehabilitation vor und ein nach meinem Widerspruch durch sie in Auftrag gegebenes fachärztliches Gutachten. Ich gehe also davon aus, dass die DRV nun wissen sollte, was sie tut und aufgrund der Vielzahl der vorliegenden Informationen durchaus in der Lage war, die "auf den Einzelfall bezogene Notwendigkeit, die zur Realisierung des Teilhabeziels geeigneten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben" zu prüfen und zu beachten. Am Ende steht nunmehr ein "Vorschlag" zur medizinisch-beruflichen Reha, was soll da an dieser Stelle eine Beratung für einen Nutzen haben?

Lara

von
Schade

Liebe Lara, dass Sie um "eine Reha / Teilhabe" kämpfen, wissen wir jetzt alle.

In dem vom Experten vorgeschlagenen Gespräch wird es v.a. darum gehen, konkrete Schritte und Ziele festzulegen.
Denn mit der Bewilligung haben Sie noch nichts in der Hand.

Wichtig ist doch, was Sie arbeiten können und wollen und welche künftigen Jobs Sie anstreben.

Da gibt es Bürokurse, komplette Berufsausbildungen und zwar betrieblich oder internatsmäßig,
da wären Einarbeitungszuschüsse, technische Hilfsmittel und vieles mehr denkbar.
Das alles umfasst Teilhabe!

Und wofür Sie sich eignen und was Sie wollen, darüber haben Sie noch gar nichts geschrieben - genau das muss im Einzelfall vor Ort abgesprochen werden.

Denn je klarer Ihre Vorstellungen um so klarer sind die möglichen Wege vorgezeichnet. Und um so größer ist die Chance das zu verwirklichen.
(und über all das wurde bislang möglicherweise gar nicht gesprochen?)

von
Lara

Hallo Schade,

sind genau das die Dinge, die ich dann i.R. einer medizinisch-beruflichen Reha besprechen kann?

von
Schade

möglicherweise ja, aber genau das besprechen Sie bitte konkret mit der REHA Abteilung Ihres RV Trägers (z.B. dem REHA Fachberater),

bzw. mit den Fachleuten vor Ort. Da kann Ihnen dieses Forum nicht konkret weiterhelfen.
Wir kennen weder Sie noch Ihre Situation...

von
Genervter

Nun ist es aber gut !!

von
Lara

Aye, aye Sir. Ein Forum dient ja auch nicht dazu Fragen zu stellen, die man übrigens nicht lesen muss, wenn sie nerven

von
Genervter

Fragen stellen dürfen Sie so viele wie Sie wollen. Aber bitte nicht X mal die Gleichen !

Experten-Antwort

Zu Ihrem speziellen Problem kann das Expertenforum leider nicht weiterhelfen. Wir bitten Sie daher sich direkt mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen.