Antragsdatum Rente für besonders langj. Versicherte

von
ATZler

Ich bin im Januar 1952 geboren. Die Bedingungen für die Rente für besonders langjährig Versicherte erfülle ich zum 1.10.2015. Dann habe ich genau 540 Beitragsjahre voll. Mein ATZ-Vertrag endet am 31.10.2015. Der Rentenbeginn soll dann nach 541 Beitragsjahren der 1.11.2015 sein.

Mein Konto ist vollständig geklärt. Deshalb möchte ich den Rentenantrag online stellen.

Geht das erst nach dem 31.10.2015, wenn alle Voraussetzungen (Lebensalter + 45 Beitragsjahre) erfüllt sind?

Wenn ich den Antrag 3 bis 4 Monate vor Rentenbeginn stelle, also im Juni oder Juli, wird er dann abgelehnt, weil die Voraussetzungen für diese Rentenart erst am 1.10.2015 erfüllt werden?

Welchen Termin würden Sie empfehlen?

von
KSC

Wenn alles geklärt ist, reicht es den Rentenantrag 2-3 Monate vor dem geplanten Rentenbeginn zu stellen, dann ist in aller Regel sichergestellt, dass die erste Rente am letzten Tag des Monats Nobember auf Ihrem Konto ist.

Ob Sie den Antrag bei DRV, bei Ihrem Rathaus, einem ehrenamtlichen Versichertenberater oder meinetwegen auch "selbst online" stellen, ist da sekundär.
All diese Wege führen zum Ziel und die erste Rente kommt pünktlich.

von
W*lfgang

Zitiert von: ATZler
Deshalb möchte ich den Rentenantrag online stellen.
ATZler,

kann gelingen, aber empfehlenswert ist eher die Antragstellung vor Ort. Noch mal ein Blick auf alle Zeiten aus Beratersicht geworfen (ist auch wirklich alles richtig/vollständig erfasst ...oder 'glaubt' der Antragsteller nur, dass es so seit Jahrzehnten richtig ist, ohne etwaige Rechtsänderungen berücksichtigt zu haben ...ich sage nur Berufsausbildung ;-))

Da max. 3 Monate bis zum Rentenbeginn hochgerechnet werden können (Einkommen aus den 12 Vormonaten gemittelt - da ergeben sich schon erste Fragen, wenn Sonder-/Einmalzahlungen in den letzten 3 Monaten noch erwartet werden ...wo bleiben die/werden im Rahmen der Hochrechnung für die Rente _nicht_ berücksichtigt/haben sie überhaupt Auswirkungen/was sind Folgewirkungen?) sollte der Antrag zum Ende des 4-letzten Monats vor Rentenbeginn gestellt werden, plus aktuell 2 Monate Terminvorlauf für den Anruf 'ich brauch mal einen Termin'.

Gruß
w.

von
ATZler

Vielen Dank, aber ich habe hier schon so viel mitgelesen, dass ich mir das selber zutraue. Deine Beiträge, Wolfgang, waren immer besonders sachkundig.

Die Zeiten der Berufsausbildung sind geklärt mit der entsprechenden Hochrechnung und dem Vermerk "Pflichtbeitragszeit berufliche Ausbildung".
Das ATZ-Gehalt ist in der Freistellungsphase absolut stabil ohne Sonderzahlungen oder Abzüge, da ist die 3-monatige Hochrechnung problemlos machbar.
Den eAntrag habe ich schon mal vollständig durchgespielt.

Bei etwas über 65 EGP wird der "Berater" nur neidisch und sucht nach einem Haken.

Etwas unklar und verwirrend im eAntrag sind lediglich die beiden Fragen zum Zuschuss zur freiwilligen oder privaten Krankenversicherung. Aber das kann ich beides mit nein beantworten, weil ich immer gesetzlich versichert war.

von
Garstig

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: ATZler
Deshalb möchte ich den Rentenantrag online stellen.
ATZler,

kann gelingen, aber empfehlenswert ist eher die Antragstellung vor Ort. Noch mal ein Blick auf alle Zeiten aus Beratersicht geworfen (ist auch wirklich alles richtig/vollständig erfasst ...oder 'glaubt' der Antragsteller nur, dass es so seit Jahrzehnten richtig ist, ohne etwaige Rechtsänderungen berücksichtigt zu haben ...ich sage nur Berufsausbildung ;-))

Da max. 3 Monate bis zum Rentenbeginn hochgerechnet werden können (Einkommen aus den 12 Vormonaten gemittelt - da ergeben sich schon erste Fragen, wenn Sonder-/Einmalzahlungen in den letzten 3 Monaten noch erwartet werden ...wo bleiben die/werden im Rahmen der Hochrechnung für die Rente _nicht_ berücksichtigt/haben sie überhaupt Auswirkungen/was sind Folgewirkungen?) sollte der Antrag zum Ende des 4-letzten Monats vor Rentenbeginn gestellt werden, plus aktuell 2 Monate Terminvorlauf für den Anruf 'ich brauch mal einen Termin'.

Gruß
w.

So ein Quatsch, totaler Kockolores

von
W*lfgang

Zitiert von: ATZler
Etwas unklar und verwirrend im eAntrag sind lediglich die beiden Fragen zum Zuschuss zur freiwilligen oder privaten Krankenversicherung. Aber das kann ich beides mit nein beantworten, weil ich immer gesetzlich versichert war.
...richtig ATZler, da kommt ein 'nein' hin. Aus der zz. freiwilligen GKV wird ab Rentenbeginn wieder eine Pflicht-KV, als Rentner, die so genannte 'KVdR' (Krankenversicherung der Rentner).

Und wenn Sie ab Rentenbeginn nicht wissen, wohin mir Ihrem Wissen, kommen Sie als Light-Berater zurück ins Rentenforum :-)

Viel Glück fürs spätere, bereits erprobte, Vor-Rentnerleben!

Gruß
w.

von
ATZler

Oder als Rentensteuerberater Light, das mache ich nämlich auch ohne Berater...
;-)

von
molle

Sie haben 540 Beitragsjahre voll ?

von
ATZler

Sorry, natürlich 540 Monate :-)

540 Jahre wären nicht schlecht, dann würde ich das 12-fache der jetzigen Rente bekommen. Davon kann man leben...

von Experte/in Experten-Antwort

Auf die verschiedenen Antworten wird verwiesen. Ich würde Ihnen aber auch eine "persönliche" Antragstellung bei Ihrer zuständigen Gemeindeverwaltung, einem ehrenamtlichen Versichertenberater der Rentenversicherung oder direkt bei der Rentenversicherung empfehlen. Sollte wie bereits erwähnt so 3 Monate vor Rentenbeginn erfolgen. Ihr Arbeitgeber muss ja auch noch eine Entgeltmeldung zum 31.07.2015 erstellen (Vordruck R250).
Dann erhalten Sie vor dem 01.11.2015 Ihren Rentenbescheid.

von
ATZler

"Ihr Arbeitgeber muss ja auch noch eine Entgeltmeldung zum 31.07.2015 erstellen (Vordruck R250)."

Es gibt dazu folgende Frage im eAntrag:
Die Anforderung der Gesonderten Meldung (Vordruck R250)
- soll durch den Rentenversicherungsträger erfolgen.

Ich gehe mal davon aus, dass die Entgeltmeldung von der Rentenversicherung von der Firma direkt angefordert wird. Oder muss ich mich da selbst drum kümmern?

von
ATZler

Hierzu habe ich noch etwas interessantes zu einer neuen Verfahrensweise gefunden. Daraus geht aber auch nicht eindeutig hervor, ob der Renter in spe oder die Rentenversicherung den Vorgang anstößt.

Vor Rentenbeginn: Sondermeldung 57

http://arbeitgeberservice.ikk-gesundplus.de/arbeitgeberservice/beitraege/sondermeldung-57/

von
KSC

Auch das veranlasst die DRV - aber letztlich alles Dinge über die Sie nicht grübeln bräuchten, wenn Sie sich beim Antrag von den o.g. Stellen helfen lassen.

von
ATZler

Mein Gott, warum gibt es dann diese Möglichkeit eines online-Antrages, wenn alle nur davon abraten. Ich lasse mich davon nicht abbringen.
Vielleicht sollte sich die Rentenversicherung mal überlegen, die Dokumentation zu diesem Antrag zu verbessern.

von
W*lfgang

Hallo ATZler,

ich kenne zwar die online-Version via Internet nicht, aber wenn sie so ähnlich/oder gleich aufgebaut ist, wie die Versionen in den Büros, haben Sie die Wahlmöglichkeit:

- Vordruck (R250) ausdrucken und AG zur weiteren Meldung vorlegen - und darauf verlassen, dass er das auch (zeitnah) macht/der DRV meldet oder

- einfach markieren, dass sich die DRV selbst mit dem AG in Verbindung zwecks 'Einholung' der gesonderten Meldung in Verbindung setzen soll.

Ich markiere grundsätzlich "lass mal die DRV" machen" ...geht (fast) immer problemlos ...bis auf gefühlt 1 von 1000 Fällen, wo (abgesetzte!) AG-Meldungen nicht im DRV-Konto ankommen, insofern entsteht eine Verzögerung von vielleicht 4 Wochen, wo die DRV die Meldung erneut anmahnt. Wie gesagt, Fehlerquote im Promille-Bereich, die letzten 3 Jahre auch schon nicht mehr 'live' erlebt (wenn Versicherte nachfragen, wo bleibt mein Bescheid, woran liegt es).

Manche (großen) AG machen die Sofortmeldung sogar ohne Rückfrage/Anstoß aus einem Rentenantrag heraus - sofern allerdings im Rentenantrag "DRV: warte ab/keine Hochrechnung" markiert worden ist, wird die natürlich auch nicht verwertet.

Gruß
w.
PS: Ich habe mit Online-Diensten kein Problem (genau wie hier ;-) – wer es mag, gerne. Allerdings zeigen die Fallzahlen auch, dass 'Online-Rentenantrag' materiebezogen weeeeeeeeeeeit hinter den Erwartungen zurückbleibt (von diesbezüglichen Fehlerquoten mal abgesehen) ...man bietet es seitens DRV als 'neues Medium' halt aus Marketinggründen an – dann muss man aber auch dazu stehen und denen helfen, die es nutzen wollen! (das ist für einige hier vielleicht ein Problem, auch wenn Sie es so eigentlich nicht meinen/den 'besseren' Weg vorschlagen - dabei gilt der 1. Verwaltungsgrundsatz: Was will der Bürger?! :-)