Antragsdauer Reha Psychosomatik ?

von
Jens Beckers

Hallo zusammen,

auf Anregung meines behandelnden Arztes denke ich über einen Antrag auf med. Reha nach. Die Fachrichtung der Klinik wäre Psychosomatik und die DRV Bund wäre für mich zuständig. Über die Formulare habe ich mich auf der Website der DRV Bund schon informiert. Ich habe ein solche Reha 2012 bereits einmal absolviert und erinnere mich noch an das Antragsverfahren.

Eine Reha dieser Fachrichtung scheint mir nun seit 2012 (?) "in der Regel" 5-wöchig (vor 2012 zunächst nur 4-wöchig). Trifft das noch zu?

Wie lange dauert das Antragsverfahren nach dieser Neuregelung in 2016? "Damals" in 2012 vergingen vom ersten Anforderung der Formulare bis zum Bewilligungsbescheid ca. 4 Monate und nochmals 6 Wochen bis zum Reha-Antritt. Meine Mit-Rehabilitanden damals erzählten etwa ähnliches. Wie sieht es derzeit aus? Das neue Antragsverfahren seit 2016 klingt danach, als liege die Bewilligung nun schneller vor als bisher. Aber kommen die Kliniken auch hinterher?

Viele Grüße und danke für eure Antworten!
Der Jens

von
Lisa

Eine Nachbarin hat Anfang November Antrag gestellt
und ist im Dezember in Reha.Ob dies immer so ist weiß
ich nicht
Gruß, Lisa

von
Jens Beckers

Danke für die Info!

Mir ist schon klar, dass meine Frage nur mit Schätzungen zu beantworten ist und dass es immer Ausreißer in alle Richtungen gibt. Mich interessiert jeder konkrete Fall, von dem jemand berichten kann, das reicht schon um ein Gefühl dafür zu kriegen.

von
=//=

Also dass die Bewilligung der Reha seinerzeit 4 Monate gedauert hat, kann im normalen Reha-Antragsverfahren nicht zutreffen. War evtl. ein Widerspruchsverfahren anhängig? Ein "neues" Antragsverfahren gibt es nicht, es ist alles so wie es 2012 war. Im Höchstfall gibt es andere Mitarbeiter oder Ärzte, die "schneller" arbeiten. :-)

Eine Bewilligung - wenn es denn zu einer kommt - dauert in der Regel 2 - 4 Wochen, in Ausnahmefällen auch länger. Das Problem ist nicht die DRV, sondern die Kliniken mit psychosomatischen Rehas haben SEHR LANGE WARTEZEITEN. Es gibt eben nicht so viele Kliniken wie beispielsweise für Orthopädie oder Innere Medizin. Die Regeldauer beträgt 4 Wochen und kann notfalls verlängert werden. Mehr Informationen kann ich Ihnen leider nicht geben. Nicht bei jedem Versicherten läuft es gleich ab.

Das Wichtigste für den Reha-Antrag sind viele aktuelle ärztliche Befunde, auch speziell vom Psychologen/Psychotherapeuten oder Psychiater, je nachdem, wo Sie am längsten und häufigsten in Behandlung sind.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

von
Jens Beckers

Tjo, die Wege des Herrn sind vielfältig ;-)
Ich hatte damals zunächst mit dem "Formular 60" einen Antrag auf die Einleitung des Reha-Verfahrens bei der Krankenkasse stellen müssen, quasi den "Antrag auf den Antrag". Soweit ich informiert bin, ist dieses Verfahren seit etwa Mitte 2016 abgeschafft.
Die Krankenkasse hatte damals dann die DRV Bund als zuständig erachtet. Von dort bekam ich die Formulare. Damit waren die ersten 3-4 Wochen schon vorbei. Nach dem Ausfüllen und Rücksenden der Formulare stand noch eine therapeutische Stellungnahme aus etc. pp.

Als ich zur Reha war - etwa im März 2012 - teilte uns der Klinikdirektor mit, dass aktuell eine Einigung zwischen den Klinikleitungen und dem "Innendienst" der DRV Bund ergangen sei, dass ab sofort die Bewilligungen im Bereich der Psychosomatik immer 5 Wochen seien.

>> Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Danke! :-)

Experten-Antwort

Hallo Jens Beckers,

zu evtl. konkreten Vereinbarungen zwischen einzelnen Kliniken und der DRV Bund kann ich hier leider keine Aussagen treffen. Im Übrigen kann ich aber den Ausführungen von „=//=“ prinzipiell zustimmen.

von
=//=

Ich weiß nicht, wie die DRV Bund das Verfahren handhabt. Beim Regionalträger geht das schon seit Jahren recht unkompliziert:

Der/die Versicherte stellt einen Reha-Antrag (kann über die KK laufen, muss aber nicht), schickt ihn mit den erforderlichen Unterlagen an die DRV, bekommt in der Regel innerhalb 2 - 4 Wochen die Bewilligung oder Ablehnung. Dann liegt bei einer Bewilligung alles nur noch am Termin der Klinik.

Bei den Regionalträgern ist allerdings auch der Sozialmedizinische Dienst "im Haus". Bei der DRV Bund ist das wohl anders, deshalb dauert es evtl. auch länger.