Anwartschaft Erwerbsminderungsrente bei Sperrzeit

von
Toms

Ich habe von der BA einen Bescheid erhalten, dass bei meinem Antrag auf ALG eine Sperrzeit von 12 Wochen eintritt, weil ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben habe und keinen wichtigen Grund dafür genannt hätte (Widerspruch geht raus). In dem Bescheid steht, dass ich wegen der Sperrzeit "unter Umständen" meine Anwartschaft auf Rente wegen Erwerbsminderung verlieren könne und ich ggf. freiwillig Beiträge zur RV entrichten solle. Kann mir jemand bitte genauer erläutern, welche Umstände da gemeint sind und ob man tatsächlich den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente dauerhaft verlieren kann, nur weil die BA eine Sperrzeit verhängt hat?!?

von
Daniela

Kommt jetzt darauf an, wieviel du in den letzten 5 Jahren eingezahlt hast. Wenn es deutlich mehr als 36 Monate sind, besteht kein Risiko. Wir es etwas knapp, zahle lieber freiwillig weiter

Experten-Antwort

Hallo, Toms,

vorausgesetzt die medizinischen Voraussetzungen für die Gewährung einer EM-Rente wären erfüllt ist durch die DRV zu prüfen, ob grds. überhaupt 5 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet wurden. Des Weiteren wird dann geprüft, ob in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung (also der Tag, seit dem die Mediziner annehmen, dass diese Erwerbsminderung vorliegt) mindestens 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen geleistet wurden.
Wenn Sie eine Sperrzeit bei der Agentur für Arbeit erhalten, werden in diesem Zeitraum keine Pflichtbeiträge geleistet, da Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Es entsteht diesbezüglich eine Lücke im Versicherungskonto. Daher der Hinweis von der Agentur für Arbeit. Sollte es nämlich so sein, dass Sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf 3 Jahre Pflichtbeiträge kommen sollten, weil davor schon mehrere Lücken im Rentenversicherungsverlauf vorliegen, könnte der Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung gefährdet sein.