Arbeitsfaul

von
Blacky

Hallo !
Ich habe vor ca 1 Monat einen Antrag auf eine medzinische Rente für Bergleute gestellt und hatte heute einen Termin beim Sozialmedizinischen Dienst.
Dr. Arzt empfing mich mürrisch und nachdem er nach meinem Jahrgang gefragt hatte, mit dem Satz "und da wollen Sie Rente ! oder wer so Fahrrrad fahren kann der kann auch arbeiten und auch sehr schön " wissen Sie eigentlich was Sie dem Steuerzahler kosten".
Desweiteren zweifelte er an der Notwendigkeiten einzelner OP's. Desweiteren verlangt er jetzt von mir das ich alle angegebenen Ärzte nochmals aufsuche und mir Befundberichte erstellen lasse angeblich aus Mitwirkungspflichten. Die Adressen der Ärzte liegen ihm aber bereits durch den Antrag schon vor. Außerdem verlangen die Ärzte von mir eine Aufwandsentschädigung.
Muss ich mir die schnippischen Kommentare gefallen lassen, da ja er über Wohl und Wehe entscheidet.
Darf der Gutachterarzt die o.g. Anforderungen der Befundberichte durch mich verlangen ?
Kann ich auf eine Begutachtung durch einen anderen Gutachtenarzt bestehen, dieser kommt mir voreingenommen vor.
Wenn ja, wie und wann bewirke ich das ?
Verfahren läuft ja noch evtl. noch ein zweiter Gutachtertermin steht an.

von
Sozialrechtler

Warum haben Sie den Arzt denn nicht direkt darauf angesprochen?

Seine Fragen hätten Sie doch ganz einfach beantworten können.

Da hilft nur Strafanzeige wegen Beleidigung und Beschwerde bei Knappschaft und Ärztekammer!

von Experte/in Experten-Antwort

Bitte wenden Sie sich an das für Sie zuständige Rentenbüro der Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, stellen den Sachverhalt so dar, wie sie es in Ihrem Beitrag geschrieben haben und machen deutlich (sofern Sie nicht mehr vom selben Gutachter untersucht werden wollen), dass sie ggf. demnächst von einem weiteren Gutachter untersucht werden wollen.
Interessant wäre dabei die Fragestellung, ob es sich um einen Gutachter Ihres Rentenversicherungsträgers selbst handelt (Sozialmedizinischer Dienst der DRV Knappschaft-Bahn-See), ob dabei eine Ausweichmöglichkeit besteht oder einen Fremdgutachter, der von der RV beauftragt wurde.
Bei der Antragstellung haben Sie (wenn ich Sie da richtig verstanden habe) doch die Angaben bzgl. der Ärzte, bei denen Sie in Behandlung sind, gemacht. Daher wird die Rentensachbearbeitung unabhängig von der von Ihnen angegebenen Begutachtung aktuelle med. Befunde von diesen Ärzten einholen bzw. zum Teil bereits eingeholt haben. Vielleicht lagen diese aktuellen Befunde dem Gutachter deshalb noch nicht vor, weil die Knappschaft-Bahn-See in der Regel nicht die einzelnen Antworten abwarten, sondern ab einem gewissen Zeitpunkt (i.d.R. nach etwas vier Wochen) die bis dahin vorliegenden med. Unterlagen an den Gutachter weiter leitet und so evtl. noch med. Unterlagen von Ihren Ärzten auf dem Weg zu Knappschaft-Bahn-See sind.

Anonsten würde ich erst einmal abwarten, welche Entscheidung von der RV getroffen wird. Im Falle einer Ablehnung oder wenn Sie nicht mit der Entscheidung einverstanden sind, können Sie gegen den RV-Bescheid Widerspruch einlegen und die Argumentation wiederholen und ggf. der RV noch nicht vorliegende med. Unterlagen nachreichen.

von
Asozialrechtler

Zitiert von: Sozialrechtler

Da hilft nur Strafanzeige wegen Beleidigung und Beschwerde bei Knappschaft und Ärztekammer!

Und Sie werden dann den Tathergang bezeugen?
Dann kann ja nichts mehr anbrennen.

von
Klemens

Die Reaktion und Aussagen des Gutachters sind zwar ärgerlich, verletzen einen und sollten so eigentlich auch nicht vorkommen, aber letztlich kommen solche Dinge eben vor ( habe das in meinen Begutachtungen teilweise auch genauso erlebt ) und man wird dies nicht verhindern können.

Aber " kriegsentscheidend " sind solche im Grunde genommen ja Nichtigkeiten ja nun nicht.

Sich über solche Äußerungen z.b. bei der RV und/oder der Ärztekammer zu beschweren oder gar Strafanzeige zu stellen ist natürlich völliger Blödsinn. Da Sie ja keine Zeugen dafür haben, das solche Äußerungen überhaupt gefallen sind endet so eine Beschwerde immer wie das berühmte " Hornberger Schiessen ".

Manche dieser Äußerungen werden aber auch ganz bewusst so vom Guitachter gemacht, um ihre Reaktion darauf zu testen. Das gehört dann im Grunde genommen mit zur ganzen Begutachtung, was ein Laie eben nicht nachvollziehen kann.

Außerdem lassen diese Äußerungen sowie das ganze Verhalten des Gutachters - zum jetzigen Zeitpunkt - ja auch in keinster Weise einen Rückschluss auf die Qualtität des späteren Gutachtens zu. Wenn der Gutachter sich dann letztlich im Gutachten in ihrem Sinne äußert und eine Berentung befürwotet, wird ihnen das alles spätetens dann sowieso egal sein....

Insofern bitte nicht alles auf die berühmte Goldwaage legen , sondern abwarten was der Gutachter letztlich schirftlich im Gutachten schreibt - nur das ist entscheidend und nichts anderes !

SIE selbst müssen aber gar keine Befundberichte bei ihren Ärzten einholen, sondern das ist einzig und alleine Aufgabe der Rentenversicherung.

Entweder schreibt die RV selbst und direkt ihre behandelnden Ärzte deswegen an oder Sie bekommen den blanko Befundberichtsbogen übersandt mit der Bitte diesen ihren behandelnden Ärzten vorzulegen und nach dem Ausfüllen zurück an die RV zu senden. Diese 2. Möglichkeit hat den Vorteil, das Sie dann lesen können was ihr Arzt über Sie geschrieben hat...

In beiden Fällen ist dann aber auch für den Arzt ein Formular dabei wo er die Kosten für das Ausfüllen des Befundberichtes von der RV ersetzt bekommt ( sind so ca. 25 Euro ).

Sollte das Gutachten dann wirklich fehlerhaft, unvollständig und nicht der Wahrheit entsprechend müssen Sie die entsprechenden Punkte sofort schriftlich gegenüber der RV klarstellen und um eine Neubegutachtung bitten.

Kommt es wegen des Gutachtens zur Ablehnung ihres Rentenantrages führen müssen Sie eben Widerspruch einlegen.

von
kein Weichei

Ich würde den Sachverhalt schriftlich der Rentenversicherung mitteilen und um ein erneutes Gutachten bitten. Clevererweise vorher alle Befunde von den Behandlern selbst besorgen und dem neuen Gutachter vorlegen. Das macht einen besseren Eindruck und erleichtert dem Gutachter die Arbeit .Und ich würde beim nächsten Gutachtertermin ganz sicher nicht putzmunter auf`m Fahrrad daherkommen (oder als Frau nicht mit high heels, Make up und teuren Disgnerfummel) ; ) !!!
Und nicht ohne Begleitperson erscheinen.

von
Elisabeth

Ich würde das genau so machen, wie Klements es gesagt hat. Wenn das Gespräch neben der Spur war, heißt das überhaupt nichts. Psychogutachter provozieren, um zu sehen, wie der Versicherte tickt. Mein Psychogutachter hat in seinem Gutachten geschrieben"...eine eigentümliche feindselige und kritische Einstellung...". Das ganze Gespräch war eine einzige Katastrophe. Aber es steht natürlich nur die Sicht des Gutachters drin und spielt im Ergebnis eine Rolle. Für meine Rente hat das Gutachten jedenfalls ausgereicht. Ich drücke dir die Daumen.

von
Klemens

Zitiert von: kein Weichei

Ich würde den Sachverhalt schriftlich der Rentenversicherung mitteilen und um ein erneutes Gutachten bitten. Clevererweise vorher alle Befunde von den Behandlern selbst besorgen und dem neuen Gutachter vorlegen. Das macht einen besseren Eindruck und erleichtert dem Gutachter die Arbeit .Und ich würde beim nächsten Gutachtertermin ganz sicher nicht putzmunter auf`m Fahrrad daherkommen (oder als Frau nicht mit high heels, Make up und teuren Disgnerfummel) ; ) !!!
Und nicht ohne Begleitperson erscheinen.

Es wird doch kein neues Gutachten erstellt, nur weil der Gutachter vielleicht nicht "Guten Morgen " gesagt hat oder einfach mal unterstellt hat, " das man die Rente haben möchte weil man schon so alt ist " oder unterstellt " das man wohl zu faul zum arbeiten ist " oder eine sonstige fragwürdige Äußerung vom Stapel gelassen hat ..

Und noch mal :
Solche provokanten Fragen und Äußerungen des Gutachters gehören eben teilweise - bei psychiatrischen eigentlich immer ! - zur Begutachtung mit dazu !

Ich habe z.b. viel viel schlimmere Äußerungen und absolute Frechheiten bei einem Gutachter der inneren Medizin erlebt !

Darum ist es doch völliger Blödsinn und entbehrt jeglicher Grundlage jetzt schon eine neue Begutachtung zu fordern, ohne die Qualität des Gutachtens einschätzen zu können , weil es noch gar nicht geschrieben wurde !

Wer sich der Lächerlichkeit presigeben will , kann das aber gerne tun und so eine absurde " Forderung " - der niemals stattgegeben würde ! - zum jetzigen Zeitpunkt an die RV stellen... Die Leute bei der RV fallen dann vor Lachen vom Stuhl...

Bitte mal etwas die Bälle flachhalten und überlegen bevor man so etwas hier schreibt.

von
HNO

,,,, Manche dieser Äußerungen werden aber auch ganz bewusst so vom Guitachter gemacht,,,, soweit so gut - sollte es sich letztlichg um ein psychologisches Gutachten gehen. ----- Wenn jedoch ein HNO nach dem Begrüssungshandschlag zunächst glaubt darauf hinweisen zu müssen, das schliesslich nicht JEDE/R in vorgezogene Rente gehen könnte - dann hört bei mir die Liebe auf.

von
Elisabeth

Hallo HNO!
"Entscheidend ist, was hinten herauskommt." Ich weiß nicht, wer das gesagt hat. Was war denn das Ergebnis deiner Antragstellung?

von
Klemens

Zitiert von: HNO

,,,, Manche dieser Äußerungen werden aber auch ganz bewusst so vom Guitachter gemacht,,,, soweit so gut - sollte es sich letztlichg um ein psychologisches Gutachten gehen. ----- Wenn jedoch ein HNO nach dem Begrüssungshandschlag zunächst glaubt darauf hinweisen zu müssen, das schliesslich nicht JEDE/R in vorgezogene Rente gehen könnte - dann hört bei mir die Liebe auf.

Nein - auch an so einer Äußerung beim HNO oder sonstwo ist nichts auszusetzen.

Außerdem stimmt es ja auch. Nicht jeder bekommt eben eine EM-Rente.

So what ? Als Laie und früher ohne Kenntnis der Abläufe hätte mich das auch aufgeregt und geärgert. Wenn man aber weiss wie der Hase läuft und einige Erfahrung mit diesen Gutachtern hat dann nicht mehr.

von
Elisabeth

Hallo Klements!
Ich würde im Fall von HNO über einen Befangenheitsantrag nachdenken. Was meinst du dazu? Nur aus Kenntnis von Fakten eines Forums würde ich natürlich nicht jemanden raten für solch einen Schritt. Aber darüber nachdenken würde ich schon.

von
fritzi

Hallo
Ich würde diesen Gutachter Ablehnen, weil ist erstmal ein Mieses Gutachten in ihrer Akte dann Schreiben andere Gutachter nur noch ab.

PS: Diesem Komiker Arzt sollte mal einer Erzählen das wir Versicherungsbeiträge Zahlen "wir" zahlen Beiträge nicht der Arzt und nicht der Steuerzahler.
MfG

von
...

Zitiert von: fritzi

Hallo
Ich würde diesen Gutachter Ablehnen, weil ist erstmal ein Mieses Gutachten in ihrer Akte dann Schreiben andere Gutachter nur noch ab.

PS: Diesem Komiker Arzt sollte mal einer Erzählen das wir Versicherungsbeiträge Zahlen "wir" zahlen Beiträge nicht der Arzt und nicht der Steuerzahler.
MfG

Wer sagt denn, dass der Gutachter ein mieses Gutachten erstellt hat.

von
fritzi

Hallo
@Blacky also ich gehe davon aus das der Gutachter voreingenommen ist, somit ist in Höchsten maße davon auszugehen das es ein schlechtes Gutachten geben wird.
Jetzt sofort einzuschreiten erhöht die Glaubwürdigkeit!
Ist ein schlechtes Gutachten erstmal in der Akte, ist es schlecht wieder raus zu bekommen.
Ich empfehle im zusammen hang mit Gutachten immer diese Seiten: http://www.bk1317.de/ und http://www.berufserkrankungen-siegerland.de/
Wer da gelesen hat, hat genug Gelesen.

Unser täglich Gift heute Abend auf Arte 20:15
"Arte"

von
fritzi

Hallo
Hier Lesen Gutachterunwesen!
http://www.taz.de/?id=archivseite&dig=2005/11/11/a0241

Diese Gutachter Arbeiten auch für Verschiedene DRVs, Und Gerichte.

Und GOOGLEN!!!

von
Klemens

Zitiert von: fritzi

Hallo
Ich würde diesen Gutachter Ablehnen, weil ist erstmal ein Mieses Gutachten in ihrer Akte dann Schreiben andere Gutachter nur noch ab.

PS: Diesem Komiker Arzt sollte mal einer Erzählen das wir Versicherungsbeiträge Zahlen "wir" zahlen Beiträge nicht der Arzt und nicht der Steuerzahler.
MfG

Quatsch !

von
Elisabeth

Hallo HNO!
Ein Befangenheitsantrag will wirklich gut überlegt sein. Mein alter RA, der ein sehr vorsichtiger Mensch ist, würde wirklich so einen Antrag als ultima ratio stellen. Solange das Ergebnis noch nicht da ist, würde ich die Hände in der Tasche lassen. Man muss zukunftsorientiert denken, d h. aus diesem Fall kann ein Fall werde , der vor Gericht landet werden und ein schlecht begründeter Befangenheitsantrag, sieht nicht gut aus. Ich will damit sagen, dass man einen Befangenheitsantrag nur dann stellen sollte, wenn man damit auch einen SG-Richter überzeugen könnte.

von
Fritzi

Hallo
Na ja @ Elisabeth, sollte die Sache vor Gericht Landen zählt das DRV-Gutachten genauso wenig wie das Gutachten des Versicherten! Das Gericht lässt eigene Gutachten anfertigen!
Das erste Problem ist die Gutachter des Gerichts Lesen das DRV-Gutachten und wen er Pech hat, lässt sich der Gerichtsgutachter davon Beeinflussen im Schlechten wie im Guten!
Das zweite Problem könnte sein das der Richter im Saal sagt warum haben sie das Gutachten nicht sofort angezweifelt.
Somit würde ich mich so Verhalten wie der Experte geschrieben hat!
Seine Stellungnahme natürlich per Einschreiben mit Rückschein.

Fritzi

von
Elisabeth

Hallo Arbeitsfaul!
"Das erste Problem ist die Gutachter des Gerichts Lesen das DRV-Gutachten und wen er Pech hat, lässt sich der Gerichtsgutachter davon Beeinflussen im Schlechten wie im Guten! "
Mein 2. RV Gutachter, der die Em-Verlängerung zu beurteilen hatte, hat das Gutachten des 1. Gutachters auch aufgeschlagen auf seinem Schreibtisch liegen und hat abgeglichen. Bei mir ging es um ein psychiatrisches Gutachten und ich verstehe sehr wohl, dass so eine Beurteilung in einer h, wenn man den Patienten gar nicht kennt, schwierig ist. Ich weiß nicht, ob die Gerichtsgutachter mehr zeit haben?