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arbeitnehmerähnliche Selbständige

von
Karina

Hallo!

Ich bin Student und möchte nebenbei als freier Interviewer bei einem Marktforschungsunternehmen arbeiten. In den Richtlinien steht, dass ich dabei als arbeitnehmerähnl. Selbständiger rentenversicherungspflichtig bin. Wie funktioniert das? Wie viel muss ich zahlen? Hat dies etwas mit der Einkommenssteuer zu tun und muss ich deshalb auch eine Einkommenssteuererklärung ablegen?

von
Chris

Wissen Sie schon, wieviel Sie an Gewinn erzielen werden? Bis zu 400&#8364; müssten Sie keine Beiträge zahlen. Ggf. könnten Sie sich auch von der Versicherungspflicht befreien lassen für 3 Jahre. Da die selbst. Tätigkeit eh anzeigungspflichtig gegenüber der DRV ist, sollten Sie sich mal in einer Beratungstelle einen Termin besorgen.

Experten-Antwort

Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie Arbeitnehmer oder Selbständiger sind. Falls dies noch nicht geklärt ist, können Sie sich an die zuständige Krankenkasse in deren Funktion als Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag wenden. Die Beurteilung nimmt aber auch die bei der DRV Bund, 10704 Berlin angesiedelte Clearingstelle im Rahmen eines sog. Statusfeststellungsverfahrens vor.
Falls Sie in dieser Tätigkeit selbständig sind, sind Sie vermutlich dem Grunde nach versicherungspflichtig nach § 2 S. 1 Nr. 9 SGB VI. Ich gehe davon aus, dass Sie nur für diesen einen Auftraggeber tätig sind und in dieser Tätigkeit keinen Arbeitnehmer beschäftigen, der monatlich mehr als 400 Euro verdient.
Die Versicherungspflicht tritt allerdings nur dann ein, wenn Sie aus der Tätigkeit ein monatliches Arbeitseinkommen von mehr als 400 Euro haben. Ansonsten sind Sie in der Rentenversicherung versicherungsfrei.
Sollten Sie versicherungspflichtig sein, dann könnten Sie entweder den halben Regelbeitrag (= derzeit 250,74 Euro monatlich) oder Beiträge entsprechend Ihrem Arbeitseinkommen zahlen.
Für die ersten drei Jahre nach Aufnahme der Tätigkeit können Sie sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen.
Nachdem Sie die Verpflichtung haben, sich wegen der Tätigkeit bei der Rentenversicherung zu melden und Sie die Befreiung ggf. auch beantragen müssen, empfehle ich Ihnen auf jeden Fall, dass Sie sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung beraten lassen.