Arbeitsausfalltage Beitrittsgebiet

von
Novi

Im SV-Ausweis der DDR wurden 1978 vorn Arbeitsausfalltage bescheinigt, hinten steht aber keine Arbeitsunfähigkeit.

Bei der Rente wurden nun diese vorn bescheinigten Arbeitsausfalltage umgerechnet und der entstandene Beitragsfreie und der beitragsgeminderte Monat mit dem Gesamtleistungswert höher bewertet.
Erstaunlicherweise ergibt sich durch diese Anrechnungszeit eine geringere Rente als wenn diese Tage inoriert werden, zumal ja hinten keine Arbeitsausfallzeit bescheinigt wurde.
(Es liegt daran, dass dadurch weniger zusätzliche Entgeldpunkte wegen geringen Verdienst vor 1991 berechnet werden)
Meine Frage daher:
Dürfen bei der Rentenberechnung vorn bescheinigte Ausfalltage mit dem Gesamtleistungswert berechnet werden auch wenn hinten keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde.??

von
Knut Rassmussen

Eigentlich sogar "Müssen" und nicht "Dürfen".

Arbeitsausfalltage sind zudem nicht nur AU-Zeiten.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Novi,

nach § 252a Abs. 2 SGB VI werden anstelle von Anrechnungszeiten wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Mutterschaft vor dem 1. Juli 1990 pauschal Anrechnungszeiten für Ausfalltage ermittelt, wenn im Ausweis für Arbeit und Sozialversicherung Arbeitsausfalltage als Summe eingetragen sind. Auf die Eintragungen im hinteren Teil des SVA kommt es insoweit nicht mehr an. Weder der Rentenversicherungsträger noch der Versicherte haben dahingehend eine „Wahlmöglichkeit“.