Arbeitgeber-Sonderzahlung nach Renteneintritt

von
Edith Schulz

Am 1.10. beginnt die Rente nach Altersteilzeit mit 63 Jahren, also vor Erreichen der Regelaltersgrenze. Im November und im Sommer des darauf folgenden Jahres zahlt der ehemalige Arbeitgeber noch eine Jahressonderzahlung in Höhe von jeweils 815,00 Euro. Zählen diese Beträge zum Hinzuverdienst? Wenn ja, verstoße ich gegen die Hinzuverdienstgestattung, wenn ich darüber hinaus 11 Mal im Jahr einen 400,00 Euro Job ausübe? Oder kann ich diesen Job sogar in allen 12 Monaten eines Jahres ausüben? Meine Frage gilt insbesondere für das Jahr, in dem die Rente erst am 1.10. beginnt. Dankeschön

Experten-Antwort

Hallo Edith Schulz,

die von Ihrem Arbeitgeber zu leistende Sonderzahlung wird nicht als Hinzuverdienst neben dem Rentenbezug gewertet.

Die Sonderzahlungen des Arbeitgebers sind dem Lohnabrechnungszeitraum zuzuordnen, der vor dem Rentenbeginn liegt, da das Beschäftigungsverhältnis über den Rentenbeginn hinaus nicht weiter bestanden hat, sondern vor Beginn der Rente beendet worden ist.

Beim Minijob ist zu beachten, dass Überschreitungen bis zum Doppelten des maßgebenden Betrages nur zweimal im Kalenderjahr zulässig sind. D.h. dass bei einem Beschäftigungsverhältnis 10 x 400 Euro und 2 x 800 Euro pro Kalenderjahr als Hinzuverdienst möglich sind.
Besonders zu beachten ist, dass es im Monat des Rentenbeginns erforderlich ist, dass die Hinzuverdienstgrenze von 400 Euro eingehalten wird.
In Ihrem Fall wäre somit ein Hinzuverdienst i.H.v. 400 Euro im Monat Oktober möglich und dann jeweils ein Hinzuverdienst i.H.v. 800 Euro für die Monate November und Dezember.